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Feidl 326 Leimngen
er sich
das Ritterkreuz des Leopold-Ordens.
Leidl war mit seiner Batterie in der
Kavallerie»Brigade Ludwig eingetheilt.
Diese war zwischen dem Acserwalde und
der Pußta Harkoly aufgestellt, mit deren
Vertheidigung das Regiment Nassau be
traut war. Die Brigade Ludwig wurde
von einer feindlichen, 30 Schwadronen
starken Cavallerie.Divifion heftig ange«
griffen. Die feindliche Cavallerie, immer
hartnäckiger werdend, drohte bereits durch-
zubrechen, aber Leidl mit dem gutgeziel-
ten Feuer seiner Batterie hielt die feind-
liche Uebermacht so lange im Schach, bis
das Regiment Nassau von der Brigade
Benedek, welche aus dem Regimente
Hoch« und Deutschmeister, dem 12. Jäger«
Bataillon und dem 8.Uhlanen«Regimente
bestand, abgelöst, und dadurch der Feind
nach allen Seiten geworfen wurde. Mit
Allerh. Entschließung vom 1. September
1849 erhielt 3. für diese Waffenthat den
Leopold'Orden. Im Jahre 1833 wurde
3. in den erblichen Ritterstand mit dem
Prädicate von Kapellenfeld erhoben.
AuS seiner Ehe (seit 3. April 1831) mit
Emilie von Rudhazy hinterließ 3.
zwei Söhne und eine Tochter.
Rit terstands'Dip lom vom 58. October
1835. — Hirtenfeld (I.), Oesterreichischer
Militär.Kalendcr (Wien. 8°.) XI I I . Jahrg.
(1862). S.171. —Oesterreichischer So l .
datenfreund (Wien, 4".) 1849, S. 339. —
Mi l i tä r «Zeitung. Herausgegeben von I<
Hirtenfeld (Wien, 4°.) Jahrg. 1861, S. 318
u. 333. — Wappen. Ein schräggevierteter
Schild. Oben in Blau fünf goldene Sterne,
drei über zwei, unten in Blau auf grünem
Boden eine in Fronte gestellte Capelle von
natürlichem Gestein und gothischer Bauart,
mit geschlossener Pforte, einem Mittel» und
zwei Seitenthürmen. Rechts in Gold ein aus-
gebreiteter schwarzer Adler mit ausgeschlage-
ner rother Zunge, einwärts schauend; links
von Silber und Noth sechsfach in die Länge
gestreift. Auf dem Schilde ruhen zwei zueinan»
. dergekehrte gekrönte Turnierhelme. Aus der
Krone jedes Helms wächst ein goldener Löwe mit ausgeworfener rother Zunge, einwärts«
gekehrt, in der rechten Pranke ein Schwert
an goldenem Griffe schwingend. Die Helm-
decken sind rechts blau mit Gold, links roth
mit Silber belegt.
Leiduer, Katharina, siehe: Nergob-
zoomer, Johann Baptist M . I, S. 317
(im Textes.
Leiuburg, Gottfried, siehe: Littgen-
dorf von Lemlurg.
LeiuntgeN'Westerlurg, Au g u
st Georg
Graf (k. k. Feldmarschall-Lieute.
nant und Ritter des Maria Theresten«
Ordens, geb. zu Grünstadt im baye»
rischen Rheinkreise 19. Februar 1770,
gest. zu Wien 9. October 1849). Ein
Sohn des Grafen Karl Gustav (gest.
1798) aus dessen Ehe mit Philipp ine
Augusta Gräsin Salm»Horstmar
(gest. 1792). Graf August Georg, der
einem alten Geschlechte s^iehe S. 328 die
Quellens entstammt, welches dem Hause
Oesterreich manchen ausgezeichneten Krie-
ger gegeben, ist ein Bruder des Grafen
Christian Ludwig s^. d. S. 331^. Der
Graf diente in seiner Jugend zuerst im
holländischen Heere, in welchem er in den
Jahren 1785—1787Oberlieutenant war,
und in den Jahren 1789—1791 im fran«
zösischen als Lieutenant. Die Revolution
veranlaßte ihn, aus der Armee zu treten,
und er nahm nun Dienste in der öster«
reichischen Armee, in welcher er als Cadet
bei Le Loup'Iägern eintrat. Nach wenigen
Monaten schon, im November 1792,
wurde I. Fähnrich bei Clerfayt«Infanterie
Nr. 9 und im Jahre 1797 Lieutenant bei
Callenberg-Infanterie Nr. 34. Bei der
Uebergabe von Namur im Jahre 1792
wurde er Kriegsgefangener und als Geißel
nach Paris geführt, wo er sich aber
selbst ranzionirte. In's Regiment zurück-
gekehrt, machte er mit demselben die Feld«
züge gegen Frankreich bis zum Luneviller
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon