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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 442 -
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Seite - 442 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Faöiän 442 Miän Antrag, als Erzieher der jungen Prinzen im fürstlichen Haufe einzutreten, nahm er, nachdem er von seinem Bischöfe die Erlaubniß zum Austritt aus dem Seel» sorgerdienste erhalten, an, aber der im nächsten Jahre erfolgte Ausbruch der Revolution veranlaßte ihn, diese Stelle niederzulegen, und er kehrte nach Szäplak in die Seelsorge zurück. Die Liebe zur Literatur war bereits während seiner Studienjahre in ihm rege und von zwei geistvollen Benedictinern, die seine Lehrer waren, genährt worden. Er versuchte sich demnach schon frühzeitig in Prosa und Poesie; seine dichterischen Arbeiten ver- brannte er aber, als er in die Seelsorge trat. Nur Einzelnes war im Taschenbuche „Urania.", im »k^ iö«, d. i. der Er- zähler, und in der „Aon", und auch dieß unter fremdem Namen, im Drucke erschie. nen. Als Caplan wendete er sich theo« logischen und culturhistorischen und svä« ter mit besonderer Vorliebe linguistischen Arbeiten zu. In dem von Isidor Guz. mics sBd. VI, S. 32^ herausgegebenen „2FvkH2i tä.r") d. i. Kirchenmagazin, veröffentlichte er (im Jahre 1838) Briefe über einen Plan für ein katholisches Kirchenlieder- und Andachtsbuch in un> garischer Sprache und im „ReSsiö" brachte er mehrere culturhistorische Auf» sähe, als: „Die Monsonmegyer Comi« tatsbauern"; — „Die Volksbräuche in der Raabergegend" u. dgl. m. Als die ungarische Akademie der Wissenschaften für eine Abhandlung über die Regeln der ungarischen Syntax einen Preis aus« schrieb, bewarb sich auch F. um denselben nnd erhielt ihn. Seine Arbeit ist von der Akademie in das die verschiedenen Preis« schriften enthaltende Welk. welches 1846 durch den Druck veröffentlicht wurde, aufgenommen worden. Außerdem sam» melte er Materialien zu einem Kirchen» Kunstwörterbuche und hat hgeselben dem Johann Nagy, der diesen Gegenstand ebenfalls bearbeitete, zur unbeschränkten Benützung überlassen. Als Joseph Bajza sBd. I, S. 127^ im Jahre 1844 sein Werk 5^2 6rak6li Q6M mivOlöäyZönOic törtsQLtk«) d. i. Geschichte der Cultur des menschlichen Geistes, erscheinen ließ, trat F. gegen mehrere in Bajza's Buche enthaltene Ansichten mit einzelnen Ar» tikeln auf, in denen er B. zu bekämpfen suchte. Diese Artikel waren im Jahr» gange 1844 der Zeitschrift lisii^io abge- druckt. Seine übrigen Schriften sind: 5^. TNQFl/a?' Nl/S^V T'snFsSST's") d. i. System der ungarischen Sprache (Pesth d. i. Grundzüge der Wortbildung und Worterklärung (ebd. 1833), diese letztere Schrift entstand gelegenheitlich eines zwischen Czuczor M . I I I , S. 120) und Paul Hun- falvi Md. IX, S. 431) entstandenen philologischen Streites und Fabian stellte sich auf Hunfo.lv i's Seite. Dieß war auch Veranlassung, daß F. nun in seinen sprachlichen Studien sich dem Fin- nischen zuwandte, das in der Geschichte der magyarischen Sprache eine wichtige Rolle spielt. Noch veröffentlichte er in der vonHunfalvi herausgegebenen sprach- lichen Zeitschrift „Ua.Z)'2.r n^6iv6S26t" unter dem Pseudonym P h i l o f e nn o s die Aufsätze: „ ^ ünn n^eiv iLiusi-otäLüt", d. i. Zur Kunde der finnischen Sprache, und n^inn. H6V tHiHu^ait") d. i. Die Räthsel des sinnischen Volkes. Eine von ihm bearbeitete Grammatik der finnischen Sprache hat er zur Herausgabe an die ungarische Akademie eingesendet. kötüt, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm« lung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 8«.) S. 334.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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