Seite - 410 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
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Durkhardt 410 ßurkhardt
fanterie (Prag 1834, 12".); —
ss ?os ^ö^a^e'^'sH^oH'e??/«?^ «?c>M^e«") d.i.
Die Uebung mit den Waffen für den einzel
nen Soldaten (ebd. 1836,8".); —
si<?.") d. i.Dienstes-Vor-
schrift für den Gemeinen, Corporal, Satt»
ler, Schmid u. s. w. beider Cavallerie (ebd.
1836, 8".). Auch hat B. Mehreres in den
oechischen Journalen erscheinen lassen,
u. z. in den ^^vet^" und im „ö
in diesem letzteren: „ Od^susii
V. stoi", d.i. Beleuchtung einiger
alten Ausdrücke in der Kriegskunst der
öechen im 13. Jahrhunderte (1836,
I , 40.); — „össKF Hg.2^k ^6 -VV0'
22 ^Viäni", d. i. Die öechische Sprache
in der k. k. Militärakademie zu Wiener«
Neustadt (1844, S. 313).
/«NLmann/"^oHs/), Historie litsi^tur? öoslcö,
d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag
1849, Kinn6ö, 40.) Zweite, von W. W. To-
ni ek besorgte Ausgabe, S. 338. — Mil i '
tär«Zeitung, herausg. von^I. Hirten»
feld (Wien. gr. 4°.) Jahrg. 1837, S. 302.
t, Anton Ulrich (Meteo-
rolog, geb. zu Salzburg 9. Decem-
ber 1826, gest. zu Wien 27. Februar
1360). Sein Vater war Oberjäger in
der kaiserlichen Armee, hatte als solcher
die französischen Feldzüge mitgemacht
und war an den Folgen der in den
Kriegen empfangenen Wunden gestorben,
als sein Sohn erst sechs Jahre alt war.
Obgleich die Mutter sich und ihren Sohn
von dem kärglichen Erlöse ihrer Hand«
arbeit ernährte, ließ sie doch ihren Sohn
studiren und dieser beendete die Gymna»
sial. und philosophischen Classen zu
Salzburg. Die Naturwissenschaften stoß»
ten ihm in frühester Jugend schon ein
außerordentliches Interesse ein und Wetterkunde,« Botanik, Astronomie be«
trieb er trotz der äußerst beschränkten
Mittel, welche ihm zu Gebote standen,
mit einer seltenen Vorliebe und Aus-
dauer. Seit dem Jahre 1839, also sei-
nem dreizehnten Jahre, machte er genaue
Aufzeichnungen über den Gang der
Witterung, über die Blüthezeit der Flora
Salzburgs und über die vorkommenden
merkwürdigsten astronomischen Erschei-
nungen. Schon damals war es sein
sehnlichster Wunsch, an irgend einer
Sternwarte angestellt zu werden. Im
I . 1843 wurde B. militärpflichtig und
unter zwanzig sich zu stellenden Jünglin-
gen als der einzig taugliche befunden.
Wohl wurde ihm zur Fortsetzung seiner
Studien sofort ein Urlaub bewilligt, er
aber doch schon im folgenden Jahre
(1846) nach beendeten philosophischen
Studien zu den militärischen Uebungen
einberufen, worauf er bis Ende 1849
im Infanterie. Regimente Großherzog
von Baden als Feldwebel im activen
Dienste blieb. Auch in dieser Stelling
benutzte er die kleine ihm gegönnte Muße
zur Fortsetzung seiner meteorologischen
Beobachtungen, wobei im Hinblick auf
seine untergeordnete Stellung und die
dienstlichen Verhältnisse nicht geringe
Schwierigkeiten zu überwinden waren.
Endlich fand er an dem General Gep.
pert sBd. V, S. 144^> einen Gönner,
dessen Fürwort ihm die Beurlaubung
auf unbestimmte Zeit ' erwirkte. I m
I . 1830 begab sich nun B. nach Wien,
setzte an der Hochschule und am polytech-
nischen Institute seine naturwissenschaft-
lichen Studien fort, während er seinen
Lebensunterhalt mit Ertheilung von
Unterrichtsstunden fristete. Endlich ge-
lang es ihm im October 1832 eine Stelle
bei der im I . 1830 neu errichteten k. k.
Centralanstalt für Meteorologie und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon