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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 342 -
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Leitner 342 Leitner meinen deutschen Adels'Lerikon.) — 4. Jo- seph Leithner. lebte zu Ende des 13. Jahr» Hunderts als Arcanist in der k. k. Porcellan fabrik zu Wien und hat im Jahre 1793. also vor Thsnard, das sogenannte Kobalt blau. welches nach ihm den Namen Leithner« blau führte, erfunden. Dieses Blau zeichnet sich von dem Thsnard'schen dadurch aus. daß es wie in der Oelmalerei so auch in der Schmelzmalerei anwendbar ist, zu welcher letzteren Thsnard'S Blau, da es schwarz wird, nicht taugt. Oeeß (Stephan Ritter u.) und Blumenbach (W. C. W.). Systema tische Darstellung der neuesten Fortschritte in den Gewerben und Manufacturen und des gegenwärtigen Zustandes derselben (Wien 1830, Gerold, 80.) Bd. I I , S. 74ß.) Leitner. Alois Vincenz Florian (Schriftsteller, geb. zu Gratz 4. Mai 1767, gest. ebenda 22. Februar 1818). Entstammt einer alten bereits im Jahre 1631 in den rittermäßigen Adel erhobenen Familie in Steiermark ftergl. die Quellens. Alois Vincenz Florian ist ein Sohn des Cajetan Ignaz von L.. Hauptstadtcasfiers in Gratz. Er stand durch viele Jahre den sämmtlichen Ver» sorgungsanstalten seiner Vaterstadt als Verwalter vor, und besorgte dieses aus- gebreitete verantwortungsvolle Geschäft zu so vorzüglicher Zufriedenheit, daß er er 1817 als k. k. Gubernial-Registraturs- director zur Landesstelle befördert wurde, in welcher er aber schon im folgenden Jahre einer Lungenkrankheit erlag. Von seiner literarischen Thätigkeit ist beson« ders hervorzuheben, daß er, sein später genannter Bruder Cajetan von 3. und der k. k. Rechnungsrath Martin Rot- tensteiner es1796 zuerst unternahmen. mit der Gratzer Zeitung ein literarisches Wochenblatt, den „Sonnabends.Anhang" zu verbinden. Dieser Vorlaufer des spä> teren „Aufmerksamen", der „Styria" u. s. w. behandelte Oekonomie, Technologie, Länder» und Völkerkunde, Literatur und Kunst; und Alois vonL. lieferte für selben mit Nottensteiner die ästhetische Be> urtheilung aller in Gratz aufgeführten dramatischen Producte. Außerdem ver» suchte er sich auf poetischem Gebiete; aber seine Poesien, deren mehrere in den „Früchten vaterländischer Musen" (Gratz 1789 und 1790, bei Leykam) unter der Chiffre H.. 1^., einige aber, wie z. B. ein wahre Begeisterung athmender Kampf- aufruf im Jahre 1809, in einzelnen Flug» blättern gedruckt erschienen, wurden jedoch nie gesammelt und nur Reste davon sollen sich noch in Verwahrung der Familie be< finden; ein dreiactiger Operntext: „Rom« Hilde oder der Untergang Friauls" aber nach seinem Tode ganz verloren gegan- gen sein. Ritterstands-Diplom vom 14. Nov. 1831. — Wink lern (Ioh.B.v.), Biographische und literarische Nachrichten von den Schriftstellern und Künstlern, welche in dem Herzogthume Steyermark geboren sind u. f. w. (Gratz I8iv, Franz Ferstl. kl. 8«.) S. 11? u. 162. — War. t ing er (I.), Geschichte von Steiermark (Grätz 1813. Fr. Ferstl, 8".) S. 166 u. 157. — Zur Genealogie der Familie Leitner. Die Leit» ner stammen von einer im Jahre 1631 in den rittermäßigen Adel erhobenen Familie aus der Gegend von Murau in Obersteier- mark. Dieser Adel wurde mit Decret vom 24. April 1793 anerkannt. Mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juni 1831 wurde aber den sieben Söhnen der drei Brüder Alois Vincenz Florian ss. d. Obigen^, Cajetan Franz ls. d. S. 343^ und Christian, und zwar dem Joseph Cajetan, Ludwig und August als Söhnen des Ersteren; dem Karl Gottfr ied ss. d. S. 34^ und Wi l ' Helm als Söhnen des Zweiten, und dem Joseph Anton und AlbinuS als Söhnen des Dritten, der Ritterstand des österreichi. schen Kaiserstaates verliehen und darüber ääo. Wien 14. November 1831 das Ritter. stands-Diplom ausgefertigt. — Wappen. Ein roth und schwarz gevierteter Schild mit einem silbernen Mittelschilde. Im oberen rech- ten und unteren linken rothen Felde erscheint eine silberne Lilie, im oberen linken und unteren rechten schwarzen Felde aber ein rechtsgekehrter aufsteigender gekrönter golde» ner Löwe. Der silberne Mittelschild zeigt eine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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