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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 355 -
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Locatelli 388 Locatelli äs m. 16 Ol. Noslsi- (?2li2 1830 bt 8., 8«.) C'oms XXXI. p. 430. Außer den Obigen sind noch folgende Loca- tel l i bemerkenswerth: 1. Anton, ein Kupfer« siecher (geb, zu Aluisopoli bei Venedig) und Zeitgenoß, der in Mailand lebte und dessen Blatt „Daniel in der Löwengrube", nach Ru« bens, imI . 1833 von der Mailänder Akademie der bildenden Künste mit dem Preise gekrönt wurde. Er war ein Schüler von Morghen und Longhi und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Mailänder Kunstakademie Er hat nach Palagi 's Zeichnungen die Umrisse zu Viscont i 's sämmtlichen Wer« ten. im Ganzen 600 Tafeln, gestochen; außer« dem aber find von ihm folgende größere und ausgearbeitete Blätter bekannt: „Die heilige Jungfrau mit dem Kinde", nach Palaqi (ssol.); — „Das Bildniß des Dichters Io» seph Par in i" . nach R. Älder to l l i . Auch stach er nach Horace Vernet eine Tanun- lung von Pferderacen, welche im Jahre 1826 in Mailand bei den Gebrüdern Sonsogno unter dem Titel: „II V^lstto <^av3.!1isro, oxsrg. aorrsclatg, cla, Ltainps unniHts r2,z>- Z)r656Ut2Nti 16 V2.lis 5^6216 61 CHVlliii", 3 tomi (4°.), erschien, weßhalb ihn auch Sch rader-Her ing in das „Biographisch- literarische Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder u. s. w." (S. 234) aufnahmen. ^Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler«Lerikon (München 1839. Ileischmann, 8".) Bd. V I I , S. 569. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Mül ler , fortgesetzt von vr. KarlKlun« zing er (Stuttgart 1860, Ebner u. Seubert, gr. 8".) Bd. I I , S. 6l)9. — Meyer (I.). Das große Conversations»3enton für die gebil» deten Stände (Hildburghausen und New'York. Bibliograph. Institut, gr. 8».) Erste Auflage. Bd. XIX, Abtheilung 1. S. 689, Nr, 3.) — 2. Hortensius (geb. zu Gradisca 27. März 1574, gest. um das Jahr 1626), ein Sohn Joseph's, Fiscalprocurators der Grafschaften Görz und Gradisca. Er hatte den Auftrag erhalten, die Rechtstitel zu untersuchen, welchen zu Folge das Haus Oesterreich im Besitze dieser Gebiete war. und zwar sowohl jener, welche Kaiser Max I. nach des letzten Grafen von Görz Tode in Besitz nahm, so wie jener, welche der Kaiser im Kriege mit den Venetianern erobert hatte. Hortensius hatte sich bald als so geschickt und tüchtig bewährt, daß ihm der Kaiser mit Decret vom <. Juli 1603 die Nachfolge in der Stelle eines Fiscalprocurators zusagte und er in der Eigenschaft eines Adjuncten seines Vaters im August d. I . zu Gratz den Eid in die Hände des Kammer»Präsidenten niederlegte. Im Jahre 1606 berief ibn der Erzherzog an seinen Hof ob der mit den Venetianern ent- standenen Grenzstreitigteiten. Er vollendete nun aus diesem Anlasse einen Bericht, in welchem er von dcn ältesten Zeiten bis zum Jahre 1606 die Umtriebe darstellte, welche die Grafschaft Gürz von ihren Grenznachbarn zu erdulden gehabt. Als später der Krieg mit der Republik Venedig ausbrach, verfaßte er auf h. Befehl eine Darstellung der Ursachen des zwischen dem Erzherzoge Ferdinand und den Venetianern ausgebrochenen Zwie« spalteS. Eine Abschrift dieses vom 10. April 1616 datirten Manifestes befindet sich zu Wirn in der kaiserl. Hofdibliothek, während das Original in der Magistrats.Bibliothek zu Görz aufbewahrt wird. Anfangs Jänner !618 wurde L. neuerdings nach Grah an den Hof des Erzherzogs berufen, um dessen Com» missare zu begleiten, welche zur Ausführung der abgeschlossenen Verträge die Küstengegen, den bereisten und denen er mit seinen Rath« schlagen zur Seite stehen sollte. Einer dritten Berufung, im Jahre 1626, wahrscheinlich wegen den Streitigkeiten mit Rom. anläßlich des Coadjutoriums von Aquileja, konnte er krankheitshalber nicht mehr Folge leisten. Noch ist von ihm eine Arbeit, die er auch im Auftrage Ferdinand'S I I . vollendete, vorhanden, betitelt: „sori^turg. instorioa Huriäian. Hortsuän ^.QüaleM, yua cleuiou- stratur '^us patronatus pati-lzu-oa,!»» ^.guils- ^6U5is Noalssias s^solHi's imperatoribu»". Locatel l i 's Geschäftstüchtiakeit wurde bei den Behörden in Gratz so hoch gehalten, daß er auch oft in anderen, eben nicht die Graf» schaft Görz und das Gebiet Gradisca betref« senden Angelegenheiten zu Rathe gezogen wurde. Als Streitigkeiten zwischen dem Erz» Herzoge und dem Grafen Ser in i wegen des Hafens von Buccari ausbrachen. wurde sofort 3. dahin abgeordnet, um die nöthigen Erhebungen vorzunehmen und dieselben mit seinem Gutachten an den erzherzoglichen Hof abzusenden. Wie aber 2. in hoher Gunst bei dem Erzherzoge stand, nicht minderer Achtung erfreute er sich bei seinen Landsleuten. Einer» seits ein eifriger Beschützer der erzherzoglichen Rechte, war er nicht weniger auf den Schutz und die Aufrechthaltung der heimischen Gesetze bedacht und das vaterländische Statut, daS 23«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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