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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
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Iffer 490 Isftr sönlichkeiten bemerkenswerth. Ein Aus- lug davon wurde in einigen deutschen Journalen mitgetheilt. Im Jahre 1862 vrotestirteIo si ka gegen einen von einem literarischen Strolche, der sich Koväcs nannte, an ihm verübten Betrug. Dieser hatte nämlich schon vor mehreren Jahren einen Roman unter dem Titel: „Ungar und Spanierin" als aus dsm Ungarischen Iosika's in's Deutsche überseht heraus« gegeben. Nun. im Jahre 1862 erschien derselbe Roman als nur in deutscher Sprache von I ä sika geschrieben, neuer» dings angekündigt. I6sika trat gegen diesen literarischen Betrug aufund erzählte zugleich, daß der Freibeuter eine seiner kleinen Novellen (läwin^I.. d. i. Der Finger Gottes) zum Stoffe seines Romans benutzt, Iösika selbst aber nicht eine Zeile dieses Machwerks geschrieben habe. I l lustr i r te Zeitung (Leipzig I.I.Weber) l563. Nr. 1136. — Neue freie Presse lNienrr polit. Blatt) 1863. Nr. l82. — Wie» ner Zeitung <863. Nr. 37.— Fata Mor< o.ana (Pesther Blätter für Kunst. Literatur u. s. w. Redigirt vonHermine Czigl sr von 1)n n.Ve cse (Pestft, 4<>.) I I . Jahrg. (1853), Nr. l4u. 29. — Constitutionelle öster. reichische Zeitung (Wien) l864. Nr. 286 dis 288: „Aus Iosika's Memoiren". — Tie Debatte (Wiener polit. Parteiblatt) 18N4, Nr. 25. 29. 36. 4.">: „Aus Iosika's Memoiren". *3fsel, Johann von(3andgerichts> rath. geb. zu Meran 16.August 1797, gest. zu Innsbruck im März 4863). Trat nach beendeten juridischen Studien 1829 als Conceptspraktikant bei dem Landesgerichte in Civezzano ein, wurde, nachdem er bei mehreren Patrimonial- gerichten in unteren Diensteskategorien thatig gewesen, im Jahre 1^31 Landrich» ter in Stenico. 1834 in Pergine und 1833 Land« und Untersuchungsrichter in Cavalese. Daselbst wirkte er bis 1830. in welchem Jahre er zum Stellvertreter des Generalvrocurators in Innsbruck ernannt wurde. Im Jahre 1834 wurde er Landesgerichtsrath bei dem Inns» brucker Gerichtshofe und starb als solcher im Alter von 66 Jahren. Als Landrichter von Cavalese erwarb sich I . das Recht auf bleibendä Erinnerung. Er ist der Be» gründer des Wohlstandes des Fleinser» thales, durch ihn wurde die Gemeinde von Cavalese die reichste des Landes: denn er war es, der sie veranlaßte, auf eigene Rechnung den so ergiebigen Holzhandel zu betreiben und die Milch« und Kasewirth- schaft einzuführen. Im Jahre 1848 wa? es ausschließlich sein Einfluß und sein patriotischer Eifer, der es dahin brachte, daß aus dem Trienter Kreise zwei Com- pagnien Landesschützen — die einzigen aus dem ganzen Kreise — in's Feld zogen. Daß er als Fachmann ein Muster von Gesetzkenntniß, als Vorsteher ein Vater seiner Untergebenen war, sei noch neben- bei bemerkt. Die Gemeinde von Cavalese überreichte ihm bei seinem durch Antritt eines höheren Dienstpostens veranlaßten Scheiden eine werthvolle goldene Dose. Sein Monarch aber zeichnete den wackeren Staatsdiener durch die goldeneCivil-Ver» dienstmedaille und im I . 4830 durch das goldene Verdieustkreu; aus. — Sein Sohn Garikald diente als Oberlieutenant im Kaiserjäger.Negimente. Bei Montebello zeichnete er sich durch seltene Tapferkeit aus. Mit einem Zuge der 13. Com> pagnie bildete er die Vorhut. Als er auf den Feind stieß, ließ er seine Mannschaft sofort Klumpen formiren und empfing nun den vordringenden Gegner im ricktigen Moment mit einer so tüchtigen Salve, daß ein Reiter todt. em Ofsicier und acht Mann verwundet wurden. Bei Solferino fand der tapfere Officier den Heldentod. AlS der greise Vater nach dem Kriegsschau- plätze eilte, um den verwundeten Sohn im Spitale aufzusuchen, fand er dessen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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