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sönlichkeiten bemerkenswerth. Ein Aus-
lug davon wurde in einigen deutschen
Journalen mitgetheilt. Im Jahre 1862
vrotestirteIo si ka gegen einen von einem
literarischen Strolche, der sich Koväcs
nannte, an ihm verübten Betrug. Dieser
hatte nämlich schon vor mehreren Jahren
einen Roman unter dem Titel: „Ungar
und Spanierin" als aus dsm Ungarischen
Iosika's in's Deutsche überseht heraus«
gegeben. Nun. im Jahre 1862 erschien
derselbe Roman als nur in deutscher
Sprache von I ä sika geschrieben, neuer»
dings angekündigt. I6sika trat gegen
diesen literarischen Betrug aufund erzählte
zugleich, daß der Freibeuter eine seiner
kleinen Novellen (läwin^I.. d. i. Der
Finger Gottes) zum Stoffe seines Romans
benutzt, Iösika selbst aber nicht eine
Zeile dieses Machwerks geschrieben habe.
I l lustr i r te Zeitung (Leipzig I.I.Weber)
l563. Nr. 1136. — Neue freie Presse
lNienrr polit. Blatt) 1863. Nr. l82. — Wie»
ner Zeitung <863. Nr. 37.— Fata Mor<
o.ana (Pesther Blätter für Kunst. Literatur
u. s. w. Redigirt vonHermine Czigl sr von
1)n n.Ve cse (Pestft, 4<>.) I I . Jahrg. (1853),
Nr. l4u. 29. — Constitutionelle öster.
reichische Zeitung (Wien) l864. Nr. 286
dis 288: „Aus Iosika's Memoiren". — Tie
Debatte (Wiener polit. Parteiblatt) 18N4,
Nr. 25. 29. 36. 4.">: „Aus Iosika's Memoiren".
*3fsel, Johann von(3andgerichts>
rath. geb. zu Meran 16.August 1797,
gest. zu Innsbruck im März 4863).
Trat nach beendeten juridischen Studien
1829 als Conceptspraktikant bei dem
Landesgerichte in Civezzano ein, wurde,
nachdem er bei mehreren Patrimonial-
gerichten in unteren Diensteskategorien
thatig gewesen, im Jahre 1^31 Landrich»
ter in Stenico. 1834 in Pergine und
1833 Land« und Untersuchungsrichter in
Cavalese. Daselbst wirkte er bis 1830.
in welchem Jahre er zum Stellvertreter
des Generalvrocurators in Innsbruck ernannt wurde. Im Jahre 1834 wurde
er Landesgerichtsrath bei dem Inns»
brucker Gerichtshofe und starb als solcher
im Alter von 66 Jahren. Als Landrichter
von Cavalese erwarb sich I . das Recht
auf bleibendä Erinnerung. Er ist der Be»
gründer des Wohlstandes des Fleinser»
thales, durch ihn wurde die Gemeinde
von Cavalese die reichste des Landes: denn
er war es, der sie veranlaßte, auf eigene
Rechnung den so ergiebigen Holzhandel zu
betreiben und die Milch« und Kasewirth-
schaft einzuführen. Im Jahre 1848 wa?
es ausschließlich sein Einfluß und sein
patriotischer Eifer, der es dahin brachte,
daß aus dem Trienter Kreise zwei Com-
pagnien Landesschützen — die einzigen
aus dem ganzen Kreise — in's Feld zogen.
Daß er als Fachmann ein Muster von
Gesetzkenntniß, als Vorsteher ein Vater
seiner Untergebenen war, sei noch neben-
bei bemerkt. Die Gemeinde von Cavalese
überreichte ihm bei seinem durch Antritt
eines höheren Dienstpostens veranlaßten
Scheiden eine werthvolle goldene Dose.
Sein Monarch aber zeichnete den wackeren
Staatsdiener durch die goldeneCivil-Ver»
dienstmedaille und im I . 4830 durch das
goldene Verdieustkreu; aus. — Sein Sohn
Garikald diente als Oberlieutenant im
Kaiserjäger.Negimente. Bei Montebello
zeichnete er sich durch seltene Tapferkeit
aus. Mit einem Zuge der 13. Com>
pagnie bildete er die Vorhut. Als er auf
den Feind stieß, ließ er seine Mannschaft
sofort Klumpen formiren und empfing nun
den vordringenden Gegner im ricktigen
Moment mit einer so tüchtigen Salve, daß
ein Reiter todt. em Ofsicier und acht Mann
verwundet wurden. Bei Solferino fand
der tapfere Officier den Heldentod. AlS
der greise Vater nach dem Kriegsschau-
plätze eilte, um den verwundeten Sohn
im Spitale aufzusuchen, fand er dessen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon