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Saidinger 468 Haidinger
Seine Thätigkeit als Fachschriftsteller
beschränkt sich auf einige selbstständige
Werke und mehrere in Fachzeitschriften
enthaltene größere Abhandlungen. Selbst»
ständig gab Gspan heraus: „Abhund-
lnng über die geschmaMge Nefriedignng ran-
rnnirender Gläubiger, üN82lr nnil bei den Gau-
rnrZolchllndlnngen", 3 Bande in 4 Abthei«
lungen (Gratz 4837—4839, Damian
und Sorge, 8".)', — „Ab^llndwng über die
MeirllmmiZZe. Ullch dem öäterreichischm Oe>
setze gearbeitet". 2 Bde. (Wien 4842.
Gerold. 8".); — und „AnZimmenötellung
der VllrLchritten drr neürZten OeZetze, nnter lllpha-
betiZch geordneten Schlagmürtern", 2 Abthlgn.
(Innsbruck 1831, Wagner, 8°.). I n der
Wagner'schen „Ze i t s ch r i f t füt
Rechtsgelehrsamkeit" waren aber folgende
größere Aufsätze G.'s abgedruckt: „Ueber
daS Vorstellungsrecht bei der gesetzlichen
Erbfolge, nach dem allgemeinen österreichi-
schen bürgerlichen Gesehbuche" (1833, I>
S. 349), wurde auch im t^iornais äi Fiu-
riLpruäonsn. austriaQH slli^ i>. 432) in
italienischer Nebersetzung mitgetheilt; —
„Neber die Anrechnung in den Pflicht-
theil" (4833, I I , S. 4, und 4836, I> S. 283); — „Darstellung des rechtlichen
Einflusses einer Servitut auf ein mit
Pfandrechten belastetes dienendes oder
herrschendes Gut" (4836, I I , S. 425);
— „Darstellung des rechtlichen Wir-
kungskreises der in Rücksicht auf Ver>
laffenschaften bestellten Curatoren, mit
Angabe der dießfalls in der Praxis be«
stehenden Mißgriffe« (1843, I, S. 44 u.
63); — „Die Aufforderungsfrage nach
österreichischen Gesetzen" (1842 , I,
S< 243), auch im ttiornais äi xiur.
anst?. (IV, x. 413) in's Italienische
übersetzt, und „Civilrechtsfall in Betreff
der Vermögens-Curatel der unter der
vaterlichen Gewalt stehenden minder-
jährigen Kinder" (1846, I I , S. 33).
Für sein vielfaches verdienstliches Wirken
wurde G. im Jahre 1839 mit dem
Orden der eisernen Krone 3. Classe aus«
gezeichnet und den Statuten dieses Or«
dens gemäß im Jahre 4869 in den erb«
lichen Ritterstand erhoben.
Gratz er Zeit un g i864. Nr. 143.- „Nekrolog".
— Tagespost (Gratzer polit. Blatt) 1864,
Nr. 142. — Tiroler Stimmen (Inns-
brucker Parteiblatt, 4°.) 1864, Beilage zu
Nr. 146.
H.
N Haidinger, Wilhelm Ritter von
15 d. Bd< VII , S. 203^. Nachdem dieser
durch seine unermüdliche Thätigkeit, wie
seine grenzenlose Liebenswürdigkeit gleich
hervorragende Nestor der österreichischen
Gelehrten, oder wie ihn Freiherr von
Hingen au in seiner ihm zu Ehren ge«
haltenen Festrede nennt: „Patriarch der
Wissenschaft", im Jahre 4834, wie be-
reits bemerkt worden, mit dem Ritter-
kreuze des Franz Joseph-Ordens ge-
schmückt und damit sozusagen im Vater»
lande der Reigen der ihm gewordenen
v. Würzbach, biogr. Lexiton. XIV, Ehren und Auszeichnungen war eröffnet
worden, folgte im 1.1839 die Verleihung
des Titels eineS Hofrathes, im I . 1862
die Ernennung zum wirklichen Hof«
rathe, mit Allerhöchster Entschließung
vom 30. Juli 4864 die Verleihung deS
Ritterkreuzes des Leopold.Ordens und
den Statuten dieses Ordens gemäß mit
Diplom vom 21. October d. I . die Er-
Hebung in den erbländischen Ritterstand.
Am 3. Februar 4863 fand zur Feier seines
70. Geburtstages die Aufstellung seiner
ausCarrara-Marmor ausgeführten Büste
'.Oct. 1865.) 30
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon