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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 425 -
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DMer 428 Döbler Blatter mit Architectur und Landschaften, mit der Nadel und dem Grabstichel (1824) ausgeführt; mehrere Blätter in Aqua- tinta für die deutsche Uebelsetzung von Forbin's Reisen; dieBlatter zur Klar'S und Ignaz Nowak's Beschreibung des St. Veitsdomes und eine Ansicht von Neapel nach Goldstein. Als im Jahre 1820 der Buchhändler HaaS in Wien das Kupferstichwerk: Die k. k. Belvedere- Gallerie herausgab, erhielt auch D. Auf« trag, einige Platten zu siechen und seine Blätter: Viehstücke nach Berghem und H. Roos, Landschaften nach Everdin« gen, Moucheron und Pynaker, ein Blatt nach Saaft leven, der Seehafen nach Lingelbach, der Jahrmarkt nach P. de Laar, eine Dorfplünderung nach David Teniers dem Jüngeren, u. m. a. bekunden eS, daß er geschickt mit dem Grabstichel umzugehen verstand. Die in jener Zeit in England mit Erfolg durchgeführte Benützung von Stahl« platten an Stelle der Kupferplatten, wodurch der Abdruck von den feinsten Stichen um viele Tausend Blätter ver» mehrt wurde, ließ D. auf ein Verfahren sinnen, auch Platten aus gewalktem Stahlblech zu erzeugen und diese dann, nachdem sie gehörig geschliffen waren, mit dem Grabstichel zu bearbeiten. Sein erster Versuch, „ein Christuskopf", fiel über alle Erwartung gut aus; er setzte somit seine Versuche fort und fand, daß dasselbe Mittel, dessen man sich auf Kupfer bediente, nämlich Scheidewafser mit gutem Weinessig vermischt, auch auf Stahl vortheilhaft anzuwenden sei. Der glückliche Erfolg seiner Versuche war alsbald auch nach anderer Seite nutz« bringend. Da sich von einer solchen Stahlplatte 40—30.000 gute Abdrücke abziehen ließen, nahm Graf Chotek Anlaß, statt der gewöhnlichen Neujahrs- gratulationen die sogenannten Enthe« bungskarten einzuführen (es waren dieß in Stahl gestochene Blätter im Duodez« format mit einer sinnigen Vignette), durch deren Erlös den Armen eine namhafte Unterstützung zufloß. Solcher Neujahrs- karten stach D. mehrere mit Bildern aus der Bibel, aus der böhmischen Geschichte nach Führich 's Zeichnung. Die angestrengte Beschäftigung in Ausübung seiner Kunst hatte aber D.'s Gesundheit angegriffen, wozu sich noch ein tieferer Schmerz durch den Verlust zweier hoffnungsvoller Kinder gesellte. Da nahm sich der Propst zu Neu- haus, Adalbert Iuhn , des so schwer heim» gesuchten Künstlers an und lud ihn ein, seine übrige Lebenszeit bei ihm in land. licher Ruhe und Einsamkeit zuzubringen. D. nahm den Antrag an und lebte fortan seiner Kunst, die er ganz nach seinem Behagen ausübte. Zu Ende der dreißiger Jahre war D. noch am Leben. OesterreichischerZusch'auer, herausg. von I. S. Ebersberg (Wien, 8°.) Jahrg. l836, S. 1328: „Zur Kupferstecherkunst. Georg Döbler". Von Phil. E. Holm. — Nagler (G. K. Vr.). Neues allgemeines Künstler-Leri« kon (München 1838, Ueischmann, 8<>.) Bd. I I I , S.426. * Döbler. Ludwig (Physiker und Mechaniker, geb. zu Wien im Jahre 1801, gest. zu Gftettenhof bei Türnitz in Oberösterreich am 17.,' nach Anderen am 18. April 1864). Von seinem Vater BernhardD. , der seinerzeit selbst als geschickter Künstler in Wien lebte, und nach dem Sohne im hohen Alter von mehr denn 90 Jahren starb, zum Graveur bestimmt, kam er zu eiyem Meister in die Lehre und besuchte mehrere Jahre die k. k. Aka« demie der bildenden Künste. Neben seinem Berufe trieb er aber mit besonderer Vor« liebe Experimentalphysik, Chemie. Mecha« nik, machte allerlei Versuche und weckte durch diese cm sich sonst, harmlose
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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