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in die meisten übrigen slavischen Spra>
chen übertragen wurden und sich durch
den glücklich getroffenen Localton aus
zeichnen.
HHroä, d. i. daö Volk (Prager uechisches Par
teiblatt) 1864, Nr. 170, im Feuilleton. —
Näroäni ^sovin^, d. i. Volks-Zeitunz
(Prag) 1864, Nr. 182 u. 183.» Iiterarisch
Erinnerung (im Feuilleton). — Illas, d. i
die Stimme (Prager 6ech. Parteiblatt) 1864
Nr. 2l9: „Feicr am Grabe des Proc. Cho^
cholou«ek". — Prager Zeitung 1864
Nr. 158. in der Beilage. — Bohemia (Pra
ger Blatt. 4".) 1864. Nr. 160. — Wiener
Zeitung 1864, Nr. 16«, S. 83, und Nr. 197
— Blätter für Theater, Musik u. s. w
Von Zellner (Wien. 4".) 1864, Nr. 26
Erscheint daselbst irrig als Hacholou
z, Paul (blinder Rechen
künstler, geb. zu Schwarzwasser im
Teschener Kreise inOesterreichisch-Schlesien
im Jahre 1827). Seine Eltern waren arme
Taglöhner, nahmen das erst wenige Mo
nate alte Kind öfter auf's Feld mit, auf
dem sie um Taglohn arbeiteten, ließen
es unvorsichtiger Weise unbedeckt in der
Sonne liegen, so daß sich bei dem Kinde
eine heftige Augenkrankheit entwickelte,
welche mit gänzlicher Blindheit endete.
Im Alter von sieben Jahren kam Ch. in
ein Privat'Blinden'Institut nach Brunn,
wo er unter mancherlei Entbehrungen
doch einigen Unterricht, insbesondere
in der Musik, erhielt. Mit seinen blinden
Zöglingen unternahm dann der Director
der Anstalt öfter Kunstreisen und die von
der Blindencapelle gegebenen Concerte
brachten ihm schöne Einnahmen und
reichlichen Ersatz der für die Erziehung
der Blinden, die er ja eben aus Specu»
lation in sein Haus aufnahm, gemachten
Auslagen. Später zog Ch. selbst mit
mehreren seiner blinden Collegm musici-
rend durch verschiedene deutsche Lander.
Erst auf diesen Fahrten entwickelte sich sein wunderbares Rechnungstalent. Seine
Collegen hatten ihn nämlich zum Casfier
ihrer Einnahmen bestellt. Anfänglich
legte er täglich, später aber monatlich
aus dem Gedächtnisse die Rechnung über
die sämmtlichen Geldangelegenheiten der
Gesellschaft, durch welchen Umstand sich
seine Gedächtnißkraft in ungewöhnlicher
Weise übte. Da stürzte er eines Tages
von einer Brücke, lag an den Folgen
dieses Sturzes lange darnieder und
wurde zuletzt so schwach, daß er gar nicht
mehr sein Instrument spielen konnte. I n
dieser traurigen Lage gerieth er auf
den Gedanken, sein Rechnungstalent zu
verwerthen und gab in verschiedenen
Städten Vorstellungen. Aber das Schick-
sal hatte dem armen Rechenkünstler noch
manche schwere Prüfung vorbehalten, so
wurde im Jahre 4338 von einer aus
einem zweiten Stockwerke herabfallenden
Axt einer seiner Füße schwer verletzt, und
als er wieder nach seinem Geburtsorte
Schwarzwaffer zurückgekehrt war, wäre
er beinahe in den Flammen umgekom»
mm, welche den klemm Ort in Asche
legten, und später wieder fuhr ihm ein
Wagen über den Fuß, aber auch diese
Verletzung hatte er überstanden. Nun
zieht er ohne Führer in der Welt
umher und gibt, wo er Halt macht, Pro-
ben seines außerordentlichen Rechentalen-
tes. Er addirt z. B. zwei Zahlen von
je 27 Ziffern im Kopfe rasch zusammen,
auch gelingt ihm dasselbe mit 2 Zahlen
von je 69 Ziffern. Aehnliche Aufgaben
löst er mit den drei übrigen Species.
Aus Zahlen von 14 Ziffern zieht er mit
Leichtigkeit die Kubikwurzel und löst
überdieß im Kopfe die schwierigsten kubi-
schen Gleichungen.
Mährischer Correspondent (Brünner po.
litisches Blatt) 1863, Nr. 235: „Ein blinder
Rechenkünstler".
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon