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Entwurf zu h.em Denkmal gemacht, wel«
ches die Ofsiciere der Brigade Gondre»
court ihren bei Iagel und Oberselk
gefallenen Waffenbrüdern auf dem
Königshügel in Schleswig errichten
ließen und dessen Enthüllung am 3. Fe-
bruar 4863 stattfand. Für die im Herbste
4863 stattfindende Eugen»Feier vollendete
er ein großes historisches Gemälde: „Nie
«Schlacht tm Leilta", das in der Bohemia
für ein „Kunstwerk seltensten Ranges be-
zeichnet wird, in welchem nicht nur die
wohlbekannten Vorzüge E.'s, nament»'
lich seine coloristische Meisterschaft, in der
glänzendsten Weise, sondern dieselben
überdieß durch die ideelle Bedeutsamkeit
der Auffassung, man möchte sagen, durch
das Feierliche und Schwungvolle der
ganzen Komposition auf eine noch höhere
Stufe gehoben erscheinen". Auch andere
Urtheile bezeichnen das Bild des Kunst-
lers für eine großartige schöne Schöpfung.
Ferner wurde ihm die innere Ausschmü»
ckung des Empfangssaales und der Logen
im neuen Opernhause Wiens übertragen.
Der Saal soll mit Fresken, die Sympho»
nie in ihren verschiedenen musikalischen
Abtheilungen allegorisch darstellend, auS»
geschmückt werden.
Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) ^ 1865, Nr. 146, 170 u. 363; Nr. 391: „Ed.
Engerth's Gemälde. Der Sieg Eugen's bei
Zenta". — Fremden-Blatt (Wien, 4".)
1865, Nr. 16 u. 30.
N Enk von der Nurg, Michael Leo-
pold s^. d. Bd. IV, S. 49 j^.
Presse (Wiener polit. Blatt) l852, Nr. 101,
im Feuilleton: „M. Enk", von F. I . S. —
Vralideukmal Euk's. Dasselbe ließ sein Freund
Friedrich Halm (Wünch-Bellinghausen) dem
unglücklichen Dichter auf der Stelle setzen, wo
er begraben ruht. Durch dieses Denkmal wird
das Todeödatum im IV. Bande dieses 3m«
kons, welches dem in Frankl'K „Sonntags-
blättern" von Nimmer mitgetheilten Nekro»
loge entnommen ist, berichtigt. Die Inschrift
des Denkmals lautet:
„?. Makael Nulc v. Vurs
geb. am 29. Jänner 1?88,
gest. am 11. Juni 1843.
Entbehre! rief mir jede Stunde, kaum
Das Jahr rief einmal mir: Genieße! zu.
Enk."
Also nicht der 22. Juli sondern der 11. Juni
1343 ist Enk'5 Todestag.
-I- Ernst, Heinrich Wilhelm ss d.
Bd. VIII, S. 73), gestorben zu Nizza
9. October 1863.
Wiener Zeitung 1863, Nr. 234, S. 113. —
Presse (Wiener polit. Blatt. Fol.) 1863.
Local'Anzeiger Nr 282. — Fremden« B la t t
(Wien. 40.) isü5. Nr. 282 und 283 Bei'
läge.
Stephan (Sprach for-
scher, geb. zu Tamäti im Oedenbur-
ger Comitate I.September 4809). Seine
erste Ausbildung erhielt er im elterlichen
Hause und in seiner Ortsschule. Zehn
Jahre alt, kam er nach Oedenburg, wo
er das katholische Gymnasium, und von
dort nach Raab, wo er die philosophi-
schen Studim horte. Nun begann er
daS Studium der Rechte, gab es aber bald wieder auf und wendete sich der
Theologie zu, die er zu Raab beendete.
Am 4. Juni 1833 erhielt er die heiligen
Weihen und trat nun in die Seelsorge.
Er wurde zuerst Caplan zu Bogyoszlö,
kam nach mehreren Jahren nach Szäplak
bei Gßterhäz, wo ihn Lady Sarah Ier«
sey, Gemalin deS Fürsten Nikolaus
Eßterhä.zy, zu ihrem Lehrer in
der ungarischen Sprache wählte. Den
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon