Seite - 156 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Bild der Seite - 156 -
Text der Seite - 156 -
Liechtenstein 466 Liechtenstein
celui-ci ti- äs Ini
oetts viUe
oi-oit I'adde äe ?raät lui-iuöins, cot ewZ
lut ^262 WiU rs?u, äs i'em^ereui't'uFltll'.^^
— NouvOlIeVioFi-axbie s^nsrals . . <
xubli^s z)Hr ^l^l. I'irmw Diäot li-örs3,
80U5 1a, äirectiou cis KI. Ie Dl. lloe56i
(?ari3 1830 st 8., 8".) lomo XXXI, x. 148
— Zeitgenossen. Almanach für das Jahr
1863 <M-atz ls63. Settelle. kl. 8".) S. 200.
sIn diesem seichten, mit dem pomphaften
Titel „Zeitgenossen" täuschenden Machwerke,
das nichts weiter a!5 ein schlechtes Adreßbuch
ist und das hier nur angeführt wird, um die
groben Irrthümer, die es enthält, zu berichti-
gen, wird der jetzt regierende Fürst Johann
(geb. 1840) auch aufgeführt. Und am Schlüsse
heißt es: „ In Folge der großen Verdienste,
welche Fürst Johann in den französischen
Kriegen (da er noch gar nicht auf der Welt
war) um Deutschland und Oesterreich erwor»
ben u. s. w." Das was hier dem jetzt regieren«
den Fürsten zugedacht ist, gilt von seinem Groß-
vater, dem Feldmarschall Fürsten Johann
(geb. 1760, gest. 1836).) — Porträte, l) Un.
terschrift: rüi-öt ^otianu ^iedtouLtsin.^ i - .
stöbst- 5c Visuuas (80.); — 2) I . Pich'
ler 52. (SchwarM, Halbngur).
Liechtenstein, Joseph Wenzel Lau»
rmz Fürst (k. k. Feldmarschall, Rit«
ter des goldenen Vließes, geb. 10. August
1696. gest. 10. Februar 4772). Der
Sohn des Fürsten Phi l ipp Erasmus
^s. d. S. 433. Nr. 33). der im Kampfe
den Heldentod gefunden, und Chri«
stiane Theresens Gräfin Löwen«
stein«Werthheim. Der Fürst Io<
seph Wenzel — so und auch sehr
oft allein Wenzel wird er genannt —
verlor seinen Vater, als er selbst erst
3 Jahre alt war, und Walt her Fürst
Dietrich st
ein und Maximi l ian Graf
Kaunitz überwachten seine Erziehung.
Nachdem er am Karolinuin zu Prag seine
Studien beendet, trat er, 47 Jahre
alt, in das Dragoner-Regiment Wehlen,
mit welchem er unter Prinz Eugen im Jahre 1716 in den Türkenkrieg zog.
Prinz Eugen war damals in Europa
der erste Meister der Kriegskunst. Auch
jetzt hatten sich viele Prinzen und Große
des Auslandes in Eugen's Lager ein»
gefunden, u. A< die Fürsten Bevern,
Culmb ach-Württemberg, Anhalt»
Dessau, die Grafen Charolais, die
Prinzen D o mbes, Marsi l lac, PonS,
um unter Eugen ihre Schule zu machen.
Fürst Joseph Wenzel hatte sich be-
reits im Vorpostengefechte so auSgezeich»
net, daß er zum Oberstlieutenant vorge«
rückt war; besonders that er sich in.
der Schlacht bei Belgrad (16. Auguss
1717) hervor, wo er in der Hitze des
Kampfes so tief ins Handgemenge ge«
rathen war, daß er sich mit einem Male
von Feinden umringt sah. Einen Tarta»
ren, der eben den Säbel schwang, um des
Fürsten Kopf zu spalten, schoß er vom
Pferde und bahnte sich über Zeichen den
Weg zu den Seinen. Der Passarowitzer
Frieden machte dem Kriege mit der
Pforte ein Ende, und während eines zwölf»
jährigen Friedens lebte der Fürst der
Häuslichkeit und seinen Studien, bis im
Jahre 1730 sich der politische Horizont
wieder verdüsterte. Die Insel Korsika
hatte
sich
gegen die Bedrückungen Genua's
empört. Die Genueser suchten beim Wie-
ner Hofe, 1731, um Hilfe an. Nun,
erzählt uns Morgenstern in seinen
Helden Oesterreichs: „Nachdem der Fürst
selbst ein Dragoner «Regiment erhalten,
führte er es nach Italien und von da
nach Korsika über, wo er dem General
Wachtendonk in Bezähmung der auf.
rührerischen Insulaner große Dienste ge-
mistet". Wir können nicht umhin, den
Lorberkranz des Helden hier um ein
Blatt zu schmälern: denn weder der Fürst
Joseph Wenzel, noch sein Regiment
sind je in Korsika gewesen. Worauf dieser
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Leon-Lomeni, Band 15
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Leon-Lomeni
- Band
- 15
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1866
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 499
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon