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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 377 -
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Alconiere 377 Alschinger bildenden Künste in Wien, und Bildnißmaler: lebte als solcher mehren Jahre in Ungarn, worauf er nach Wien zurückkehrte und sich daselbst mit einer durch ihre Schönheit ausgezeichneten Gärtnerstochter verheirathete. Nach weni gen Jahren glücklicher Ehe starb sein, Frau im Wiener Irrenhause. Der Herzog von Parma ernannte A. zu seinem Hof» maler. A< war sehr arm und stacb in tiefster Armuth, nachdem er seit mehre» ren Jahren verschollen war, im Wiener Spital der barmherzigen Brüder. Unge« achtet seiner Armuth fehlte es ihm nich an Humor, der aus mehreren seiner gezeichneten Kompositionen spricht, von denen einzelne durch den Stich und Steindruck vervielfältigt und, wenn Her ausgeber nicht irrt, in der Bäuerle'schen Theater-Zeitung veröffentlicht worden sind. Es sind dieß Bilder ganz eigener Art. in denen ein Begriff, eine Idee, in der Form einer menschlichen Gestalt aus verschiedenen, mit dieser Idee im engsten Zusammenhange stehenden Attributen zu sammengesetzt erscheint, z. B.: „Ein Har- tenZpieler", dessen Gestalt aus lauter musi» kalischen Instrumenten geformt ist; — „Nie Cholera", eine Frauengestalt, gebil- det aus allen beim Auftreten dieser Seuche von Aerzten und Laien aufgestellten Heil Mitteln und Präservativen, u. m. a. Ein Paar andere seiner bekannteren komischen Bilder sind: „Ner jüdische Iahrmarkwagen", auf demselben erscheint eine Gruppe vom Jahrmarkt heimkehrender Juden, Män ner, Weiber und Kinder, in carikirter Zeichnung von drastischer Wirkung; — „Nll2 getunkte Negerkind", dieses, das sich den Heiland nicht weiß denken kann. ist eben damit beschäftigt, ein Crucifix schwarz anzustreichen. Viele Bildnisse seiner Hand befinden sich im Privatbesitzer in den Ausstellungen der Akademie der bilden. den Künste in Wien in den Jahren 4820 bis 4840 waren mehrere Bilder von A. zu sehen, wie z. B. im Jahre 4834: „Nie Fee Zcitcnblll2i!"; — im Jahre 1833 mehrere vorzügliche Porträte, z. B, das des Grafen „MdiZllwZ Rzrülqi" ;u Pferde; — im Jahre 1836 : „GinFanttliengelMde"; - im Jahre 1,840 ein Genrebild.'.„Sei- 5endr", sämmtlich Arbeiten, in denen Co» lorit, naturtreue Auffassung und Tech« nik als vorzüglich gelungen ^bezeichnet wurden. Kataloge der Kunstausstellungen in der Aka« demic der bildenden Künste bei St. Anna in Wien. Jahr 1835. Nr. ts4, 233. 232, 214, <'!l3. :ll8; l83ß. Nr. 354; l8ll>. Nr. 327. — Viehnigg. Mittheilungen aus Wien sWien, 8".) Iahra. 1833. Bd. H l , S. 6l. in der Be. sprechuna der Ausstelluna des Jahres t83i>. "Alschillger, Andreas (Botaniker. geb. zu Angern bei Budweis in Böh- men 2l). November 1791. gest. zu Wien l0. Jänner 1864). Der Sohn unbemit- telter Eltern, der zur Landwirthschaft bestimmt, anfänglich die Schule zu Rosen» thal, später die zu Böhmisch-Reichenau besuchte. Im Alter von 16 Jahren kam er auf das Gymnasium nach Linz. wo er auch das Studium der Theologie begann, es aber nach drci Jahren wieder aufgab, als ihn nämlich auf einer, im Jahre lK18 durch Steiermark. Kärnthen, Krain. das lombardisch'vönetianifcheKönigreich.Tirol und das Küstenland unternommenen Er- holungsreise in Trieft Dr. Vo lp i , Di- rector dcr Handels« und See-Akademie daselbst, kennen lernte und ihm eine Stelle als Silpvlent an der Akademie alltrug, welche A. auch annahm. I m Jahre 1820 kam A. nach Fiume als Lehrer am dorti. gen Gymnasium und im folgenden Jahre nach Zara als Professor der Weltgeschichte am Lyceum. Als letztere als ein freier Gegenstand erklärt wurde, übernahm A.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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