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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 357 -
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Locaielli 387 Locatellt Sculptur und Architectur zu Venedig. <?o?o ^6l>o?HMo>>, I^a caänta, äo p blies, äi Vsne2ia sä i suoi u,ttiiui om^uant' anQl. Ztuäii 5torioi (Vsus^ig. 1857, ^ara.- tovioü, 8".) H.pxsii<1ie6, p. 130/j — 5. Io- hann Naptist (II.), siehe: Locatel l i . Paul Mar ia , S. 354. — 6. Lnigi (II.) (geboren zu Bergamo um das Jahr 1600. gest. zu Genua, sein Todesjahr wird sehr verschieden angegeben, siehe zu Ende). Widmete sich im Anbeginn der Rechtsgelehr« samkeit, vertauschte sie aber später mit der Arzeneiwissenschaft und wurde ausübender Arzt zu Mailand. Er ist Erfinder des nach ihm benannten Locatell'schen Balsams, eines Gemenges aus Baumöl, Wachs, Ter- pentin, peruvianischem Balsam und Drachen« blut, der zu innerem Gebrauche angewendet wurde, seiner Zeit sehr beliebt und in den Apotheken sehr gesucht war. Auch noch durch andere von ihm erfundene Arzeneien hatte er sich einen bedeutenden Ruf, selbst über die Grenzen Italiens hinaus, erworben. Er hatte mit seinen Geheimmitteln mehrere Städte Italiens bereist und viele glückliche Heilungen ausgeführt, was ihn nur noch gesuchter machte. Seine ärztlichen Erfahrun- gen und medici'nisch.chmnschen Versuche stellte er in dem Werke dar: „Iksktruro. aroaQo- rum, ok^niiooruN sivs äs arto ckilnieo- msäioa. ti-HotatiiL 6x<M5iti85iiu.iiL« (^rknook. aä Hlosnuln 1666), welches aber früher schon in italienischer Sprache zu Mailand im Jahre 1648 und in zweiter Ausgabe zu Venedig 1667 erschien. Noch schrieb er eine AbHand« lung über die Pest. Einer pestartigen Krank« heit wegen nach Genua berufen, soll er dort ein Opfer derselben geworden sein. Sein Todesjahr wird höchst verschieden angegeben, während ihn die „Oesterreichische National- Encyklopädie" im Jahre 1687 — also im hohen Alter von 87 Jahren — gestorben sein läßt, geben Poggendorff, Leiden fr ost, Manget's „LioUotiiZHUL okiniiguo" das Jahr 1637. Zedler und das „Historische Lexikon" wieder das Jahr 1657 als sein Todesjahr an. ^Allgemeincshistorisches Lexikon (Leipzig 1730. Thom. Fritschens Erben. Fol,) Theil I I I , S. 2lö. — Großes vollständiges (sogenanntes Zcdler'sches) Nniuersal 'Lcxikon (Halle und Leipzig, Ioh. H. Zedler, kl. Fol.) Bd. XVII I , Sp. 74. — Poggendorff ( I . C.), Biographisch'lite- rarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig l859, I . A Barth. gr. 80.) Sp. 1484. — Leiden fr ost (Karl Florentin Dr.), Historisch'biographisches Handwörterbuch der denkwürdigsten, berührn» testen und berüchtigtsten Menschen aller Stande, Zeiten und Nationen (Ilmenau 1825, Voigt, 8°.) S. 463, Nr. 4. — Oesterreichische Nat ional 'Encyklopädie von Gr äffer und Czikann (Wien 1835. 8".) Bd. II I , S. 477. — Nouvsils VioFraxkis Fsnsrais . . . pud1i6s z»8,r I'iruiiQ, viäot llöi-os, saus la äirsotion äs 2l. 1s Dr. H o s tsr (I'aris 1850 6t«., 80.) loras XXXI, x. 429.) — 7. Luigi (I.). siehe auch S. 351. — 8. Nikolaus Graf L. (geb. 1688, gest. zu Wien 15. November 1755). Zu welcher Familie der Graf Nikolaus gehört, ist nicht festzustellen, um jene Zeit gab es im Kaiserstaate nur Freiherren von Locatel l i . Der Graf war kais. Feldmarschall-Lieutenant und zeichnete sich besonders im österreichischen Erbfolgekriege aus. sLeidenfrost (Karl Flo» rentin Di-.), Historisch'biographisches Hand» Wörterbuch der denkwürdigsten, berühmtesten und berüchtigtsten Menschen aller Stände, Zeiten und Nationen (Ilmenau 1825, Voigt, 8o.) Bd. I I I , S. 466.) Auch wird in meh' reren kriegsgeschichtlichen Werken ein österrei» chisches Kürassier<Regilnent Locatell i auf« geführt, dessen Oberst im Jahre 1744 Karl de Canon Marquis deVil le gewesen. Der österreichische „Militär« Schematismus" aber sührt in seinen Listen früherer Regiments» Inhaber einen Namen Locatel l i gar nicht an. — 9. Peter 3. (geb. zu Bergamo im Jahre 1693, gest. zu Amsterdam im Jahre 1764), ein berühmter Geiger, über dessen Lebensverhältnisse wenig bekannt ist. Man weiß nur von ihm. daß sein Lehrer im Violinspiele Corel l i in Rom gewesen sei, daß er dann Kunstreisen Hurch Italien, Deutschland, Frankreich und England ge» macht und sich zuletzt in Amsterdam nieder» gelassen habe, wo er ein öffentliches Concert begründete, Privatconcerte dirigirte, Unter» richt in der Musik ertheilte und sich zuletzt von der Regierung ein Privilegium erwirkte, worauf er seine Compositionen auf eigene Kosten herausgab, und wenige Jahre vor seinem Tode ein Geschäft mit echten römi< schen Saiten errichtete. Längere Zeit lebte er am Hofe des prachtliebendcn Churfürsten Friedrich August von Sachsen, den er auf seinen Reisen gewöhnlich zu begleiten pflegte. Als er mit dem Churfürsten im Jahre 1728 nach Berlin reiste, mußte er auch vor
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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