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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 313 -
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Lehmann 313 Lehmann lrsnngen über die Geschichte in den K. K. Gülle- tenschulen" (Wien 1835). Kleinere Aufsätze von 3., ohne Angabe seines Namens, brachten die verschiedenen Wiener Iour> nale seiner Zeit; einen patriotischen Auf» ruf gleichfalls ohne Namen veröffentlichte er im Jahre 1809 und einen ähnlichen im Jahre 1813. Und im Jahre 1832 erschien im „Archiv für österreichische Ge< schichte" von L. ein Aufsah über den siebenten Band der allgemeinen Geschichte von Rotteck. Im Jahre 1846. damals schon 77 Jahre cilt. mochte er noch am Leben gewesen sein, denn in diesem Jahre tritt eine kleine Militarstiftung L.'s in's Leben, in welcher er eine vierpercen» tige verloste Staatsschuldverschreibung im Betrage von 330 st. zu dem Zwecke widmet, daß die entfallenden Interessen einem Invaliden aus dem Teschner Kreise als Zulage zugewiesen werden. Annalen der österreichischen Literatur. Her« ausgegeben von einer Gesellschaft inländi< scher Gelehrten (Wien, Anton Doll, 4«.) I I . Bd. (1802). Intelligenzblatt des Monats August, Sp. 69. — Mil i tär-Schematis- muS des österreichischen Kaiserthums (Wien, 8°.) 1837, S. 940. Nr. 67. — Oesterrei. chische National<Encyklopä die von Gräffer und Czikann (Wien 1835. 8«.) Bd. I I I , S. 386. Noch sind einige andere Personen des Namens Lehm ann bemerkenswerth: 1. Kaspar Lehmann. Ueber diesen erhalten wir von Sandrar t spärliche Nachrichten. L. lebte in der zweiten Hälfte des 16. und zu Anfang des 47. Jahrhunderts, hie und da wird 1570 als sein Geburtsjahr bezeichnet. Er arbeitete um die Jahre 1603—1609 zu Prag, wo er als Kammerdiener in Diensten des Kaisers Rudolph I I . stand. 3. war ein berühmter Edelsteinschneioer und hat von seinem Kaiser für die von ihm erfundene Weise des Glas» und Krystallschneidens ein Privilegium erhal' ten. Nach Einigen wäre zunächst ihm die Pfiege dieses Kunstzweiges in den böbmischen Glasfabriken zu verdanken. L.'s Arbeiten wer- den in den berühmtesten Schatz- und Kunst' - kammern ausbewahrt. sSandrart(Joachim von), Teutsche Academie der Edlen Vau«, Bild« und Malerei'Künste (Nürnberg 1673, Fol.) Theil I I , S. 345. - Frankl (3. A. Dr.). Sonntagsblätter (Wien, 8".) I. Jahrg. (1842), S. 518. — Großes vollständi- ges (sogenanntes Zedler'sches) Univer- sal-Lexikon (Halle und Leipzig. Johann Heinr. Zedler. kl. Fol.) Bd. XVI, Sp. 1427. — Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemei- nes historisches Äünstler«2exikon für Böhmen... (Prag 1815. G. Hanse, 4«.) Bd. I I , Sp. l90. — Nassler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler-Lenkon (München 1839. Fleischniann, 8«.) Bd. VI I , S. 401.) — 2. Katinka (Katharina) Lehmann, eine geborne Wie- nerin und Frau des Decorationsmalers Moriz 3. ss. d. Nr. 4). Selbst Malerin. lebt und arbeitet sie. geschieden von ihrem Manne, in Wien. Schon im Jahre 1832 war in der September «Ausstellung das Bild von ihr: „Drahtbindec aus dem Arvaer Comirate" (80 fl.) zu sehen; mehrere Jahre später, im April 1856. ein „Studienkopf", ein Kind dar» stellend (100 fi.), dann folgten zeitweise — jedoch sehr selten — noch manche Arbeiten, und zwar im December 1339: „Rococodame" (130 fl.); — im Jänner 186«.- „ein Porträt" und im Februar 1861 das Genrebild: „Schul« mädchen" (138 fl.). Katinka Lehmann, die hie und da auch Leman geschrieben erscheint, malt Porträte, Heiligenbilder, Genre« stücke u. dgl, m., und ist vorzugsweise im Atelier des Wiener Historienmalers Schi!« cher beschäftigt. ^Kataloge der Monats- auSstellungen des österreichischen Kunstvereins (Wien. 8o.) Jahrgang 1853, August Nr. 24; 1856. April Nr. 21; 186«. Jänner Nr. 51. und 1881. Februar Nr. 30.) - 3^° Michael Theophil L. (geb. zu Leipa in Böhmen 1«. December 1611, gest. zu Ziitau 11. August 1663). Sohn des Theophil 3.. der gleich« falls aus Leipa in Böhmen gebürtig war und als Prediger zu Freiberg in Sachsen (1632> starb. Der Sohn Michael Theo. phi l führte ein bewegtes Leben, war 1634 Prediger Zu Speyer. im folgenden Jahre zu Mannheim, 1636 Professor der Poesie und clas- sischen Sprachen am Gymnasium zu Frankfurt a. M., dann durch mehrere Jahre Felopre- diger bei der schwedischen Armee, später Pastoratsvicar an der Nikolaikirche in Ham- burg, 1648 gräflich Mansfeldischer Hofpre« diger und Superintendent zu Schraplau. kam dann im folgenden Jahre als Pastor nach Zittau, wo er schon im Jahre t632
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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