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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 420 -
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Ci»»lart 420 Comencim i von Happancourt, Karl Graf ss. d. Bd. I I , S. 373^. gestorben zu Baden bei Wien 12. August 1863. Da er im April 1766 geboren war, so stand er zur Zeit seines Ablebens im hundertsten Lebensjahre. Er war der älteste Ritter des Maria Theresien« Ordens, und in der denkwürdigen Kata» strophe bei Ulm waren es er und der nachmalige Feldmarschall Fürst S ch w ar. zenberg, welche zur Rettung des Erz» Herzogs Ferdinand d'Este ^Bd. IV, S. 86^ aus unvermeidlicher französischer Gefangenschaft bei Ulm das Meiste bei« getragen. Als in späteren Jahren bei einer Mahlzeit, an welcher der Erzherzog mehrere seiner früheren Waffengefährten um sich versammelt hatte, der damalige General-Adjutant des Erzherzogs, Gene» ral'Major Graf D egenfeld, der Vater des Kriegsministers >Vd. I I I , S. 203^, als eben das Gespräch auf die Ulmer Katastrophe gekommen, den Erzherzog fragte, was er wohl gethan haben würde wenn er möglicher Weise doch gefangen worden wäre, erwiederte dieser durch die Frage sichtlich überrascht und auf den unter den Gästen gleichfalls anwesenden Civalart hinweisend, im entschiedenen Tone: „Herr General! C i v a l a r t w i rd Ihnen sagen, daß ein Erzherzog von Oesterreich nicht gefangen werden konnte". Sein ziemlich bedeutendes Vermögen hinterließ C. seiner Wirthschafterin, die seit 1811. also an 33 Jahre, sein Hauswesen besorgt hatte; überdieß hatte er einige ansehn liche Legate gemacht und die Armen von Baden reichlich bedacht. Der Graf war der Letzte seines Geschlechtes. Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) 1863. Nr. 343. 345 u. 347. — Presse (Wie. «er polit. Blatt) 1865, Nr. 225. — Frem» den »Blatt (Wien, 4".) 1865. Nr. 223. 225 u. 227. "Comencilti, Franz (Tondichter. geb. zu Mantua 21. September 1792. gest. zu Udine 14. Juni 1864). Schon in seiner Jugend, während er noch den Studien oblag, zeigte C. großes Talent für die Musik, so daß er sich selbst ohne Meister zu einem ganz tüchtigen Klavier« und Orgelspieler heranbildete. Um sich im Orgelspiele noch mehr zu vervoll« kommnen, begab er sich, alter geworden, nach Brescia, wo er bei dem schon im Alter von 23 Jahren erblindeten berührn» ten Organisten Ferdinand Tur r in i Unterricht in der Harmonielehre und im Contrapunct nahm. Als im Jahrs, 1804 in Mantua von einer Gesellschaft eine Freischule für den Unterricht in Gesang und Musik gegründet wurde, wurde C. an derselben als Gesanglehrer und Musikcensor angestellt. Er würde diesen Posten nicht aufgegeben haben, wenn ihm nicht der Tod seiner ersten Gattin den weiteren Aufenthalt in Mantua verleidet haben würde. Er bewarb sich deßhalb im Jahre 1838 um die eben offen gewordene Stelle eineS Orchesterdirectors am phil- harmonischen Institute zu Udine, welche er auch, nachdem er die vorgeschriebene Prüfung trefflich bestanden hatte, erhielt. Als im Jahre 1848 das oberwähnte philharmonische Institut zu Udine auf- gelöst wurde, kehrte C. nach Mantua zurück, wo er bald zum Kapellmeister und Organisten an der dafigenKathedrale ernannt wurde. Aber seine Familienver« hältniffe riefen ihn bald wieder nach Udine zurück, wo er an dem neu erstandenen philharmonischen Institute die Stelle des Gesanglehrers und Generaldirectors erhielt. C. besaß den Nuf eines ausge« zeichneten Orgelspielers und behauptete sich in Ehren neben einem Meister wie Johann Simon Mayr, deffen Ruf in Italien weitverbreitet war. Als Tondich.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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