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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 387 -
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Zachmayr 387 Ulfonso" (Wien, 8«.) drucken, das unge«! achtet unläugbarer poetischer Schönheiten und philosophischer Tiefe dennoch keine Wirkung von der Bühne herab zu ver- sprechen schien, da Director Laube nicht zu bewegen war, es zur Aufführung zu bringen. Und wieder entbrannte B. gegen den Feind seines dramatischen Talentes, wie er Laube einmal nannte, und begann 1862 von Neuem eine Polemik gegen denselben, die ebenso resultatlos blieb wie die erste, nur daß die Verstim- numg des Dichters seit dieser Zeit sich steigerte und er seinem früheren poetischen Sckaffensdrange mit Gewalt Ginhalt gebot. „Ich trinke Bier nicht bloß weil es mir schmeckt, sondern aus Princip. Es soll mich — entpoetisiren", bemerkte er eines Tages zu einem seiner Freunde. An den politischen Bewegungen der Zeit und Oesterreichs nahm er immer den leb» haftesten Antheil, und bezeichnend bleibt sein Ausspruch nach Erscheinen des Octo^ berdiftloms (1839). das ihn in allen Erwartungen täuschte: „Schwarzgelb bin ich — vor Zorn". Daß er übrigens mit dem Gedanken des Selbstmordes sich längere Zeit vor der That vertraut gemackt, erhellet aus einem Sonette, das die „Schlesische Zeitung" i'l864, Nr.479) mittheilt. Obgleich überspannt, besaß B. ein so ausgesprochen heiteres Gemüth, daß der Herausgeber dieses Lexikons, der mit ihm befreundet war und manche scköne Stunde mit ihm verlebt hat, nie ahnte, B. werde diesen Ausweg ergreifen, um den wirklich unverdienten Chicanen des Lebens zu entgehen, und werde, da er sonst eine tüchtige Arbeitskraft war, genug Fond in der Poesie finden, um die Um< triebe seiner Gegner und Verfolger, wie sie es verdienten, mit den Waffen des Geistes abzuwehren. Ob ein poetischer Nachlaß vorhanden und in wessen Besitz derselbe gelangt, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Presse (Wiener polit. Blatt) 1864. Nr. 24S. — Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. 2. — Fremden-Blatt 1864, Nr. 245. — Demokrit (Wiener Spottblatt) 1864, S. 2l9 u. 224. — Der Botschafter (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. 268: Nach. ruf von Karl von Thaler. — Ostdeutsche Post (Wiener polit. Blatt) 1864. Nr. 243: „Ein Verschwundener". — Pester Lloyd (Pesther polit. Blatt) 1864. Nr. 207. — Gratzer Zeitung 1864, Nr.234. — Lai< bacher Zeitung 1864, Nr. 220. — Bohe> mia (PragerJournal) 1864, Nr. 213, S. 677. — National-Zeitung (Berliner polit. Blatt) 1862. Nr. 97. Me in den genannten Blättern enthaltenen Mittheilungen bringen interessante Einzelnheiten über Bachmayr^. ^Vll jM, Selmar (Tonkünstler und Musikgelehrter, geb. zu Coburg 30. Juni 1823). Der Sohn deS Rectors der Coburger lateinischen Schule Io» hann Ehregott Elieser B.; erhielt, da er Talent zeigte, früh guten Unterricht in der Musik und wählte das Violoncell zu seinem Hauptinstrument. Zur weiteren Ausbildung begab er sich 4837 nach Prag, wo er bis 4840 icn Conservato« rium bei Dionys Weber Studien in der Komposition, bei Hüttner im Vio« loncellspiel machte. Im letztgenannten Jahre ging er als erster Violoncellist zum Orchester des Lemberger Stadtthea< ters, gab aber schon zwei Jahre später diesen Posten auf und ging nach Wien. Dort öffnete ihm seine tüchtige musika« lische Bildung die masikliebenden Kreise, aber statt des Violoncello pflegte er nun mit großem Eifer Clavier und Orgel. Indessen nahm er auch bei Simon Sech» ter theoretischen Unterricht, begann zu componiren, wurde 1861 Professor der Komposition am Konservatorium und 1833 Organist an der evangelischen Filialkirche. I n Folge von Zerwürf- nissen mit der Direction des Conser-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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