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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 329 -
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Seite - 329 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15

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Lobkowih 329 Lobkowih Bohuslaw in's Auge faßt, für eine nicht gewöhnliche Bildung des Erben spricht. Niko< laus war mit Vttgilla von Gera verhei» rathet. — 43. Phi l ipp 3 ookowitz. Hassew stein (gest 1367), von dem Zweige auf Valö; ein Sohn Wilhelm's, des Stifters dieses Zweiges, aus deffen Ehe mit Anna Gräfin Ieisnik. Ph i l ipp besaß, wie sein Zeitgenoß Georg Fabr ic ius berichtet, vor« zügliche Anlagen zur Dichtkunst und Musik, Er fand, wie er dieß selbst in einem Briefe an seinen Vetter Sebastian aus dem Jahre 1Z32 berichtet, den Original<Katlilog der Hassenstein'schen Bibliothek, dessen Abschrift Thomas Mi t is zugleich mit mehreren an< deren Werken Bohuslaw's veröffentlichte. Ph i l ipp starb ohne Nachkommen im Jahre 1367 und die Herrschaft Val6 ging auf seinen jüngeren Bruder Ernst über, mit dessen Sohne Johann Ernst der Nebenzweig der Lobkowih auf Val5 erlosch — 44. Phi l ipp Joseph Fürst L. (geb. 4. November 1732. gest. 15 August !760), ein Sohn des Fürsten Johann Georg Christian aus dessen Ehe mit Ma r i a Henrike von Wald ' stein. Ph i l ipp betrat die militärische Lauf. bahn, war mit 28 Jahren bereits Major und fand alS solcher den Tod des Kriegers im siebenjährigen Kriege auf dem Schlachtf^lde bei Liegnitz. am 16. August !760. — 43. Poly- xena Fürstin L. (geb. 15L6. gest zu Prag 24. Mai 1642). ist eine Tochter WratiS« law's von Pernste in (gest. 1582) und der Mar ia Mar imi l iana Manriquez de Lara und Mendoza (gest. 1608)- zum ersten Male (am t l . Jänner 1557) war sie mit Wilhelm uon Aosenbcrg vermalt, welcher am 31. August 1392 starb, worauf sie sich zum anderen Male (am 23. Novem« ber 1603) an Zdmko Ahassierl, ersten Fürstrn des Hauses lMowitz, vermalte. Ihre erste Ehe blieb kinderlos und in der zweiten gebar sie, im 43. Jahre, den berühmten Wenzel Franz Euseb. Polyrcna ist eine der bedeutendsten Frauen ihres Hauses, die selbst großen Reichthum und Besitz in die Familie brachte und spätrr mehrere und an« sehnliche Güter erkaufte. Am Tage des Fen< stersturzes. am 23. Mai 16!8, rettete sie durch ihre energische Haltung die beiden aus d?m Fenster geworfenen Slavata und Marti« nih. nahm sie bei sich auf und beschützte sie nmthig gegen weitere Unbilden der utra« quistischen Stände, insbesondere des unge» schlachten Grafen Thurn. bis sie ihnen Gelegenheit zur Flucht verschaffte. Sie wurde hierauf mit ihrem Sohne durch vier Monat? in der Haft gehalten. Nach dem Tode ihreS Gatten, den sie noch um 14 Jahre überlebte, verwaltete sie bis zum Jahre 1633 die sammt» lichen Güter st-lbst, übergab in diesem Jahre die väterlichen und im Jahre 1637 auch ihre eigenen dem Sohne. Unter den mannigfaltigen, durch sie dem Hause zugefallenen Erwerbun- gen sind besonders hervorzuheben die Herr« schaft Raudnih. nach welcher die Lobkowih noch zur Stunde den HerzogStitel führen. Polypen a erhielt diese Herrschaft von ihrem ersten Geniale Wi lhe lm von Rosenberg bei der Verehelichung mit ibm als künftigen Witwcnsitz zur Nutznießung, und von ihrem Schwager. Peter Vok von Nosenberg, dem Pathen ihres Sohnes, zum erblichen Ve« sitze und im Jahre I6l6 erwarb sie wieder käuflich das Stammschloß Lobkowitz. Sie starb im hohen Alter von 76 Jahren zu Prag und wurde in der Familiengruft zu Raudnitz beigesetzt. — 46. Sebastian (geb. 4. August 13l1, gest. um das Jahr 1389), von den Lobkowitz«Hassenstein aufObristwy; er ist ein Sohn Ia roSla w'S und Margarethens von Meissen. Thomas M i t i s rühmt ihn alS einen besonderen Freund und Gönner-der Wissenschaften, der sich um die Herausgabe der Werke seines berühmten Urgroßonkels Bohuslaw große Verdienste erworben. S e< bastian hatte am Vunde der protestantischen Stände im Jahre 1547 theilgenmnmen und wurde in Folge dessen zum Verluste der Berg' werke bei Plisetlnc verurtheilt, welche er ge< meinschafllich mit seinem Bruder H ei nrich und seinen Vettern Bohuslaw Felix sS. 3l7. Nr. H und Heinrich Nikolaus betrieb, wurde aber spater vom Könige be< gnadigt. Auf dem Landtage 1280 wurde er in den standischen Ausschuß gewählt, welcher mit der Abfassung einer gemeinschaftlichen Bergordnung für Ioachimsthal und Kutten» berg betraut war. Er war mit Eliplicmia uon Telau vermalt, welche ihm aber nur eine Tochter. AgneS, gebar. — 47. Sigismund (gestorben im Jahre 1334), uon Lobkowitz» Hassenstein und Stifter des Zweiges auf P5tipsi. Er ist ein Sohn Nikolaus (III.). wie sein Bruder Nikolaus (IV.) gleichfalls ein Zögling des gelehrten Bohuslav h'. d. S. 314, Nr. 7) und nach dessen Tode zweiter Erbe der Hasscnstein'schen Bibliothek. Sigis- mund besaß eine wissenschaftliche Bildung, war ein gewandter lateinischer Poet, wie es
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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