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schmuck den L ibera l ismus hervor. Der
ungenannte Verfasser schildert nun in kurzen
Umrissen die in entscheidenden Augenblicken
einflußreiche Thätigkeit des kraimschrn Landes-
hauptmanns Wi lhelm uon A. (1504). seines
Neffen und Nachfolgers im Amte Hanns
von A. (1308), das Auftreten Trojan's
von A., als Kaiser Kar l V. nach Mar im i '
lian's Tode den Kaiserthron bestieg und
Trojan auf den kaiserlichen Auftrag: die
Stände von Steier, Körnchen und Kram
möiien seinen Stellvertretern den Eid leisten,
mit der Erklärung: „daß es ein Artikel ihrer
Freiheiten fei, daß ein Fürst dem Lande
früher schwören müßte", erwiederte. Länger
verweilt er bei dem in der Geschichte Krains
unvergeßlichen Landeshauptmann und Feld»
oberst Hanns von A., namentlich bei seinem
Auftreten im Landtage des Jahres 1531. dann
bei dessen Söhnen Christoph und Wei«
kari, von denen der Erstere auf dem Reichs«
tage zu Augsburg, 1382, die Rechte des Zachmayr
Landes energisch vertheidigte, der Letztere aber
auf dem stürmischen Landtage der Lande in
Brück an der Mur 1578 den Sieg erringen
half, den die protestantische Sache damals
davon trug. Noch schildert er das mannhafte
Auftreten eines zweiten Weikard A. gegen
die „Ausschreitungen" und „Eingriffe" des
Bischofs Chrön, der als Haupt der Gegen-
reformation auf die Vernichtung der Errun.
genschaften in Neligionssachen fanatisch hin»
arbeitete; ferner gedenkt er des Freundes der
Wissenschaften und Künste Wol f Engel»
bert (l648), des Staatsvkekanzlers Mar ia
Joseph Graf A., der in der Iosephinischm
Periode mit Sonnen fels an einem voliti-
schütt Codex für die vöhmisch-östcrrcichischen
Erblande arbeitete, in dessen Entwürfen die
Religionsfreiheit den Schwerpunct biloet, der
aber nie zur Ausführung kam un2 endlich des
durch seine Toleranz unvergeßlich gewordenen
Bischofs uon Gurk Joseph Franz Grafen
von Auersperg,^
1- Vllch, Friedrich ss. d. Bd.I,
gestorben zu Werschetz im Bcmate am
3. September 1863 in Folge eines
Sä^laganfalles.
Fremden«Blatt (Wien, 4<>.) l865, Nr. 23l.
5 N Vltchmalir, Johann Nepomuk
^s. d. Bd. I, S. N1). Am 23. August
1864 hat B. seine Wohnung verlassen
und ist nicht wieder dabin zurückgekehrt.
Aus mehreren wenige Tage früher ge-
schriebenen, an einzelne Freunde gerich»
teten Briefen erfährt man, daß er fein
„Leiden mit seinem Körper in den Wellen
der Donau zu begraben hoffte". Er
nennt sich darin „das Opfer eines wohl-
berechneten Eingriffes in sein Leben". Es
wurden, wie er schreibt, Träume und
Hoffnungen in ihm erweckt, zu denen
ihn seine bürgerliche Stellung niemals
berechtigt hätte. „Diese Träume und
Hoffnungen wurden von Menschen, die
ich für meine Freunde hielt, jahrelang
genährt; allein statt daß sich bisher auch nur die bescheidensten derselben erfüllt
hätten, bin ich in Folge derselben um
mein elterliches Befitzthum, um mein
Vermögen, um meine Ehre und um
meine Gesundheit gebracht worden"; so
er selbst. Thatsache ist es, daß alle Be-
mühungen B.'s, eine AdvocaturS» oder
Notarsstelle zu erlangen, scheiterten. Ob»
wohl viele Jahre bereits Advocaturs»
concipient und als solcher nicht unge»
schickt, mußte er doch immer wieder bei
weitem jüngere Aspiranten vorgezogen
sehen, was ihn zugleich mit seinen Miß«
erfolgen auf der dramatischen Laufbahn
tief verbitterte. Diese letzteren aber waren
es, die seinen Namen in literarischen
Kreisen bckannt machten. Wie schon in
der Lebensstile ^Bd. I, S. 14^ erwähnt
wurde, macbte er sich bei seinem ersten
öffentlichen Auftreten durch eine gchar-
nischte Polemik gegen Director Laube
bemerkbar. Im Jahre 1860 ließ er auf
seine Kosten das Trauerspiel „König
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon