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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 359 -
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Seite - 359 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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LenhoM 339 Lenhossek pischen Beobachtungen und Entdeckungen über das Central-Nervensystem an. Die anläßlich dieser Studien von ihm selbst gearbeiteten Präparate machte er den medicinisch - anatomischen Sammlungen der Wiener Hochschule zum Geschenke, die ihrerseits wieder mit einem nicht unansehn- lichen Honorar entgegnete. Nach zwei» jährigen Studien in Wien wurde er zum Professor der Anatomie in Klausenburg ernannt. Im Jahre 1857 reiste er nach Bonn zur Versammlung der Aerzte und Naturforscher und knüpfte dort mit den ersten Gelehrten seines Faches Verbindun- gen an. Von Bonn begab er sich nach Paris, wo er durchMilne Eduards in das „Institut" eingeführt wurde. Von Paris reiste er, mit Empfehlungsbriefen ausgerüstet, nach London, wo seine Pra. parate solchen Beifall bei den Gelehrten fanden, daß sie für das große Hunter- sche anatomische Museum um 160 Pfund Sterling angekauft wurden. Von London nach Klausenburg zurückgekehrt, erwar» tete ihn dort die Auszeichnung, daß die Pariser Akademie ihm und dem fran» zösischen Gelehrten LacaseBouthiöre den Montyon-PreiS zuerkannt hatte. Nachdem er fünf Jahre die Professur in Klausenburg bekleidet, wurde er zum Pro» fefsor der deskriptiven und topographi» schen Anatomie an der Pefther Univer» sität ernannt. Von 3. sind bisher im Drucke erschienen: „Ueber den feineren Bau der sogenannten insäulIaL^inHiiL", im 13. Bande der Sitzungsberichte der k. Akademie der Wissenschaften, mathe« matisch. naturwissenschaftlicher Classe (in Wien); — „Beitrüge zur Grärternng der historischen Verhältnisse des rentwien Nerven- Systems" (Wien 4833. Gerold, mit K.. 8".), und „Neue Untersuchungen über den feineren Nlln des rentrllleu Nervensystems des Menschrn: I. lleäulla 8pimli8 nnd derm lgM."(ebd., 2. Aufl., 1338, 4o., mit 3 K. K.). Die Tafeln sind von dem leider zu früh verstorbenen Dr. E l f i nger sBd. XI, S.401^. als Zeichner, nament- lich von Caricaturen, bekannter unter dem Namen Cajetan, vortrefflich aus» geführt. H.2 or22äF Nikis, d. i. Der Reichs'Spie. gel (Pesth. 40.) Jahrg. i864, Nr. 23.- ,.Dr. kOnkoLLolc 5." ^nut lithogr. Porträts. Lenhossek, Michael von (Arzt und Fachschriftsteller, geb. zu Preß- burg 11. Mai 1773, gest. zu Ofen 12. Februar 1840). Seine erste Bildung erhielt er in seinerVaterstadt, dann begab er sich nach Wien, wo er das Studium der Medicin begann und es in Pesth voll» endete, wo er auch am 16. August 1779 die medicinische Doctorwürde erlangte. Nun stellte ihn der Cardinal «Primas Joseph Graf Bat thyani . der den talentvollen jungen Mann bereits früher kennen gelernt hatte, als ordentlichen Physicus im Graner Comitate an. Schon auf diesem Posten, in einer bedrängniß» reichen, von kriegerischen Wirren schwer heimgesuchten Zeit, bewährte sich 3. als ein Fachmann von großer Tüchtigkeit und seltener Opferfähigkeit. Als die bös» artige Typhusepidemie im Graner Mili» tärspitale bedenklich wüthete, selbst meh. rcre Aerzte schon dahingerafft hatte und immer mehr Opfer forderte, traf 3. alle nöthigen Vorkehrungen, um dem Wüthen der Seuche Einhalt zu thun und zur Rettung der von ihr Befallenen. I m . Jahre 1809 erhielt er die Lehrkanzel der Physiologie und höheren Anatomie an derPestherHochschule. Auf diesem Posten als 3ehrer und Schriftsteller thätig, er» weckte er durch seine Fachschriften die Aufmerksamkeit der gelehrten Welt, und nach einer zehnjährigen Thätigkeit an derselben. innerhalb welcher er die aka«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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