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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
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FMunntz 340 Lobkountz dorf (Dresden l856. R. Schäfer. 3er. 8«.) Bd. I I , S. 798. — Porträt. Unterschrift: .^ußuät I^ oAgw I'üist v. I>obkovj<:2. ?i-2o- Li66ut äor k. Ic Hotkämiuer w 2IÜ22- u. Voi-gvoLou. Finsterwalder lithogr., gedr. bei Ioh. Rauh (Wien. 8°. u. 4«.) ^Brustbild, der Fürst ist in voller Uniform mit dem Bande des Großkreuzes des Leopold'OrdenS bärge« stellt). — Medaille. Avers: Brustbild. Am Arme: 1840 V'. KH.NQ. Umschrift: v a ( X0VVI02: I).(ux) NH.IIOU.(icii). Reuers: Eine Pragmaschine, darüber die Schlögel, Gabel und Schürhaken und der Schmelzlöffel. Im Abschnitte: NNI ^l0!H^1'^IiI^V 21 IN H.U81KIH.V IIH. Diese Medaille in Silber ist t '^Lolh schwer; es gibt auch Exemplare in Kupfer. LobkowiH, Franz Georg Fürst (Hu- manist, geb. in Böhmen 24. April 1800. gest. zu Prag 2. Februar 1858). Ein Sohn des Fürsten Anton Is idor >5 d. S. 307^ aus dessen Ehe mit Mar ia Sidonie Fürstin Kinsky und ein Bruder des Fürsten August Longin s^. d. S. 337^. Früh betrat der Fürst die militärische Laufbahn, wurde im Jahre 1833 in den Deutsch. Herren-Orden aufgenommen und in seiner militärischen Stellung auch zu diplomati» schen Sendungen nach Berlin, St. Peters» bürg und Constantinopel verwendet. Nach dem, im Jahre 1842 erfolgten, Tode seines Bruders August Longin übernahm er die Vormundschaft über die verwaisten Kinder desselben und gab seine militärische und diplomatische Lauf- bahn auf. Als aber im Jahre 4848 die Revolution in Ungarn ausbrach, trat er wieder in die active Armee, die er als Oberst verlassen, ein und machte unter General Schlik den denkwürdigen Zug nach und von Kaschau mit. Gleich bewundernswerth als Krieger wie als Mensch, brachte er, nachdem er den Tag über dem Feinde gegenüber gestanden, die freien und die nachtlichen Stunden im Spitale bei den Verwundeten und kranken Soldaten, ihre Pfiege leitend, ordnend und überwachend zu. Aus die« sen Tagen lebt sein Andenken in segens« voller Erinnerung von so Vielen, die unter seiner Obhut gestanden. Nachdem der Aufstand überwältigt war, kehrte er wieder nach Prag zurück und übte dort in Gemeinschaft mit seiner Schwester Mar ia Helene wk früher, in ge- räuschloser Stille und zum Wohle der Armuth, zahllose Werke der Mildthätig, keit auS. I n der Nähe des fürstlichen Palastes baute er den barmherzigen Schwestern das große Hospital; er baute es, wie einer seiner Nekrologistm berich. tet, „im wahren Sinne deS Wortes, nicht bloß aus seinen Mitteln, sondern unterzog sich auch selbst als demüthiger Ordensritter der Last der Arbeit". Seine ganze Zeit war dem Besuch der Kranken gewidmet, denen er Trost und Geduld zusprach, bei Sterbenden deren letzten Wünsche aufzeichnete und sie zu erfüllen suchte. Jeder Tag war nur eine Folge von guten Werken, die er aber so heim« lich vollführte und geschickt zu verbergen wußte, daß sie sich lange dem Auge der Welt entzogen, bis nach seinem Tode der Jammer und Schmerz der um ihren Wohlthäter und Helfer in der Noth beraubten, den geheimnißvollen Schleier lüftete, und die ganze Seelen» große des zu früh Verewigten erkennen ließ. „Er darbte", schreibt die Pra- ger Zeitung, „um Andern zu geben ', er entzog sich erlaubte Freude, um den« jenigen, welche er früher niemals geschen, vielleicht die erste Freude ihres kummer« vollen Lebens zu machen. Er war Fürst und lebte arm, er war Ritter und Soldat und diente dem Niedrigsten." Der Fürst spendete große Summen zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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