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Lenhardt 338 - Lenhossek.
Quedlinburg, wo er sich bleibend nieder«
ließ und seine ärztliche Praxis ausübte,
sich aber ebenso durchweinen Gesundheits-
trank für Schwangere als durch seine
literarischen Streitigkeiten mit verschie«
denen Aerzten Deutschlands hinlänglich
bekannt gemacht hat. Seine im Drucke
erschienenen Schriften find:
4^.); — „ MediriniZche Wn^rheiten nnti Grz'äh-
lnngen znm Nnterricht und Vergnügen bei massigen
stunden". Erste Prise (sio) (Dessau 1782,
8«.); zweite Prise (ebd. 1783, 8".); —
„Nenmadige Pürgirpillen tiir die beiden medici-
nische, n O-uiiKer, den Herrn Hafrath Airgler zn
Quedlinburg und den Herrn Hatrath Fritz zn
Halberstlldt". Erste Dosis (Dessau 1782,
8".); — „Sendschreiben oder VechnachtZge-
schenk an den Vertasser uun Nrant und Mben,
Kranz den Ziebenten, Magister nnd Pastor zn
Gstrnn" (Dessau und Leipzig 4788, 8«.);
— „Arzneien uhne Masqne". Zwei Bände
(Leipzig 1781 und 1787, 8".); —
„Gesammelte histansch-medicinische «Schritten".
Drei Bande (Quedlinburg 1790, 8«.),
enthält die „medicinischen Wahrheiten"
„die Purgirpillen" und „das Sendschrei-
ben an Kranz"; — „Glückwunsch an die
protestantisch-nngarische Nation zn der uan Aa>
pllld dem Weisen erhaltenen Neligillnsfreiheit"
(Halle 1791, gr. 8".); — „Gin Wart an
die Völker Gnrnpa'5 über den plötzlich ertalgten
Cud Zr. Majestät des Kaisers Allpold des
^uilqten" (Gotha 1792, 8«.). Anläßlich
des oben erwähnten Gesundheitstrankes
für Schwangere erschien von einem Er.
Laune, unter welchem Namen ein G.
W. Sponitzer versteckt ist, die Schrift:
„Des Herrn Lenhardt Gesundheitstrank,
das größte Wunder unserer und aller
Zeiten" (Berlin 1798, 8".).
Annalen der Literatur und Kunst in dem
österreichischen Kaiserthume <Wien, Ant. Doll, 4".) Jahrgang 1809, Intelligenzblatt März.
Sp. 123; - dieselben, Jahrg. 1811 (ebd., 8°.)
Bd. IV, S. 355.
Lenhossbk, Joseph von (Arzt und
Naturforscher, geb. zu Ofen
18. März 1818). Ein Sohn des berühm-
ten ungarischen Protomedicus Michael
von 3. s^. d. Folgender^. Joseph
erhielt von seinem gelehrten Vater eine
vortreffliche Erziehung. Die Gymnasial«
ftudien beendete er theils in Ofen, theils
in Waitzen. Von früher Zeit hegte er eine
große Neigung für die Medicin, obgleich
er darin nichts weniger als mit den
Wünschen seines Vaters übereinstimmte.
Eben als Ungarn zum ersten Male von
der Cholera heimgesucht wurde, folgte er
seinem inneren Dränge und bezog zur
Betrübniß seines Vaters 4836 die Pesther
Hochschule. Als Candidat der Medicin
zog ihn vor allem anderen das Studium
der Anatomie an. Uebrigens gewann er
durch seinen Eifer alsbald die Theilnahme
der Professoren. Nachdem er das Stu»
dium beendet, erlangte er die medicinische
Doctorwürde, jene der Geburtshilfe und
Augenheilkunde. Im folgenden Jahre
ging er nach Wien, um sich unter dem
berühmten Berres M . I> S. 333) in
der Anatomie noch weiter auszubilden. Im
nächsten Jahre wurde er Assistent der
Anatomie an der Pesther Universität,
und versah diese Stelle durch neun Jahre,
innerhalb welchen er in diesem Fache zu
ungewöhnlicher Bedeutenheit gelangte.
Nun wurde er außerordentlicher Professor
der sogenannten topographischem Anato«
mie, besuchte aber zur weiteren Vervoll«
kommnung auf diesem Gebiete in einiger
Zeit wieder Wien, wo er nun unter
Hyrtl Ad.IX, S.464^, Prof.Brücke
^Bd. II) S. 169) seine Studien fortsetzte.
In Prof. Brücke's physiologischem In-
stitut stellte 3. seine bekannten mikrosko»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon