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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 335 -
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Aitenberger 338 Leitenberger fang und Leistung dieses Etablissements mögen aus folgenden beispielsweisen An» deutungen entnommen werden. Es sind in Thätigkeit: 13 Walzendruckmaschinen, meist mehrfarbig, mit 1800 Walzen 6Parrotinen; 120 Drucktische. Bei einem im Uebrigen trefflich ausgestatteten Ma- schinenwesen, über 85i) Arbeiter beschäf tigend, ist die Fabrik für die Production von täglich 1000 Stücken, 5. 30 Wiener Ellen, eingerichtet. Bei noch nicht gänzlich vollendeter Einrichtung, im Jahre 1883 wurden bereits 170.000 Stücke oder 8,300.000 Ellen Baumwolldruckwaaren verschiedener Feinheitsgattungen und Mousseline de laine, dann 100.000 Dutzend Iaconnets» und Kattun.Tüchel erzeugt. So bei Leitenberger's Tode 1834. Seinem großartigen Sinne im Schaffen entsprach auch eine seltene Reg» samkeit im Fortschreiten und Verbessern. Jede neue Erfindung, jede Vervollkommn nung imGesammtbereiche derFabrication war er bemüht, Hieher zu verpflanzen, kein Opfer war ihm dafür zu groß, wie er auch alljährlich bedeutende Summen dafür verwendete, um die vorzüglichsten Leistungen auch ausländischer Zeichen» künstler für Veredlung des einheimischen Geschmackes zum Gemeingute zu machen. Die Mühen dieses Strebens wurden aber auch durch die günstigsten materiellen Erfolge gekrönt. Für die Erhaltung und Fortsetzung seiner Schöpfungen hatte Leitenberger die Anordnungen ge« troffen, daß er, da er unverheirathet war, seinen Neffen Friedrich Leitender» ger zum Erben einsehte, und während dessen Minderjährigkeit seinen bewährten Freund Herrn Joseph Wängler zum Leiter des Ganzen berief. Dieser Rückblick auf die Wirksamkeit Leitenberge r's in feinem Berufe als Industrieller erhält einen schönen Abschluß durch Bezeichnung seines Verhaltens zu seinen Arbeitern, indem er in gerechter, Menschenfreund» licher, schonender Behandlung seiner Ar< beiter ein leuchtendes Muster für seine Genossen war. Noch bei seinem Tode schwebte ihm die Linderung der Noth seiner Arbeiter vor Augen und er bedachte ste alle. über 830 an der Zahl, durch das Legat eines vollen Monatsverdienstes. Die Verdienste L.'s um seinen Indu» striezweig haben im Nachbarlande Sach» sen, mit dessen Verdienstorden er aus» gezeichnet war, Anerkennung gefunden. 3. war Mitglied der Reich enberger Han- delskammer und vieler Bildungs« und Wohlthätigkeitsvereine. 3. erhielt auf den Ausstellungen in Wien 1833. 1839 und 1843 goldene Medaillen; die Preis- Medaille in London 1831, die große Denkmünze in München 1834 und die Medaille 1. Classe in Paris 1855. und im Berichte der Jury heißt es: „I^s^ur^ P6NL6 <M 168 quaiitss LP6- Iss xroäuitL äy Kreuzberg (K. I. Dr.). Friedrich Leitender, ger, sein Leben und Wirken. Nekrologische Skizze, verfaßt im Auftrage des Vereins zur Ermunterung des Gewerbsgeistes in Böhmen und vorgetragen in dessen Iahresversamm» lung am 17. April 1855 (Prag 1855. Rohliczek, gr. 8".) W auch in den Verhandlungen der Jahresversammlung abgedruckt^ . — Tages» böte aus Böhmen (Prager polit. Blatt) 1835. Beilage zu Nr. 108. — Slovnik nauöu^. Rsäaktor Dr. ^rant. I^ää. Nis- 3sr, d. i. Conversations'Lerikon. Redigirt von Oi. Franz Lad. Rieger (Prag 1839, I. L. Kober. Lex. 8°.) Bd IV, S. 12l4. - Presse (Wiener polit. Journal) 1835. — Bericht über die allgemeine Agrikultur und Industrie-Ausstellung zu Paris im Jahre 1833. Nach den Arbeiten und Materialien der österreichischen Berichterstatter und Jury« Mitglieder u. s. w., von Dr. Eberhard A. Ionäk (Wien 1831—1858, Staatsdruclerei.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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