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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 464 -
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Grassalkovich 464 Gspan Persönlichkeit, war zweimal verheirathet, und zwar mit zwei Schwestern: Jose- phine und Pauline, Töchtern des durch feine trefflichen Bonmots wohlbe- kannten k. k. Rathes Ignaz von Sonn. leithner, der in diesem Lexikon seiner Zeit auch seine Stelle finden wird. Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) 1864. Nr. 103: „Nekrolog von I. W(essely). - Fremden.Blatt (Wien. 4°.) 1864, Nr. 310. 5 Grassalkovich von Gyarak, Leopol- dine Fürstin ss. d. Bd. V, S. 312), gestorben in der zweiten Hälfte deS December 1864. Mit ihr erlischt nun auch die weibliche Linie dieses Hauses, das mit dem Tode ihres Gemals, des Fürsten Anton männlicher Seits fchon im Jahre 1841 erlosch. Kurz vor ihrem Tode hatte sie die Erlaubniß erhalten, daß die in Ivanka beigesehten irdischen Ueberreste des Fürsten Anton (II.) G. (gest. 1794), seiner Gemalin Maria, gebornen Für» stin Eßterhazy (gest. 1820), und des Fürsten Anton (III.) G. (gest. 1841), nachdem Ivanka in fremde Hände über« gegangen war, nach Befsenyö bei Gödöllö übertragen wurden, wo sich eine von dem Fürsten Grassalkovich gegründete Familiengruft befindet. Ostdeutsche Post (Wiener polit. Blatt) 1864, Nr. 336. im Feuilleton: „Aus der alten Aristo. kratie" n^achgedruckt in der Frankfurter „Di- daskalia" 1864, Nr. 361). — Fremden« Blatt 1864, Nr. 216. * GspllN, Peter Erasmus Ritter von (Rechtsgelehrter, geb. zu Zir l in Tirol 3. November 1790, gest. zu Gratz 9. Juni 1864). Seine Eltern waren arme Bauersleute; seine Mutter aus dem Hause des tapferen Eisenstecken ^Bd. IV, S. 17). Schon im Jahre 1809 hatte G.. damals 19 Jahre alt, an der Seite des Priesters Anton Plattner in der Zirler Compagnie an der Vertheidigung Tirols Theil genommen. Nach manchen glücklich überstandenen Kämpfen mit widrigen Lebensverhältmffen hatte er die juri« dischen Studien beendet und war im Jahre 1817 bei dem k. k. steirischen Landrechte in den österreichischen Justiz- dienst getreten. Im Jahre 1819 wurde er Auscultant, 1830 Rathsprotokollist, 1838Landrath, that aber in derZwischen- zeit als Aushilfsreferent Dienste. Im Jahre 1843 zum Appellationsrathe in Innsbruck befördert, blieb er bis 1859 in dieser Stellung und trat im genann« ten Jahre nach 42jähriger Dienstleistung in den Ruhestand. Neben seinem amt< lichen Berufe war G. auch sonst im Ge> meinwesen und dann als tüchtiger Fach» schrWeller thätig. Im Jahre 1848 war er ein eifriges Mitglied des Tiroler Lan« desvertheidigungs» Comites; in seiner Heimat zum Abgeordneten des Frank« furter Reichsparlaments gewählt, konnte sich ein Mann wie G., der in das Par> lameutsalbum die Worte schrieb: „Der Volksfreiheit und dem Wohle des ganzen deutschen Vaterlandes widmet seine Kräfte Gfpan, Abgeordneter des vierten Tiroler Wahlbezirkes", es in einer Versammlung eben nicht behaglich finden, in der vor Parteiungen und Privatinterefsen die Volksfreiheit gar nicht zur Sprache kam. G. kehrte demnach nach Tirol zurück und war dort für die Volksintereffen thätig, indem er im Tiroler landwirthschaftlichen Vereine schuf und waltete. Seit 1831 Präsident des Vereins, gründete er neun Bezirksvereine und begann die Heraus« gäbe eines landwirthschaftlichen Katen» ders und war überhaupt nach dieser Richtung hin so ersprießlich thätig, daß ihn der niederösterreichische landwirth< schaftliche Verein im Jahre 1838 zum correspondirenden Mitgliede erwählte.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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