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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 463 -
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Seite - 463 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Grabner 463 Grabmr Waldes und wurde im Jahre 1830 Ingenieur daselbst. I n dieser Stellung war er der Erste, der das von Hundes» Hagen neu erfundene System der Be- stimmung der jährlichen Hiebmenge der Waldungen in Oesterreich im Großen in Anwendung brachte, wodurch die Licht» und Schattenseiten dieses Verfahrens zu Tage traten. Im Jahre 1834 zur Pro- fessur nach Maria«Brunn berufen, wirkte er bis 1847 daselbst, anfänglich im Fache der Naturwissenschaften, spater in jenem der Forstkunde. Der Ruf, dessen sich G. als tüchtiger Forstwirth erfreute, lenkte die Aufmerksamkeit des verstorbenen Alois Fürsten Liechtenstein auf ihn. Der Fürst, als Landwirth eine Speciali« tät, die seines Gleichen nicht sobald wieder fand, wollte auch den forstlichen Theil seiner Güter in einer den Ansprü« chen der Forstwirthschaft der Gegenwart angemessenen Weise verwaltet sehen und ersah sich zu diesem Zwecke unseren G., den er im Jahre 1847 als Forstrath in seine Wiener Hofkanzlei berief und an die Spitze des liechtensteinischen Waldwesens stellte. G. erfüllte des Fürsten Erwar- tungen in vollem Maße und bald gehörte die fürstliche Forstverwaltung zu den besteingerichteten und bestgeleiteten der Monarchie. Als aber mit dem im Jahre 1839 erfolgten Tode des Fürsten in der ganzen Verwaltung der fürstlichen Güter große Veränderungen eintraten, blieb natürlich auch das Forstwesen nicht unberührt und G. mußte manches gesche» hen lassen, was mit seinen erprobten Ansichten und seiner bisherigen Leitung nicht stimmte. Durch Anstrengungen im Dienste schon von früher her in der Ge> sundheit geschwächt, waren die Verände» rungen in seinen dienstlichen Verhält- haltnissen nicht geeignet, die angegriffene Gesundheit zu kraftigen. Endlich in den Ruhestand versetzt, der ihm die Mög« lichkeit der Erholung bot, ging diese Hoffnung nicht in Erfüllung. Ein plötz« licher Nervenschlag machte im Alter von 62 Jahren seinem Leben ein Ende. Als Forstmann war G. frühzeitig wissen» schaftlich thatig gewesen. Bereits als Assistent an der Forstlehranstalt zu Maria-Brunn gab er seine „Anknngsgrünbe im NlltnrkMbe Kr ben Forstmann" (Wien 1838. Heubner) heraus; bearbeitete dann die Cotta'schen Baum-Cubi« rungstafeln für Oesterreich, welche unter dem Titel: „Gakeln zur Ne3timmung des kubischen Inhalts lllln rylindrischen und Kegel- lärmigen Nntz- und NllnhlllzMckln" (Wien 1840, zweite Auflage 1850, dritte Auflage 1831, vierte Auflage 1861) erschienen. Ferner veröffentlichte er die „GrnndMe der Für5tmirth2chllt!5lchre", zwet Bände (Wien, erster Band 184t, zweite Austage 1834, zweiter Band 1836); dieses Werk G.'s erfreute sich auch im Auslande von Seite der Fach' manner einer ehrenvollen Anerkennung. Zugleich mit Prof. F. Fiscal i bearbei» tete G. den erklärenden Text zu den von Franz Hart inger im Farbendrucke ausgeführten Werke: „Deutschlands Forstculturpstanzen in getreuen Abbil« düngen nach der Natur gezeichnet" (Ol> mütz 1836, gr. Fol.). Seit 1833 gab er die „Oesterreichische Vierteljahrsschrift für Forstwesen" (Wien, 8".) heraus, welche zugleich das Organ des österreichischen Reichsforstvereins war und zu den gedie» gensten Fachblättern zählt. G. half die» seS Blatt und den Reichsforstverein, dessen Vice-Präsident er längere Zeit war, be» gründen. Im Jahre 1837 wurde er anläßlich der Wiener landwirthschaft' lichen Ausstellung mit dem Franz Joseph. Orden ausgezeichnet. G., eine in den Wiener Kreisen beliebte und wohlbekannte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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