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337 Leitennayer
besitzt von seiner Hand zwei vortreffliche
Porträte, jenes des ehemaligen Regie-
rungsprasidenten Graf Johann Franz
Spaur, seines Macens, und der Ge-
malin desselben, Maximi l iana ge»
bornen Gräfin Trapp. Auf letzterem
befindet sich auch das Bildniß deS Kunst-
lers, er blickt, eine Reißfeder in der Hand
haltend, hinter einem Vorhange verstohlen
hervor. 3. hat auch einige akademische
Figuren radirt, welche die Unterschrift
.^nt. I^iäknLtorl inv. 6t iso.
tragen: ein Bild der h. Madonna
(4".), einen „stehenden männlichen Akt"
und einen „sitzenden männlichen Akt"
(beide in Folio). Diese Radirungen wer«
den von Kennern sehr gerühmt.
Leitcnstorf erscheint in der verschiedenartig«
sten Schreibweise, wodurch feine Stelle im
Alphabet der Rainen vielseitig wechselt, und
zwar bald als Lcidensdorf, Leiienstorf
— welcher Schreibart er sich auf seinen
Kupferstichen bediente — Leutensdorf,
Leutenstorfer und Leyienstorfer. —
Der Adler (Wiener Journal), herausgege-
ben von Dr. Groß ' Hof fing er (gr. 4<>.)
Jahrg. i867, S. i l? snach diesem gest. im
Jahre i?98). — Staff ler (Johann Jacob),
Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topo»
graphisch mit geschichtlichen Bemerkungen
(Innsbruck 1847. Fclic. Rauch. 8«.) Bd. I,
S. 291 Z^nach diesem gest. im Jahre 1795). —
Tirolisches Künstler<Le^ikon (Inns-
bruck 1830, Felician Rauch. 8«.) S. l47. —
Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum
in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien
ts36. Fr. Beck. gr. 8«.) 3.l3l. löd. 573 snach
diesem gleichfalls im Jahre 1793 und zwar zu
Innsbruck gestorben). — Nagler (G. K.
Dr.), Neues allgemeineö Künstler«Lerikon
(München 1888, E. A. Ueischmann. 8<>.)
Bd. VI I , S. 409.
Leitermayer, Michael (Tonkunst,
ler, geb. zu Wien 21. April 1799).
Die musikalische Ausbildung, nach ver»
schiedenen Richtungen, als im Gesänge
in Violin-, Guitarre» und Violoncellspiele
erhielt er von seinem in der Tonkunst
v. Wurzbach. biogr. Lerikon. XIV wohlbewanderten Vater. Erst 17 Jahre
alt, machte 3. bereits einen Kunstausftug
durch Steiermark, Kärnthen, Kcain und
dehnte ihn nach Oberitalien aus, überall
mit Erfolg auftretend. Nach seiner Rück«
kehr wurde 3. als erster Violinist auf dem
Chöre der Pfarrkirche in Lichtenthal an-
gestellt. Eben zu dieser Zeit brachte Franz
Schubert seine ersten religiösen Compo.
sitionen in dieser Kirche zur Aufführung.
Im Jahre 1818 kam 3. als Musikdirector
zum Iosephstädter Theater, wurde aber,
da er einen schönen Tenor sang, auch im
Chöre und in kleinen Solopartien ver-
wendet und ertheilte nebstbei in der mit
diesem Theater verbundenen Musikschule
Unterricht im Violinspiele. Im Jahre
1827 wurde er Chorregent an der Pfarr«
kirche in der Alservorstadt, und nun
errichtete er eine eigene Sing- und Mufik-
lehr-Anstalt und wurde zugleich Mitbe«
grimder eines Kirchenmusik-Vereins. Im
Jahre 1834 wurde er auch noch Sing»
meister im Iosephstädter Theater. L. hat
anerkannte Meisterwerke in Kirche und
Concert zur Aufführung gebracht und sich
dadurch um Förderung der Musik und
Pflege derselben in ihrer edelsten Rich-
tung verdient gemacht. Ob er auch com»
ponirt, ist nicht bekannt. — Ein Alcxcm-
der 3., vielleicht ein Sohn oder naher
Verwandter des Michael 3., war im
I . 1330 Capellmeister im 2. Linien-In-
scmterie-Regimmie Kaiser Alexander. Er
spielte meisterhaft auf der Clarinette und
Physharmonika und war überhaupt ein
gründlich gebildeter Musicus; seit einigen
Jahren befindet er sich m Wien. Auch
als Compofiteur hat er sich
versucht, und
bereits mehrere Kompositionen veröffent-
licht: im Jahre 1830 den „H^nan-
March"; — im Jahre 1862 den „Fett-
marsch M Vllllnmlieilie Hc5 Mi
cin2 „Niedrr5ilin" am 9. Ingnät
'. 2t). Scpt <86ä.z 22
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon