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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 323 -
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Seite - 323 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Lercher 323 Leicher 3. die Decorationen malte. Der Auf< führung des Stückes wohnte der Malei Franz Schaffer, ein Schüler Brand's Md. I I , S. 140) und Kupehky'S ^Bd. XIII) S. 396) bei. Diesem fielen die Decorationen auf und er wollte gar nicht glauben, daß sie ein vierzehnjähriger Junge gemalt habe. 3. erzählte nun dem Maler Schaffer, welche Liebe zur Kunst er habe und daß fein Vater nichts davon wissen wolle. Da übernahm es denn Schaffer, den Vater Zeich er's umzustimmen, und in der That bewog er ihn endlich dahin, daß er ihm den talent» vollen Jungen zur Ausbildung in der Kunst anvertraute. Vier Jahre lernte nun 3. bei Schaff er, als aber dieser im Jahre 1749 starb, blieb 3. sich selbst überlassen. Bald hatte aber 3. einen Entschluß gefaßt. Er ging nach Wien, wo er die Akademie der bildenden Künste besuchte und insbesondere bemüht war, sich in der Zeichnung nach tüchtigen Mustern auszubilden. Einzelne Arbeiten, die er vollendete, richteten bald die Auf. merksamkeit auf den geschickten Künstler, die Bestellungen mehrten sich und L. wählte nun Wien zu seinem bleibenden Aufenthalt. Vornehmlich malte 3. Altar- blätter, und die Zahl der bekannten Nil» der 3.'s ist nicht gering. Es sind in der Piaristmkirche zu Wien: „Nie Frennbschütt Christi" und „Ner Hj. Iazesill nun Alllllgüiq". zwei große Altarblätter; — „Nie H.GHe- resill in himmlischer Verzückung", auch ein Altarblatt', — „Nie h. Onadmmutter" und „Nie h. Familie", beide in der Pfarrkirche zu Misteck; — „Ner H. Vitns", in der Pfarrkirche zu Groß in Niederösterreich V. U. M. B.; — das Hochaltarblatt in der M'mor'ltenkirche zu St. Johann in Brunn; — zwei Seitenaltarblätter zu Königsfeld im Brünner Kreise; — sammt- liche Altarblätter in der Kirche zu Mute- nitz ebenda; — drei Altarblätter in der Kirche zu Topolan ebenda; — sieben Altarblätter in der Kirche zu Fulnek im Prerauer Kreise; — gemeinschaftlich mit Maulbertsch sechs Warblätter in der St. Iohanneskirche zu Nikolsburg im Brünner Kreise; — das Hochaltardlatt in der Kirche zu Giersig im Olmützer Kreise; — zwei Altarblätter in der Kirche zu Klosterbruck; — mehrere in der Piaristenkirche zu Leitomischl in Böhmen; — zwei bei den Augustinern zu Bellovar in Kroatien; — vier in der Minoriten« kirche auf dem Libanon in Syrien, über. dieß deren in mehreren Kirchen zu Kons- kau und Troppau in Schlesien, zu Krakau u. s. w. Sein Todesjahr ist nicht bekannt. Nach Nagler starb er um das Jahr 1793; nach Tschischka aber hätte er noch im Jahre 1811 in Wien gelebt und wäre somit damals ein 84jähriger Greis gewesen. Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst, herausg. von Dr. A. Schmidt (Wien, 40.) I. Jahrg. (1844). S. 607. in Dudik's Aufsatze: „Die Kunstschätze der Malerei in Mähren". — Dlabacz (Gottfr. Ioh.). Allge- meines historisches Künstler-Ierikon für Böh» men und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1613, kl. 4°.) Bd. I I , Sp. 191. — Meusel (Ioh. Georg), Teutsches Künstler« Lexikon (Lemgo. 8".) Zweite Ausgabe (1808), Bd. I , S. 560 u. 36l. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler < Lerikon (München 1838, Fleischmann. 8°.) Bd. VII , S. 403. — (De Luca) Das gelehrte Oester» reich. Ein Versuch (Wien 1778. I . Th. Edl. v. Trattnern, 8°.) I. Bds. 2. Stück, S. 32ü. — Tsch i sch ka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, . Fr. Beck. gr. 8".) S. 20, 21. 91, 373. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begon» nen von Prof. Fr. Mül ler, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860, Eb« nev u. Seuberi, gr. 8".) Bd. I I , S. 5?1. — Es gibt noch mehrere Künstler des Namens Leich er; so war 1. ein Andreas L eich er, der zu Ende des vorigen Jahrhunderts in Wien lebte, ein geschickter Kupferstecher. Für 215
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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