Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 433 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 433 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Bild der Seite - 433 -

Bild der Seite - 433 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Text der Seite - 433 -

433 Eder fel von Windischgrätz-Dragoner, Karl Domby von Liechtenstein-Huszaren und Lorenz Lots, Feuerwerker, die groß' silberne Medaille, die übrigen die klein, silberne Medaille trugen, glich einem Triumphzuge und in Wien wurden ft auf das festlichste empfangen. Haupt« mann Eder ist auch von dem Königl von Preußen mit dem Kronenorden, u. z mit den Schwertern — es war die erste Verleihung dieses Ordens in dieser Ar — ausgezeichnet worden. Und von dem österreichischen Dichter Otto Prechtler wurde Eder in einem kernigen frischen Liede, das in seinem Refrain den Namen des Helden wiederholt, gefeiert. Constitutione lle österreichische Zei< tung (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. vom 16. Februar, im Feuilleton: „Die 12 Apostel des VI. Armeecorps". — Wiener Lloyd (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. 63. unter den Kriegsnotizen. — Agramer Zeitung 1864, Nr. 46: „Der Einzug der Trophäen in Wien — Der Kamerad. Illustrirter österreichischer Militär-Kalender, herausgegeben von der Ne» daction der gleichnamigen österreichischen Mili» tär<Zeiwng (Wien, 8<>.) Jahrg. 1863. S. 119, 129. 149. 135, 161 herzählt die Wassenihaten des A. Michai lov i 6, Anton Seemüller, Karl Domby, Joseph Werfet und Franz Haselberg er; da die übrigen Decorirten im Kalender fehlen, so zeigt sich die Unvoll' ständigkeit und Lückenhaftigkeit dieses Kriegs» berichtest "Eder, Wilhelm (Abt des Benedicti- nerstiftes Melk, geb. zu Feuersbrunn in Niederösterreich 9. Juni 1781). Trat in jungen Jahren in den Orden der Benediktiner zu Melk und legte im Jahre 1804 das Ordensgelübde ab. Seit dem Jahre 1838 Abt des Stiftes, wußte er den alten Ruf der Gelehrsam» keit, Frömmigkeit und Gastlichkeit dessel- ben zu wahren. Ein Benediktiner aus der Iofephinischen Zeit und Schule, verbindet der ehrwürdige Prälat mit einer unend« lichen Erfahrung und Geschäftskenntniß die humanste Anschauung der Verhältnisse der Gegenwart und findet sich als auf« geklärter und weiser Priester des Herm ohne Selbstzwang und ganz harmonisch hinein. Der Prälat ist Abgeordneter des niederösterreichischen Landtages und Mit« glied des Abgeordnetenhauses des öster. reichischen Neichsrathes. Er war eines der thätigsten Mitglieder desselben, hat, obgleich er damals bereits die Achtzig überschritten, in keiner Sitzung gefehlt, und als Mitglied des Finanzausschusses und anderer Ausschüsse war er einer der promptesten bei der Verhandlung. Seine persönliche Liebenswürdigkeit, verbunden' mit der Ruhe und Erfahrung des Grei. ses, wirkten in den oft widerhaarigen Elementen des Abgeordnetenhauses ver« mittelnd und mancher Schritt der resolu- ten Opposition, die aber auch dem wür« digen Prälaten Achtung zollte, blieb' wohl in Folge dessen ungethan. Im Jahre 1862, damals 81 Jahre alt. unternahm Abt Eder, der bis dahin nie die Grenze deS österreichischen Staates verlassen, eine Reise nach London zur Weltausstellung., Der Prälat ist Sr. Majestät Commandeur des Leopold« Ordens, feierte im Jahre 1884 sein ünfzigj ähriges Priesterjubilaum und zählte im Reichsrathe zur Partei der Unionisten. Mit dem vorigen Staats« minister Ritter von Schmerling innig befreundet, fand dieser, wenn es ihm nach den Mühen feines schwierigen Amtes gegönnt war, einige Tage fern vott der Residenz der ländlichen Ruhe zu genie« ßen, bei seinem langjährigen bewährten Freunde in Melk ein glückliches Asyl, welches er immer wieder aufsuchte, so oft ch ihm Gelegenheit dazu darbot. Kleines biographisches Lexikon, ent» haltend die Iebensskizzen hervorragender, um die Kirche verdienter Männer (Salzburg v. Wurzbach, biogr,Lexikon. XIV. lWedr. lä.Oct. 1865.) 28
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich