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LehocKy 347 Lehoyky
6 Schimmeln bespannten Kutsche) als
reicher Mann in den Schooß seiner Fami-
Ue zurück. Im Jahre 4763 zog L. sich
von allen Geschäften zurück und alle
Vorstellungen der angesehensten Männer
waren nicht im Stande, ihn von seinem
Vorhaben abzubringen. „Es ist besser,
sagte er dann. man trennt sich selbst von
den Geschäften, ehe sich diese von unserem
Alter und unseren Gebrechen trennen."
Im Jahre 1764 übersiedelte er von Pesth
nach Preßburg, wo er in aller Zurückge»
zogenheit lebte, aber häustg aufgesucht,
es niemals unterließ, den gesuchten Rath
zu ertheilen. Schriftstellerisch ist 3. nicht
thätig gewesen, jedoch will man wissen,
daß er — aber nicht in Hinblick auf eine
Veröffentlichung — eine „O^iwLurii 1s-
Fum" gearbeitet habe, die spater von
Anderen vermehrt und verändert heraus«
gegeben worden. Sollte es etwa die
„O^nosura Hipartita«7uri3 unAaris'.i äs
rsduS) ÄotionibuL ot psrsolUL stc."
sein, welche in zwei Theilen zu Erlau
im Jahre 1749 (4".) erschienen ist und
als deren Herausgeber Johann B. Sze«
gedy bezeichnet wird? — Sein Sohn
Andreas (geb. zu Preßburg 1741), aus
der Ehe mit einer Tochter des Preßburger
Edelmannes M i kos, trat in die Fuß-
stapfen seines Vaters und hat sich als
Genealog bekannt gemacht. Nachdem
Andreas zu Preßburg die evangelischen
Schulen besucht und zu Debreczin seine
Studien beendet, wurde er im I . 1782
Armen-Advocat bei der königlichen Ge«
ricktstafel und im Jahre 1783 Assessor bei
der Tyrncmer Gerichtstafel, welche Stelle
er bis an seinen Tod bekleidete, der ihn
plötzlich in der Nacht vom 22. zum
23. April 1813 ereilte. Von ihm ist
ein noch heut geschätztes genealogisches
Werk über Ungarn erschienen unter dem
Titel: „ 8onii 1786-1798,4o.); dasWerkbesteht
aus 2 Bänden: der erste in 236 S. und
einem
in 100 S., der zweite in 470 S.
Ein dritter ist Handschrift geblieben.
Außerdem schrieb er einen „
eäitio, kosonii 1803, 8".), wovon die
erste Ausgabe als Anhang zu Alexander
Kubinyi's „Vnokiriäion I^exioi^ 'uris
inol^ti RkFni HunF2ri3.e" zu Preßburg
im Jahre 1798 erschienen ist.
17X6—4790, 30.), im ersten Bande als ^psu -
äix (p. 271—293) steht: „?o8tbuma rusmo-
Ungarischer Plutarch oder Biographien
merkwürdiger Personen des Königreichs Un»
gärn. Aus authentischen Quellen geschöpft
und . . . dargestellt uon Carl Vincenz K5<
lesy und Jakob Melzer (Pesth 1816. Eggen«
berger, 8<>.) Bd. I I I , S. 107. —
Icsl es nem2skr6lläl täoläkkai, d. i. Die
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm«
tafeln (Pesth 1860, Moriz Räth. s°.) Bd. VI I ,
S. 77 u. 209. — Der obige Daniel Le<
hoczky ist nicht zu verwechseln mit einem
anderen, der mit dem Obigen den gleichen
Tauf» und Familiennamen führt. Dieser
zweite Daniel Lehoczky (geb. zu Neusohl
im Jahre 1739) besuchte die Schulen zu
Neusohl, dann jene zu Preßburg und De»
breczin, worauf er wieder nach Preßburg
zurückkehrte und dort die theologischen Stu«
dien beendete. Er reiste nun in das Ausland,
wo er auf der Hochschule zu Jena 1782
seine Studien fortsetzte, bis er im Jahre 1?84
in sein Vaterland zurück berufen wurde, um
das Pastorat an oer neu errichteten Kirche
zu Obermieöin zu übernehmen. Er hat fol-
gende Schrift herausgegeben: ^u ikH 0 niou-
ärsm krogtanLkvin v^oiiovän! ältek", d. i.
Das Buch von der weisen christlichen
Kindererziehung (PreHourg 1786. 8».). ein
Erziehungsbuch, das sehr geschätzt wiro.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon