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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 388 -
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Seite - 388 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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388 Sailloir vatoriums verlor er im Jahre 1835 seine Professur. Die Kunstzustände des Conservatoriums boten aber dem scharfblickenden und für die Interessen der Musik begeisterten B. der Blößen genug, die er nun, da er unabhängig von der Anstalt war. in mehreren gegen dieselbe gerichteten polemischen Artikeln schonungslos bloßlegte und auf diese Art ein neues Gebiet, das der Musikschrift, stellerei betrat, zu derer tüchtige, tbeo< retische und praktische Kenntnisse, Geist, den Ernst der Kunst und die Liebe zur Sache mitbrachte. In der von den kunst- liebenden Fürsten Konstantin und Georg Czartoryski mit Opfern er- haltenen „Monatschrift für Theater und Musik" (spater „Recensionen") begann seine schriftstellerische Thätigkeit, zuerst in Artikeln polemischer Natur gegen das Conservatorium, später in Behandlung musikalischer Fragen von allgemeiner Natur übergehend. Aber schon nach eini» ger Zeit ward ihm das eingeräumte Feld zu enge und 1860 wurde B. Mitbegrün» der und Redacteur der in Wien in's Leben gerufenen „Deutschen Musik-Zei- wng", eines Blattes, aus dessen Spalten redliches und gefinnungstüchtiges Kunst- streben sprach, das aber zum Nachtheile der ziemlich im Argen liegenden musikali« schen Zustände Wiens zu erscheinen auf- hörte, als B. im Jahre 1863 nach Leip- zig übersiedelte, um die Redaction der von Breit köpf und Härtet wieder in's Leben gerufenen „Allgemeinen Musik- Zeitung" zu übernehmen. B. ist auch als Tonsetzer thätig und sind von ihm Streich »Quartette, Lieder, verschiedene Pianostücke, eine Symphonie, eine Sonate für Clavier und Violoncell u. m. a. erschienen. Universal.Lexikon der Tonkunst. Ange. fangen von Dr. Julius Schladebach, fort» gesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden 1837, Nob. Schäfer, gr. 8".) Nachtrag S. 30. Johann (Naturforscher und erster Director des Wiener k. k. Hof-Naturaliencabinetes, geb. muthmaßlich in Frankreich um das Jahr 1684. gest. zu Wien 23. Novem- ber 4738). Sein Vater Sebastian de Bai l lou , der (seit 1683) mit Mar- g uerite de G onet vermalt war, stand zuerst in französischen Diensten, trat aber spater in jene des Prinzen von Loth- ringen-V audemon.t über, der Bail< lou's Sohn Johann in seinen beson» deren Schutz nahm, ihn mit seinen Edel« knaben zugleich erziehen und vornehmlich in der Mathematik, den Kriegswissen» schaften und verwandten Künsten, im Rei« ten, Fechten u. dgl. m. unterrichten ließ. Johann's weitere Ausbildung leitete der von dem Prinzen Eugen zum Gou» verneur von Finale bestimmte Oberst du Vivier. Nach dessen Tode schickte ihn sein Vater nach Paris, wo er seine wissen- schaftliche Ausbildung fortsehte und bald durch seine Kenntnisse einen so ausge- zeichneten Nuf erlangte, daß ihn der Her- zog von Parma Francesco Farnese in seine Dienste berief, und im I . 1723 zum Generalcommissär der Artillerie und Gmeral'Ingenieur ernannte. Nach des Herzogs Tode wurde B. von dessen Nachfolger Antonio Farnese in allen Würden bestätigt, 1728 zum Ooiuvs , und zum Intendanten sammt« lichcr Gebäude und Gärten, im folgenden Jahre aber zum General-Oberintendanten aller Bergwerk» und Fabriken für Parma und Piacenza ernannt. Als der Herzog Antonio im Jahre 1731 starb, verließ B. Parma, übersiedelte mit seiner Familie nach ToScana, wo er in die Dienste des Großherzogs Johann Gasto von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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