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Aucher 384 Aucher
U. war correspondirendes Mitglied des
^teneo v^netO) der archäologischen Aka-
demie zu Rom und mehrerer anderer
gelehrten Gesellschaften und gehört zu
den Koryphäen der neueren armenischen
Literatur.
6-k22Stt2. ut ' l iöiHit i 61 Vunc^ iü , in
einer der Märznummern des Jahres 1834 im
Feuilleton. — I^'^iuieo cat to l ioo, 8e-
i-is I I , ^onio 12, x. 234. — H.nnk1i äsilk
8eien2e reüFiosc:, .^1220 1834-. — Nn^i-
oloxsliig, ita.Iiu.Q3, CVons i^l»., 1'HgLo,
Fi-. 8".) I^Lioolo 276, x. l UU7. — M 0 rge N'
Blatt (Stuttgart. Cotta, 4°.) Jahrg. 18l9.
Nr. 20l, S. 803: „Correspondenz aus Vene-
dig. Juni I8l9".
^Aucher, Pasqualis (gelehrter Arme«
nier. geb. zuAncyrain Kleinasien im
Jahre 1774. gest. 24. November 1834
ober 1833). Jüngerer Bruder des
Johann Baptist j^ s. d. Vorigen^,
wählte in früher Jugend gleich diesem
das Klosterleben und trat auch in daö
armenische Kloster zu St. Lazarus in
Venedig. Dort bildete er sich neben theo-
logischen Studien auch in jenen der alten
und neuen Sprachen. Dann machte er
Reisen durch die meisten Staaten Euro«
pa's und trat mit den ersten Gelehrten
von Belgien, Deutschland. England,
Frankreich. Holland, Italien und Oester-
reich in brieflichen wissenschaftlichen Ver«
kehr. Als Lord Byron im Jahre 1K16
nach Italien kam und über drei Jahre
in Venedig verweilte, wählte er zur Er-
lernung der neugriechischen und armeni«
schen Sprache den schon damals ob seiner
sprachlichen Kenntnisse hochgeschätzten
Aucher zu seinem Lehrer, bei dem er
während zwei Jahren so tüchtige Kennt«
nisse, insbesondere in der letzteren der
genannten Sprachen erwarb, daß er
mehrere kleinere Stücke aus dem Eng»
fischen in's Armenische übersetzte, welche auch gedruckt erschienen. Aucher's Ruf
als Polyglott stieg mit jedem Jahre,
und wenn er als solcher auch dem
berühmten Mezzofant i nachstand, so
hatte er doch noch immer eine unge»
wohnlich große Menge von Sprachen
vollkommen in seiner Gewalt und be-
wies es durch eine Reihe in der Wissen,
schaft anerkannter linguistischer Werke,
Er verstand und sprach die alte und
neuarmenische Sprache, das Alt- und
Neugriechische, das Türkische, Lateinische.
Italienische, Französische, Englische,
Deutsche. Ungarische, besaß gründliche
Kenntnisse in der älteren und neueren
Literatur derselben, und nicht selten besuch'
ten Fremde und vornehmlich Engländer
das armenische Kloster, um den berührn«
len Linguisten, und letztere, um den Lehrer
ihres großen Dichters kennen zu lernen.
Unter den zahlreichen Werken A.'s, welche
im Drucke erschienen sind, stehen obenan
seine lexikalischen, und ^war sein ,,/
4".); — „/>/c?^>>)i/^i/7's F>an5.'«z's-^l?'.
^6».^i?v/«, l vol. (ebd.1840.gr.8".);
die erste Ausgabe ist bereits vergriffen,
eine zweite befand sich im Jahre 1838
unter der Presse' — „<i-?vl?)iMli//'6 /lA-
1833, 8".); außerdem
sein großes Lexikon der altarmenischen
und ein zweites der altgriechischen
Sprache, sein deutsch.armenisches Lexikon
und seine Grammatiken der griechischen
und deutschen Sprache. Ferner übersetzte
er in 24 verschiedenen Sprachen theils
selbst, theils ließ er unter seiner unmittel-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon