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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 440 -
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Engel 440 Engerth die Erlaubniß zum Eintritt in die Akade mie und erwarb in derselben bald den ersten akademischen Preis. Aber dami war noch immer keine Abhilfe für seine materiellen Bedürfnisse geboten. Glück» licher Weise wurde der kunstsinnige Prinz.Regent Albert aufE. aufmerksam und eS gab manche Bestellung, die für E. gewinnbringend war. Er erübrigte die Mittel zu einer Reise nach Rom, wo er seit 1847 sich aufhält und sein küich lerischer Genius immer neue Nahrung findet. Auch wurde ihm die Ehre zu Theil, im Jahre 1857 sein Atelier in Rom von König Friedrich Wi lhe lm IV von Preußen besucht und eine seiner Arbeiten so gewürdigt zu sehen, daß sie von dem Könige angekauft wurde. Seit der Zeit arbeitet E. in Rom, welches er nur einmal, im Jahre 1831, verließ, um nach vieljahriger Abwesenheit endlich wieder seine Heimat zu besuchen. Von Zeit zu Zeit gelangt durch die Presse eine vereinzelte Nachricht über seine Werke in die Oeffentlickkeit. Von seinen Arbeiten sind besonders anzuführen: „Nie Ama- Mengitipp5 mit dem verwundeten Rricger", im Auftrage des Prinz-Regenten Albert, von Engel in Rom(1831) vollendet; — „Eine AchillesgruM", für Capitan See» land; — „Gme Pnzr", im Auftrage des Lordmayor Salomons zu London, wiederholt für den Prinz>Regenten; — „Hie Unschuld", Statue eines Mädchens mit Tauben, angekauft von dem Könige von Preußen; — „Mädchen mit drm gekan- genenANllr", — „Iügerinnen",zwei Gruppen, alle auf der Londoner Ausstellung des Jahres 1862; — „Gm", Statue aus carrarischem Marmor, für den Grafen Paul Pejachevich; — „GW Nmar", Statue für die Gräsin Nadasdy — und die „Nii5te der GMn «Celeki-NeeKerZteuth". Engel, wie viele andere talentvolle Iün« ger seiner Kunst, bedarf des hochsmnigen Mäcens, der ihm Gelegenheit zu einer seinem Talente entsprechenden Beschäfti» gung gibt, sonst wird auch er — ein Pegasus im Joche — unter der Werkel« tagarbeit des nöthigen Broterwerbes seine Phantasie bald ihr Schwanenl/ed singen lafsen. Reich (Ignaz), Beth-El. Ehrentempel verdien» ter ungarischer Israelitrn (Pesth, Bucsänsky, (40. V. Heft (1363), S. 43. N Engerth, Eduard ss. d. Bd. IV, S. 49^. Bis zu Anbeginn des Jahres 1863 an Rub e n's Stelle als Director der ständischenAkademie der bildenden Künste in Prag thätig, erhielt er in diesem Jahre (1863) die Berufung als Director an die Wiener Akademie und übernahm jenen Zweig des Unterrichts, der von W urzin< ger, Mayer, I . N. Geiger geleitet, eigentlich der wichtigste an jeder Kunst« akademie ist und früher mit dem Namen „Vorbereitungs » Unterricht" bezeichnet wurde. Während die Meisterschulen an einer Akademie entbehrlich sind — indem sie sich, wo die Kunst wirklich blüht, überall wo ein großer Meister wirkt und schafft, von selbst gestalten — weiht der- jenige, der den Kunstjünger zwischen dem 14. bis 19.Jahre zur Kunst „vorbereitet", denselben in das eigentliche Wesen, den Geist und die Technik der Kunst ein. E. ist ein vielseitig gebildeter, sehr steißi- ger Künstler und wird zu dm besten lebenden Portratmalern der Monarchie gezahlt. Von seinen neueren Arbeiten sind besonders hervorzuheben sein im März 1863 im österreichischen Kunst, verein ausgestelltes lebensgroßes Bild« niß Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph, das in der Presse (1863, Nr. 68) eine Besprechung fand, welche seiner Zeit großes Aufsehen, in manchen Kreisen auch Unwillen erregte; ferner hat E. den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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