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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 353 -
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Anroch 383 Femoch emsigste Naturstudium zu großer Meister schaft herangebildet. So begann er zuerst kleinere, dann größere Stücke in Wachs nachzubilden und hatte es allmälig zu einer großen Sammlung von Schmetter- lingen, Raupen, Insecten und Naturalien aller Art gebracht, endlich auch mehrere nette Bilder auf Spinngeweben ausge. führt und im.Mai 1797 sein Cabinet künstlich von eigener Hand gebildeter Naturgegenftande öffentlich aufgestellt. Nun machte er mit seinen Arbeiten eine Reise durch Deutschland, Holland, Preu- ßen. Oesterreich, erhielt überall Aufträge zu Wachsboffirungen, welche er mit großer Gescdicklichkeit ausführte und deren viele in den bedeutenderen Naturaliencabineten. u. a. auch in Wien und in Leopoldskron bei Salzburg aufbewahrt werden. I n Dr. Storch's „Skizzen" wird er auch als ein bedeutender Naturforscher ge- rühmt und bemerkt, daß er insbesondere ein großer Meister im Nachbilden von Schwämmen war. Sein Naturalien« cabinet enthielt kostbare Stücke aller Art. 3. starb im Ater von 38 Jahren auf einer Reise, als er sich eben zu Stadt Steyer in Oberösterreich befand. Was aus seinem werthvollen Kunst« und Natura» liencabinet geworden, ist nicht bekannt. Storch (Franz Klsä. Dr.), Skizzen zu einer naturhistorischen Topographie des Herzogthums Salzburg (Salzburg 188?. Mayr. so.) S. 8. in Heinrich Reitzenbeck's „Geschichte der botanischen Forschungen in Salzburg". — Pi l lwein (Benedict), Biographische Schil« derungen oder Lexikon Salzburgifcher. theils verstorbener, theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg 1821. Mayr. kl. 8".) S. 131. - Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 18^6, Fr. Beck. gr. 8«.) S. 373. - Nagler (G. K. Di-.). Neues allgemeines Künstler»Lerikon (München 1838, 8".) Bd. VI I , S. 420. Lemoch, Vincenz (Tonseher, geb. zu Networzic in Böhmen 7. Februar o. Wurzbach, biogr. Lexikon. XIV. sGedr. 4792). Sein Vater war Schullehrer und ertheilte seinem Sohne selbst den ersten Unterricht in der Musik, dann schickte er ihn zur weiteren Ausbildung nach Prag, wo St iasny sein Lehrer wurde und er auch sonst viel mit namhaften Künstlern verkehrte. Er erhielt nun eine Organisten- stelle am Kloster St. Margaretha in Prag, kam später als Privatlehrer nach Polen und hielt sich als solcher längere Zeit bei einer gräflichen Familie in 3em- berg auf. I n Krzemeniec lernte ihn die berühmte Catalani kennen, bei der er einige Male als Accompagnist zu ihren Vorträgen mitwirkte. Sein Spiel, in welchem er genau auf die Bravour der großen Sängerin Acht hatte, und seine Begleitung so geschickt einzurichten wußte, daß der Gesang der Künstlerin eher dadurch gehoben als beeinträchtigt wurde, sagte der Sängerin so zu, daß sie ihm den Antrag stellte, sie als Accompagnist auf ihren Kimstreifen zu begleiten, den 3. auch annahm. Spater begab er sich nach Wien, wo er bei Sal ier i Unterricht im Contrapuncte nahm, 1824 reiste er nach Moskau, wo er viele Jahre als sehr ge> suchter Musiklehrer thätig war und noch zur Stunde von den Renten eines durch seinen Fleiß erworbenen Vermögens zu« rückgezogen lebt. L. war auch Componift. Schil l ing (G. vi-.), Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard, gr. 8".) S. 208. — Noch sind drei Brüder des obigen Vincenz Lemoch erwähnenswerth, u. z.: 1. Ignaz 3. (geb. zu Networzic in Böhmen 7. April 5802). Lebt zu Lemberg als Professor der Mathematik an der dortigen Hochschule. Gr hat im Jahre 1849 ein Lehrbuch der praktischen Geometrie herausgegeben, das in zweiter umgearbeiteter und vermehrter Auflage unter dem Titel: „Lehr« buch der praktischen Geometrie nebst einem Anhange über die Elemente der Markscheide, kunst". 2 Theile, mit 444 in den Tert ringe« druckten Holzschnitten (Wien 1837, Braumül« ler, gr. 8v.) erschienen ist. Ignaz ist über» dieß auch ein tüchtiger Musicus und hat 23. Sept. 1863.) 23
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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