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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 461 -
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Glaeser 461 Maeser 4862, Bellmann, gr. 80.); — ^„Nrr erste österreichische KeichZtag zn Mnz im Jahre MA" (Wien 4862, 8".). Im Jahre 1862 wurde G. von der phil..hist. Classe der kais. Akademie der Wissenschaften zum correspondirenden Mitgliede gewählt. Wiener Zei tung 1839, Abendblatt Nr. 204 S. 1059. * Glaeser, Franz Joseph (Ton setz er, geb. zu Ober-Georgenthal im Saatzer Kreise in Böhmen 19. April 1798, gest. zuKopenhagen 29. August 1861). Schon als Kind armer Eltern erregte sein musikalisches Talent Auf« sehen und in Folge seiner wunderbar lieblichen Stimme kam er im Alter von eilf Jahren aus seiner Heimat Böhmen fort und als Sängerknabe in die Hof» capelle nach Dresden. Seine ursprüng< liche Absicht, Sänger zu werden, mußte er, als er bei der Mutation die Stimme verlor, aufgeben. In seiner Vorliebe für die Musik wählte er nun die Geige, begab sich 1813 nach Prag, wo er sich unter Piris an dem dortigen Conserva» torium ausbildete. Seinem Dränge zu schaffen folgend, ging er 1816 nach Wien und studirte unter Heidenreich den Contrapunct, die schon längst begonnenen Versuche zu componiren, nun auf gründ- lichere Studien gestützt, fortsetzend. Es wird nun in diese Lebensperiode von einem Biographen G.'s eine innigere Bekanntschaft desselben mit Beethoven gesetzt und sogar bemerkt, daß Beeth o« ven durch Glaeser daS Einstudiren seiner Oper „Fidelio" habe leiten lassen. Diese Angabe wird — und wenn der Herausgeber nicht irrt, von dem bekann« ten Musikgelehrten Leopold v. Sonn« leithner — mit genauen Nachweisun- gen in Abrede gestellt ^vergl. die in den Quellen genannten „Recensionen" .^ Im Jahre 1817 wurde G. Capellmeister- Adjunct im Iosephstädter Theater in Wien, aber nach Schladebach schon im folgenden Jahre wirklicher Capell- meifter ebenda, nach den „Recensionen" aber wurde G. im Jahre 1818 Capell» meifter im Iosephstädter Theater und 1827 in jenem an der Wien. Im Jahre 1830 gab er seine Stellung in Wien, wo er nahezu 13 Jahre thätig gewesen und wo der Clavierauszug seiner Oper „Lie. besabenteuer" bei Haslinger erschie« nen ist, auf, um einem Rufe als Capell. meister an das Königstadtische Theater nach Berlin zu folgen. Dort erlebte er mit Karl von Holtei, der Henriette Sontag u. A. die Glanzperiode dieser Bühne. Seine um diese Zeit nach Hol« t ei's Text componirte Oper „Des Adlers HarZt" machte sich auf den ersten deut» schen Bühnen beliebt und seinen Namen als Compositeur in weiten Kreisen bekannt. Als im Jahre 1839 König Christian VIII. den dänischen Thron bestiegen, berief er, nachdem Marsch» ner abgelehnt, Glaeser als ersten Capellmeister an das königliche Natio- naltheater in Kopenhagen. Glaeser nahm den Ruf an und brachte die bereits in Verfall gerathene königliche Capelle zu neuer Blüthe, wendete auch der Oper seine Thätigkeit zu und wirkte als Dirigent der Musikvereins'Concerte wesentlich zur Hebung der Musik in der dänischen Hauptstadt. Bei dem mit dem Jahre 1848 auch in Kopenhagen einge» tretenen Umschwünge der politischen Ver- Hältnisse machte G. als Auslander manche bittere Erfahrung und mußte, wie schon viele Andere vor ihm in solchen Fällen, die traurigen Folgen der Anfeindungen von Neidern und Nebenbuhlern nur zu bald fühlen. Er trat auch, als G ade von Leipzig im Jahre 1848 nach Kopenhagen kam, von der Leitung der MusikvereinS«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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