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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 429 -
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Dont 429 Dont ^ auf vier Stimmen" außer« dem mehrere Vesperpfalmen. Hymnen. Magnificat, Antiphonen und andere Musikstücke. D. stand mit den ausgezeich- netsten Tonkünstlern seiner Zeit, mit Karl Badia, Franz Cont i , Graun, Benda, Quanz u. A. im Verkehr und war mit dem berühmten Franz Tuma innig befreundet. Wiener allgemeine Musik-Zei tung, heraus«, von August Schmidt, III.Jahrg. (1843), Nr. 12: „Beiträge zur Tonkünstler» Geschichte Oesterreichs". Von Alois Fu ch s. *Dont. Jacob (Ton setz er und Vio l in -V i r tuos , geb. zu Wien 2. März 1813). Der Vater, erster Cel- list im Orchester deS k. k. Hof.Opern- theaters (gest. 14. December 1833), er- theilte seinem Sohne frühzeitig den ersten Unterricht im Violmspiele. Erst eilf Jahre alt. wurde er 1826 im Konservatorium der Muslk aufgenommen und kam in die Violinclaffe des Professors Bö hm sBd. I I , S. 20^. in der er im ersten Jahre schon den ersten Preis, die soge- nannte Künstlermedaille, erhielt. Seine ungewöhnliche Technik, namentlich seine seltene Gewandtheit im k'riins. vista» Spiele verhalf ihm schon im Jahre 1831, da er erst 16 Jahre zählte, zu einem Posten als Violinist im k. k. Hofburg' Theater-Orchester, welchem im Jahre 1834 jener in der k. k. Hofcapelle folgte, in welchen beiden Anstellungen er im Con» curfe über seine Mitbewerber den Sieg errang. Von 1830 bis 1863 versah er auch alljährlich mehrereMonate hindurch als Stellvertreter den immer für längere Zeit beurlaubten Kammervirtuosen I . Mayseder, worüber ihm auch in beson» derem Hinblick auf seine Solovorträge. von Seite des Obersthofmeisteramtes im December 1863 durch ein besonderes Decret die ehrenvollste Anerkennung, sowohl bezüglich seines Diensteifers, wie seiner ausgezeichneten Leistungen wegen bekannt gegeben wurde. Ueberdieß wurde D. im Jahre 1333 zum Professor am pädagogischen Institute und im Jahre 1836 zum Vicedirector des Hoftheater. Orchesters ernannt. Als Componist ist D. seit mehr als zwanzig Jahren nament« lich in pädagogischer Richtung erfolgreich thätig und hat durch manche gediegene Arbeit dem vielseitig beklagten Mangel an guten und zweckmäßigen Uebungen für die ersteren und mittleren Stadien des Viollnstudiums abgeholfen. Von seinen Arbeiten nach der bezeichneten Richtung find insbesondere anzuführen: „Leichte Uebungen tn'r 2 Nulinen in allen Tonarten". 32 Nummern in 4 Heften, 0p. 17 (Wien, Spina); — „reichte Nnettinen für 2 Violinen", 2 Hefte. 0p. 26 (Wien. Witzendorf)') — „Ltuäoz und^ xrieez jnr Fortsetzung technischer Studien nach Kren- tjer und Aade", 24 Nummern in 3 Heften, 0p. 33 (ebd.); — „24 Vorübungen p Krentzer'ü und Allde's Otllden tnr Violine" (ebd.); — „20 fortschreitende Äsungen tär 2 Violinen", 2 Hefte, 0p . 38 (ebd.); — „Conleitlr nnd Intervallen nl5 ente Finger- nnd Nllgennbnngeii", 0p. 39 (ebd.); — „Z l^aMez <lo Koncert. Mit Begleitung des Piano". 0p. 40 (ebd.). Außer diesen, vor- nehmlich dic Technik und den Unterricht im Violinspiele fördernden Werken com« ponirte D. Lieder mit Pianobegleiiung, deren einzelne bei W i t z e n d o r f . Spina. Büsing und Wessely er« schienen sind; ferner Männer-Singquar« retten und Chöre, Rondo's, Variationen, Concertstücke für die Violine mit Be- gleitung des Piano, Quartetten für vier Violinen u. dgl. m., welche von verschie- denen Musikverlegern gedruckt wurden. Vieles hat D. im Manuscripte liegen, darunter zwei große Ouvertüren zu Uriel
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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