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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 310 -
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Legis-Glückselig 310 Legis-Glückselig Fachzeitschrift auch sonst mehrere Re censtonen von L.'G. enthalten find. Dei Monat August 1847 hatte 3.-G.'s Be rufung von Wien nach Prag zur Folge und wurde er hier höchsten Ortes mit der Ausarbeitung einer Denkschrift über die vieljahrige Gubernatur Sr. kais. Hoheit des Erzherzogs Stephan in Böhmen betraut, deren Materialien der Verfasser aus amtlichen Quellen ge- schöpft hat. Aber auch die Veroffenb lichung dieser merkwürdigen, Schrift un> terblieb. Die Gründung des Jahrbuches „Libuffa" durch P. A. Klar gab 3.-G Gelegenheit zu regelmäßiger, vom Pu blicum dankbar anerkannter Mitarbeiter schaft, und 3.-G. hat unter den verschie- densten Automamen an den beliebt ge wordenen „vaterländischen Denkblättern' »vom ersten bis zum letzten Jahrgang» dieses Almanachs (1842-1868) wie auch an anderen Schriften, die P. A. Klar herausgab, einen wesentlichen Antheil. Die Märzereignisse hatte 3.-G. in Prag mitgemacht und in demsel» ben Jahre sich mit einer Enkelin des Weimarischen Hofraihes Lippold (der mit Funke das einst berühmte Natur- lexikon herausgab) verheirathet. Wäh- rend der Gahrungen in Prag schrieb 3.-G. die „PlllillLltM H'eitgrnuZIen", von denen aber nur Georg Graf Boucquoy erschien. I n den Jahren 1852—1896 redigirte er die inhaltreiche, das Volk zu geschichtlicher Lektüre anzuregen be» stimmte „IllustrirteChronikvonBöhmen", von welcher 24 Hefte herauskamen; gleich- zeitig edirte er ein Prachtwerk über den „Prager Dom zu St. Veit", wozu viele größere und kleinere Original-Tableaux, Plane und Portrate gemacht wurden, und wovon kaum 159 Exemplare in den Buchhandel kamen; ferner: „Geschichte und Alterthümer der köhiimchrn Vnrg und MZen- Zindt Mschchrad" (Prag 1853); — „Oe- schichte uaii Whinen 5eit der Nrzeit bi3 M Gegenwart" (ebd. 1853) und „Andenken an den Marschall Ulldchkn" (ebd. 1858, Storch, 8".). Im Jahre 1859 hatte 3.-G. seine Forschungen über das Habsburg loth- ringische Haus abgeschlossen und gab solche unter dem Titel: „Ztndien über. den Ursprung des österreichischen Kaiserhauses'" (Prag 1860 und Hamburg 1863, 8o.. mit Stammtafeln) zu der nämlichen Zeit heraus, als von dem Herausgeber dieses Lexikons die Monographie '„Habsburg undHabsburg-Lothringen" erschien. Bald darauf kehrte L.-G. zu einer vieljährigen Lieblingsarbeit, den Forschungen über Chriftusbilder zurück. Die Frucht davon war seine dem Grafen Franz Thun« Hohen st ein (Vater des Cultusmini, sters) gewidmete „Ohristus - Archäologie" (Prag 1862. 4".), wofür der Verfasser von Sr. Helligkeit Pius IX. ein aner> kennendes Breve aus Castel Gandolfo, 6. August 4864, erhielt. I n dieser Ur- kunde wird das von 3.-G. nach einem Originale zu Nazareth glücklich reconcin» nirte Gd esse Nische Christusantlitz als votustiLLinimn ^w-iLturnns i-LÜ- nis iiinnuniontuni ausdrücklich an» erkannt. I n Folge der patriotischen Bekämpfung des OchismuS kam 3.»G. m Jahre 1863 in einen von der Gegen, 'eite erbittert geführten Preßproceh, aus welchem er jedoch siegreich hervorging und nicht (wie es in dem von Dr. 3. Rieger redigirten „älovnik ng.usn)'" unrichtig heißt) zu vierzehntäglgem Arrest verurtheilt ward. Vielmehr wurde 3.-G. von der ersten und letzten Instanz voll- kommen freigesprochen und schuldlos er- lart. Dieses Ereigniß benutzte 3.-G., um der nationalen Partei einige Wahr- heiten zu sagen, welche in der Const. Oesterreichischm Zeitung vom 26. bis
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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