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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 327 -
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Seite - 327 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15

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Lobkowih 327 Fobkoroib Er war (seit 28. September 1597) mit Anna Maria Elisabeth Gräfin 5alm vermalt, welche ihn, da er schon im Jahre 1621 starb, überlebte. Sein einziger Sohn LadislauS IuliuS starb unvermält und der ganze Besitz siel seinem Oheim Zdenko Adalbert anheim. — 38. Littvin v. 3. (gest. 1680), ein Sohn Diepold's, des Stifters der Popel« Lob« kowitz aufBilin, aus deffen Ehe mit Agnes Miczan von Klinstein und Rostock. Litwin war durch seine musikalischen Kennt' niffe berühmt. Thomas MitiS, der Heraus» geber der Schriften des berühmten Bohus« l a v von Lobkowitz<Hassenstein, singt in seinen Idillion: „vs lärmig levlioen- 5idU8" von Litwin: ^. . . ^uuo I I'orLaii adüino Hliarto, spectavi moonia '^uäLU ^ 8truew olim Lilias, nv.no 8ud äitions La- ronurn I I^odlcovioeiia., <^ui Luut 6e stirps ersati j I l txots I^itvini, c^ uo non 05t ^lusicuL altsr >^ i)tior in oa.2- tu 3 promenäos voos v i r i i i " und an einer anderen Stelle: «NIuLioüs ost i^ 36 li-atsr Litviiiuä" ^in dem von Thom. Mitis herausgegebenen handschriftlichen Nachlaffe Bohuslaw'ö von Lobkowitz-Hassen« stein: ^üri-azo II. I^osmatuia, x. 246 .^ I o> hann hinterließ aus seiner Ehe mit einer Frau, deren Namen nicht bekannt ist, eine Tochter, Johanna Margaretha, welche Zweimal verheirathet war, zuerst mit Johann von Oppersdorf und dann niit einem Vetter von dem Zweige der Popel-Lobkowitz auf Zbi- row, mit dem Kammerpräsidenten Johann von Lobkowitz. — 39. Nikolaus (I.) (gest. 1435, nach Einigen 5. März 1441), der erste Lobkowitz und urkundlich festgestellte Ähnherr des heutigen Fürstenhauses. Bevor er den Namen Lobkowitz annahm, hieß er Nikolaus von Njezd, mit dem Bei» namen Chudy (d. i. der Arme), war ein Sohn des MareZ Ujezd und ein Günstling des Königs WenzeIIV. Bis zum Jahre 1410 erscheint Nikolaus in den Urkunden nur mit dem Namen von Ujezd, in einer Ur- kunde vom 27. Februar 1410 aber schon als Nikolaus von Ujezd alias de Lobko« wic und seither fast immer als Lobkowitz. Im Jahre 1415 ernannte ihn der König zum Oberstlandschreiber des Königreichs Böhmen Im Jahre 1418 erhielt Nikolaus mittelst Majestätsbriefes die dem Heinrich dem Jüngeren Reuß von Plauen in seiner Fehde gegen den König abgenommene Burg Hassenstein, nach welcher sich spater, als Nikolaus' Sohne, Johann und Niko- laus (II.) zwei besondere Aeste bil-detcn, die Nachkommen von Nikolaus (II.) zurrst Lob kowitz »Hassen stein und spater allein Hassen stein nannten. Ebenso erhielt er in derselben Fehde von dem Könige die Burg Primda (Frauenburg), welche bisher die Brüder Bores von Niesenburg besaßen, denen er aber die Summe von 4000 Prä- ger Groschen, für welche diese Burg an die Brüder verpfändet gewesen, auszahlen mußte. Die letztgenannte Burg aber, nebst der Burg Brüx Nowihrad und der Stadt Schönberg in Mähren, mußte er später an König Sigis» mund abtreten, erhielt jedoch dafür das Schloß Hluboka (Frauenberg bei Budweis), wozu später noch das Schloß Zwikow und die königliche Stadt Vodnau hinzukamen. Niko» laus spielte eine bedeutende Rolle zu seiner Zeit. So ist es, wie unS Tomek in seiner „Geschichte der Prager Universität" (S. 67 u. f.) erzählt, er, der den universellen Cha» rakter der Prager Hochschule, wie ihn Kaiser Kar l IV. im Sinne gehabt, vernichtete und an ihre Stelle den nationalen setzte. Ein Feind der Deutschen, hielt er es mit den böhmischen Magistern und erwirkte das die akademische Freiheit preisgebende Decret vom 18. Jänner 1409, welchem zufolge in allen Angelegenheiten des Gencralstudiums, im Universitätsrathe, bei Gerichten, Prüfungen, Veamtenwahlen und überhaupt bei allen Gelegenheiten der böhmischen Nation drei St immen eingeräumt werden, dagegen die drei fremden Nationen sich zusammen mit einer begnügen sollten. Lobkowitz war am !). Mai 1409 unter den im KarlScollegium auf k. Befehl versammelten vier Nationen mit sämmtlichen Schöffen der Altstadt Prag und ansehnlichem Gefolge von Bewaffneten er« schienen und hat im Wtistcnsaale dem Nector B a l t e n h a g e n (einem Deutschen) die Schlüssel von der Universitätslade, das Nectorsiegel und die Matrikel, dem Decan der Artistenfacultät, Varrentrappe (einem Bayer), Casse und Bibliotheköschlüssel abge- nommen. Hiemit waren der deutsche Rector und Decan als abgesetzt betrachtet und zwei Rechen an ihre Stelle ernannt. Es war dieß ein in der Geschichte aller Fachschulen der Christenheit unerhörter Vorgang. Die Deut» schen zogen nun aus Prag fort und ließen die drei oechischen Stimmen allein zurück, welches Trio doch nicht zu verhindern im Stande war. daß die Prager Hochschule im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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