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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 477 -
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Seite - 477 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Hocheder 477 Hocheder Jahre 1800, gest. zu Wien 13. März 4864). Hocheder's Vater Martin war Pochwerks'Hutmann in Zell am Ziller in Tirol, eben wie sein Großvater. Schon der Vater hatte sich dort durch Verbeffe« rungen in der Einführung neuer Einrich» tungen in der Aufbereitung und Amal« gamirung der goldhaltigen Gesteine ver» dient gemacht. Der Sohn war bis zum Jänner 1820 Goldwäscher, eine Beschäf- tigung, die ihm selbst eine reiche Quelle der Erfahrung wurde. Ueberdieß wuche seine Erziehung durch seinen Vater sehr sorgsam geleitet und erwies er sich sehr geschickt im Zeichnen, Rechnen, Model- liren von Maschinen und Bauwerken, im Entwerfen von praktischen Baupro« jecten und Ueberschlagen, in praktisch» geometrischen Aufnahmen, und war auch mit den nöthigen theoretischen Kennt» nissen versehen. Er wurde nun am 4. August 1821 wirklicher k. k. Berg. und Salinendirections » Praktikant in Hall, kam noch im nämlichen Jahre zum Besuch der Bergcollegien nach Schemnitz und bildete sich durch praktische Ver« Wendung in Böckstein, Brixlegg, Ster» zing, Fügen nur noch mehr in seinem Dienste aus. Ein weiteres Feld von Thätigkeit wurde ihm im Jahre 1830 durch eine Einladung nach Brasilien, für eine Bergwerksgesellschaft geboten, deren Direktor M o rn ay selbst zur Anwerbung nach Innsbruck und Hall gekommen war. Nach einem zehnjährigen Aufenthalte in Brasilien, und zwar in Rio Janeiro und in den Bergwerken in der Provinz Minas Geraes, innerhalb welcher Zeit er Europa zweimal besucht und bei seiner ersten Rückkehr seine Braut abgeholt hatte, verließ er am l . Juli 1840 Bra- filien für immer, wo er in den letzten Jahren als „Superintendent" der engli- schen Bergwerksgesellschaft thatig gewesen. Spatere Antrage für Ostindien, oder für die englischen außereuropäischen Berg» werke in London Dienst zu nehmen, lehnte er ab, entschlossen in mäßiger Unabhängigkeit sein Leben dem Vater« lande zu weihen. Er erhielt vorläufig die Stelle eines unentgeltlichen Honorar» Bergamts-Affeffors; als dann Freiherr von Kübeck der montanistischen Abthei« lung die Form einer Central«Bergbau. direction gab, wurde in derselben auch Hocheder als Secretär am 3. August 1843 eingereiht. In diese Zeit fallen Hocheder's wiederholte zuletzt erfolg, reiche Bestrebungen, für Helmr eichen lBd.VIIIi S. 294). denHocheder selbst für die Dienste der brasilianischen Berg» werksgefellschaft angeworben hatte, eine Staatsunterstützung zu einer Reise in das Innere von Brasilien und Süd« Amerika überhaupt zu erwirken, die am 1. April 1843 mit der Summe von 6000 fl. C. M. bewilligt wurde jvergl. die Sitzungsberichte der kais. Akade« mie der Wissenschaften 1830. Bd. IV, S. 412^. I n der Zwischenzeit hatte Hocheder auch an den Arbeiten des von Haidinger begründeten Vereines der „Freunde der Naturwissenschaften" Theil genommen, und verdankt vornehm» lich ihm der Verein mehrere Aufsätze von Helm reichen und die Mittheilun- gen über dessen Reisen, welche in dessen Berichten veröffentlicht wurden. Treffend bemerkt nun Haidinger in Bezug auf Hocheder: „Die frühere Lage, als Bevollmächtigter von Gesellschafts'Unter« nehmungen, wo eS gewissermaßen auf ein „Theilen" während der Arbeits' fortschritte ankommt, und so viel von raschem Entschluß und kräftigster Ausfüh- rung abhängt,botihmder Natur derSache nach Gelegenheit, reichere Vortheile in kurzer Zeit zu erwerben. In dem vielfach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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