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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 372 -
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Seite - 372 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Leninlus 372 von Ungarn kämpfen wollte. Erst in spä- terer Zeit. als er jüngere Officiere sich vorgezogen sah und er es fühlte, daß er. weil er Protestant war. zurückgesetzt werde, verließ er die kaiserlichen Dienste und be- gab sich nach Bern, in die Heimat seiner Ahnen, in der Absicht, sich dort bleibend niederzulassen. Der König von Preußen aber hatte ihn nicht mehr aus den Augen gelassen. Den trefflichen Officier in 3. er- kennend, machte er ihm durch den Fürsten Leopold von Dessau neue Antrage, welcke 3. jetzt annahm und nun als Major und Flügeladjutant in preußische Dienste übertrat. <752 wurde L. Oberst- lieutenant, 1733 Oberst. 1737 General- Major und führte seit dieser Zeit bestän- dig die Leibgarde des Königs an. 3. hatte sich im siebenjährigen Kriege bei mehreren Gelegenheiten ausgezeichnet, und war einer der Wenigen, die der König in seine unmittelbare Nähe zog und seines besonderen Vertrauens wür< digte. daher er auch im 3eben desKönigS eine nicht unwichtige, aber erst in neuester Zeit historisch gewürdigte Rolle spielte. Im Jahre 4773 zog ihn der König den Verhandlungen über die Theilung Polens bei. Noch kämpfte 3. im bayerischen Erb» folgekriege, zog sich aber bald darauf ob Altersschwaä'e auf sein Gut Monrepos bei 3ausanne zurück, wo er auch im Alter von 72 Jahren starb. Die Baronie Colombier in der Grafschaft Neufchatel hatte 3. von dem Könige Friedrich I I . zum Geschenke erhalten. (Haller, Friedrich Ludwig), Leben des Gene» ral-Lirutenünts R. S. Lentulus (Bern l786. 80.). in'S Französische übersetzt von Hedel« hofer ((3-euövs st I^usauns 1787) - neue und vermehrte Ausgabe (Bern 1788, mit Porträt). — Der Feldzug in Mähren oder die Belagerung und der Entsatz von Olmütz. Von E, v. St. (Frankfurt a. M. l858. I . D. Sauerländer. 8») S. 248. Lenzi. Carlo (Ton setz er, geb. zu Azzone in der Provinz Bergamo 11. Juli 1733. gest. zu Bergamo 23. März 1803). Erhielt seine musika- lische Ausbildung in Neapel unterS al a, kehrte alsdann in seine Heimat zurück, wo er zuletzt Kapellmeister an der Kirche Santa Maria maggiore zu Bergamo wurde. Im Jahre 1800. im Alter von 63 Jahren, hatte er das Unglück, das Gesicht zu verlieren und mußte sich in Folge dessen in den Ruhestand versehen lassen. Jedoch wirkte er noch einige Zeit als Gesangslehrer fort. 3. war ein vor« trefflicher Orgelspieler, einer der aus» gezeichnetesten Kirchencomponisten des vorigen Jahrhunderts und ein geschickter und sehr gesuchter Gesangslehrer, Noz- zari. Giacomo David u. A. waren seine Schüler. Seine Kompositionen bestandenen Motetten, Neffen. Magni« ficat, Vespern u. dgl. m. und wurden nicht bloß in Italien, sondern auch in der Schweiz, in Polen, in Portugal, Deutsch- land und im damaligen Oonosit 8piri- tust zu Paris gegeben. Auch hat er mehrere gute contrapunctische Satze für die Orgel geschrieben. Er starb im Alter von 68 Jahren und sein Nachfolger als Kapellmeister bei Santa Maria maggiore in Bergamo war der berühmte Simon Mayr. Wiener allgemeine Mus ik 'Zei tung. herausg. von Aug. Schmidt. Jahrg. 1842, Nr. 36. — Neues Univ ersal <L erikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Berns» dorf (Dresden 1836. R. Schäfer, Ler. 8°.) Bd. I I , S. 745.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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