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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 473 -
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Seite - 473 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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473 stattgehabten Aufrichtung des Hebbel'schen Denksteines Emil Kuh vor einer größeren Versammlung in Wien gehalten, in welchem Vortrage er ein geistvoll gezeichnetes Lebens- bild des Verewigten entwarf. — Im 8. Bande der Tagebücher Varnhagen's wird auch ein Besuch Hebbel's geschildert. Varnhagen zeichnet H e b b e l treffend mit wenigen Crayonzügen: „Weißhaarig, blauäugig, nord' deutsch, schwungvoll und nachdrücklich redend, mit bezeichnenden Geberden — eine merkwür» dige Erscheinung! Der Mann gefiel mir auf den ersten Blick und mit jedem Worte, das er sagte, gefiel er mir mehr. Es that mir wohl, einen Mann so freien Geistes, so muthigen Herzens, so weiten Ueberblickes zu hören." II. Ueber Sebbel's Demetrms und Nibelungen. WienerLloyd 4864,Nr.t66:„Ein Gedanken- Fragment über Hebbel und seinen Demetrius". — Der Botschafter 1864, Nr. 90: „Heb- bel's Demetrius". — Der Wanderer 1864, Nr. 104: „Fr.Hebbel's Demetrius". — W eser. Zeitung 1864. Nr. 6366: „Hebbel's Deme- trius". — Allgemein eZeitun g (Augsburg, 40.) 1864, Beilage zwischen Nr. 199—205: „Literarische Briefe. Hebbel's Demetrius". — Blätter für literarische Unterhaltung (Leip. zig, Brockhaus. 4<>.) 1863. S. 130: Hebbel's Demetrius". Von Nudolph Gottschall. — Deutsche Vierteliahrsschrift (Stutt' gart, Cotta). Jahrg. 1863, Januar —März (Nr. 109): „Ueber Compofition des Hebbel. schen Demetrius". Von M. Bernays. — Röpe (Georg Rrichard), Ueber die drama« tische Behandlung derNibelungensage in Heb» bel's Nibelungen und Geibel's Brunhild (Hamburg 1865) d^iese geistvolle Abhandlung voll treffender Bemerkungen war zuerst als Programm für 1365 der Hamburger Realschule erschienen). NI. Porträte. Ein von Karl Rahl im Jahre 1853 gemaltes Oelbildniß Hebbel's befand sich im September 1865 in der Ausstellung Rahl'scher Kunstwerke. Dasselbe ist Eigen, thum der Witwe Hebbel's. — Einen nach einer Photographie von Emil Rabending ausgeführten Holzschnitt, Hebbel's ziemlich ähnliches Bildniß vorstellend, brachte Wald- Heim's Illustrirte Zeitung 1863, Nr. 65, S. 773. — Ferner bestehen Photographien Hebbel's in Visitkartenformat aus dem I . 1861 von Angerer und Schlossarek; — aus dem I. 1862 von Emil Rabending in gr. 40. (das Blatt zu 4 fl.). und von Eben- demselben in Visitkartenformat; — aus dem I. 1863 von Iagemann, von Miethke u. Wawra. — Eine Vypgbüfte Hebbel's hat Fernkorn nach den photographischen Bildnissen desselben und nach seiner Todten- maske vollendet. Ein Exemplar dieser Büste aus carrarischem Marmor wird Feinkorn im Auftrage der Witwe des Dichters meißeln. — Als im Jahre 1861 in Nr. 935 der Leipziger Illustrirten Zeitung das Gedicht Hebbel's „An Seine Majestät König Wilhelm I. von Preußen" erschien, erregte die Stelle des Ge- dichtes: „Auch die Bedientenvölker rütteln Am Bau, den Jeder todt geglaubt, Die Czechen und Polaken schütteln Ihr strupv'ges Karyatidenhaupt" in öechischen Kreisen so unangenehme Stim< mung,, daß dieselben ihrerseits bald erwie. derten. Das Prager Witz« und Caricaturen- blatt Hum01-18tiok? ligt? 1861 brachte nämlich in Nr. 10, S. 76, Heb del's Carica. tur in der „ftaloris nmasänikü xra 2251 vso", d. i. in der Gallerte der Märtyrer für unsere Sache. Die Caricatur ist gemein, witzlos und abgeschmackt. IV. Hebbel's Grabdenkmal. Dasselbe, auf dem Grabe des Dichters auf dem Währinger Fried« Hofe errichtet, besteht aus einem Sandstein- felsen, auf welchem sich die in voller Kraft vom Sturme geknickte Eiche erhebt. An dem Felsen lehnt ein aufgeschlagenes Buch, dessen aufgeschlagene Seiten die Inschrift tragen: Friedrich Hebbel, geb. am 18. März 1813, gest. am 13. December 1863. Eine Abbildung des Grabdenkmals enthalten: Waldh eim's Illu» strirte Blätter 1863, Nr. 15, S. 120, und die Leipziger I l lustr i r te Zeitung 1864, Nr. 1083. V ßein, Franz ss. d. Bd. vm, S. 215. und Bd. XI) S. 429^. Zugleich mit AuS- scheiden deS Ministeriums Schmerling im Juli 1863 fand auch der Rücktritt Hein'S Statt. Mit Allerh. Handschrei- ben vom 27. Juli 1865 wurde er über sein Ansuchen von dem Amte eines Mini» sterS und von der Leitung des Justiz. Ministeriums unter Anerkennung seiner treuen und eifrigen Dienstleistung und unter Vorbehalt seiner weiteren Dienste in Gnaden enthoben und kurze Zeit darauf
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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