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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 362 -
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362 Lockhart ernannte ihn in Anerkennung seiner Tapferkeit zum Major. Bei Landshut befehligte L. das Grenadier»Bataillon. Mit dem damaligen Major De Vins ^Bd. I I I , S. 273) erstürmte er zugleich die erste preußische Redoute auf dem Buchberge, nahm dann die zweite mit gefälltem Bajonnete und erstieg die dritte über die Schultern eines Grenadiers mit dem Säbel in der Faust. Bei Kuners« dorf warf er die preußischen Grenadiere, welche auf den bereits weichenden linken Flügel der Russen eindrangen, durch sein wohlunterhaltenes Feuer zurück, und keinem seiner Leute die von den Preußen im Stiche gelassenen Fahnen aufzuheben gestattend, um sie beisammen zu behalten und da sich ja die Fahnen schon auf dem von den Unseren behaupteten Boden befanden, verfolgte er die flüchtigen Preußen eine beträchtliche Strecke. In nicht geringerem Maße zeichnete er sich bei Liegnih aus. Für seine ausgezeich« neten Waffenthaten wurde er in der 6. Promotion (vom 22. October 176l) mit dem Ritterkreuze deS Maria There- fien'Ordens belohnt, welcher Ver« leihung im folgenden Jahre statuten- gemäß die Erhebung in den erbländischen Freiherrnstand folgte und nach Abschluß des Hubertsburger Friedens (13. Februar 1763) zum Obersten befördert. Noch ver- blieb Oberst L. einige Jahre in kaiserlichen Kriegsdiensten, wurde 1770 General- Major und folgte zuletzt einem Rufe des Großherzogs von Toscana, in dessen Diensten er im Alter von 72 Jahren starb. Mehrere Jahre früher aber, und zwar 1783, wurde Freiherr Lockhart noch in den ReichSgrafenstand mit dem Prä« oicate Lockhart-Wisckeart de Lee et Cornwath erhoben. Zreiherrnstands'Diplom vom 24. April l7U2 jM diesem erscheint er als Lock hart» mit weichem d^. — Grafenstands-Diplom vom 17. März 1783 ^in diesem erscheint er mit hartem t : Lockharh. — Hirtenfeld (3). Der Militär-Maria Theresien.Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, gr. so.) S. 121 u. 1729. — Freiherrliches Wappen. I n Blau oben drei zur Rechten gekehlte Wildschweinköpfe, dann auf beiden Seiten und unten fünf sechseckige goldene Sterne. I n der Mitte des Feldes befindet sich ein silbernes Herzschild, in dessen Feldung ein schwarzes Vorhängschloß und in dessen Mitte ein rothes Herzlein ersichtlich. Auf der auf dem Schilde ruhenden Freiherrnkrone erheben sich drei Turnierhelme, von denen die beiden äußeren gekrönt, der mittlere mit einem blau» gelb und roth'weißen türkischen Turban be» deckt ist. Auf der Krone des rechten Helms steht ein einwärtssehender schwarzer Adler mit aufgesperrtem Nachen, roth ausgeschla« gener Zunge, ausgespannten Flügeln und von sich gestreckten Fängen. Aus der Krone des linken Helms wächst ein goldener Löwe mit roth ausgeschlagener Zunge, über sich gewundenem Schweife, in seiner vorgewor» fenen rechten Pranke ein entblößtes Schwert haltend. Auf dem Turban des mittleren Helms liegt ein rechtsgekehrter Wildschwein» köpf, hinter welchem zwei aufrecht gestellte Standarten mit weiß und rothen beiderseits auffliegenden Fähnlein zu sehen sind. Die Helmdecken sind rechts blau mit Gold, links weiß mit Silber belegt. Unter dem Schilde steht die Devise: Ooräa Lsrata. 5oro. — Das mit dem Grafen«Diplom vom 17. März 1783 verliehene Wappen ist in manchen Stücken von dem freiherrlichen abweichend. Es ist ein silberner Schild mit blauem Schildeshaupte. Im letzteren drei rechtsgekehrte silberne Wildschweinköpfe. Im Schilde auf einem schwarzen Vorhangschlosse ein Menschenherz von natürlicher Farbe. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, auf der sich drei Turnierhelme erheben, von denen die beiden äußeren gekrönt, der mittlere mit einer roth«silbernen Türkenbinde bedeckt ist. Aus der Krone des rechten Helms wallen drei Straußenfedern, eine blaue zwischen silbernen. Auf der Türkenbinde des mittleren Helms ruht ein silberner rechtsgekehrter Wild< schweinkovf, hinter welchem sich zwei auf< rechtgestellte Standarten mit roth'weißen, bei« derseits aufssiegenden Fahnen erheben. Aus der Krone des linken wachsen zwei Büffel» Hörner, deren rechtes roth, das linke aber
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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