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Lodron 373 Lodrott
cilia Gräsin Ursini von Rosenberg (geb.
1766, gest. 1841). Der Graf ist gegenwärtig der
Chef des gesammten Hauses, Besitzer des Farm«
lien'Primogenitur'Fideicommisses in Kärnthen
und Tirol, zu welchem die Herrschaften Castel«
lano und Caftelnuovo in Südtirol, ferner die
Grafschaften Gmünd, Sommeregg und Rau»
chenkatsch in Kärnthen gehören; ist Oberst»
Erblandmarschall im Herzogthume Salzburg.
Ehrenritter des souveränen Iohanniterordens,
k. k. Kämmerer, und wurde mit Allerh. Hand«
schreiben vom 18. April 1861 als erblicher
Reichsrath in das Herrenhaus berufen. Aus
seiner. 18. November 1832 geschlossenen Ehe
mit Luise Gräsin Ugarle (geb. 24. April 1803),
Sternkreuz<Ordensdame,
stammen dreiTöchter,
Gräfin Marie An toi nette (geb. 20. Nov.
1833), vermalt seit 29. Mai 18LU mit Gustav
Grafen Podstatzky.Liechtenstein, t. k.
Kämmerer und Rittmeister in der Armee; Gräsin
Luise (geb. 1. October 1835), Sternkreuz»
Ordensdame, vermalt (seit 30. April 1857) mit
Cäsar Grafen von Beroldingen. Oberst
und Adjutant Sr. Majestät des Königs von
Württemberg; Gräfin Antonia Franziska
Cäcilie (geb. 20. December 1839). vermalt seit
22. Mai 1865 mit Aarl Grafen Lodron von
der Freudensteiner Linie. — 3. Dominik
Graf L. ^s. d. besond. Lebensskizze S. 369). —
4. Franz Graf L. (gest. 30. October 1652),
vom Georgischen Hauptstamme; ein Sohn
des HieronymusL. Barbarubra aus
dessen Ehe mit dem venetianischen Edelfräulein
Jul ia Zanetti. Er betrat die geistliche Lauf»
bahn, auf welcher sein Vetter Par is, von der
Tiroler Linie, der berühmte Fürst und Erzbischof
von Salzburg, zu so großen und verdienten
Ehren gelangt. Franz war zuerst Domherr zu
Salzburg und Trient. und folgte seinem Bru«
der Sebastian (s. d. S 382. Nr. 1?). als
dieser im Jahre 1643 gestorben, in der Würde
eineS Fürstbischofs von Gurk. Von seiner —
nur neunjährigen — Verwaltung des Bis
thums ist zu melden, daß er zwei geistliche
Synoden abgehalten und die Lorettokirche
unter dem Schlosse zu Straßburg in Kärn
then erbaut habe. Im Schlosse Straßburg
ließ er die Bildnisse seiner bischöflichen Vor«
fahren, welche später in die bischöfliche Rcfi>
denz nach Klagcnfurt übertragen wurden und
wo sie sich noch befinden, aufstellen. Auch er«
warb er für das Bisthum den Besitz des
Schlosses Meyer bei St. Veit, welches jedoch
später wieder in andere Hände überging.
l^Leardi (Peter), Neihe aller bisherigen Orz bischöfe von Salzburg, wie auch der Bischöfe
zu Gurk, Seckau, Lavant und Leoben, sammt
einer kurzen Geschichte dieser Bisthümer vom
Jahre 582 bis 1817 (Gratz 1818, Alois Tusch.
8v.) S. 86. Nr. 4l. — Carinthia (Kla»
genfurterUnterhaltungsblatt. 4«.) 42. Jahrg.
(1832). Nr. 89. S. 353.) — 5. Franz Kar l
Graf L. ss d. besond. Lebensstizze S. 332).
— 6. Georg, ein Sohn des berühmten
Paris, auch Paris Otto L. ll d. S.376,
Nr^ 13); wie schon sein Vater. führte auch
Georg den Titel eines domos I^tsraQUs.
Georg lebte im 15. Jahrhunderte und ist der
Stammvater des GeorgischenHauptstam«
mes. Er hatte wie sein Vater Paris der Re»
publik Venedig ausgezeichnete Dienste geleistet,
die dann auch ihrerseits sozusagen den Grund
zur späteren Machtstellung der Herren von
Lodron legte. Als bald nach der Baseler Sy»
node, im Jahre 1446, Herzog Sigismund
endlich zur Selbstregierung des Landes Tirol
gelangte, ließ sich Georg zugleich mit seinem
Bruder Peter mit der Veste Lodron und
allem Zubehör von dem Herzoge Sigis»
mund belehnen, über welchen Act eine Ur-
kunde vom 6. Juni 1446 vorliegt. Als Haiser
Friedrich im Jahre 1432 den Römerzug
unternahm, um sich zugleich mit seiner Ge<
malin Eleonora von Portugal krönen
zu lassen, befanden sich unter den 5000 Ge-
wappneten, welche den Einzug des deut«
schen Reichsoberhauptes in Rom am 9. März
1452 verherrlichten, auch die beiden Brüder
Georg und Peter von Lodron mit zahl«
reichem Gefolge und reicher Ausstattung. Als
nach der Krönungsfeierlichleit und Vermälung
viele Verleihungen und Auszeichnungen von
Standeserhöhungen folgten, erscheinen darun«
ter auch die beiden Brüder Georg und
Peter, welche zu Grafen von Lodron
erhoben wurden. Die darüber üäo. Rom
6. April 1452 ausgestellte Urkunde befindet
sich im k. k. geh. Haus«, Hof. und Staats«
archioe. ^Lichnowsky, Geschichte des Hau«
ses Habsburg, Bd. VI, S. OXIV, OXXIX,
OI.III, OOIX, OOI.I u. 113/j — 7. Johann
Vaptist Graf L. (geb. um 1480, gest. um
das Jahr 1530), vom Georgischen Haupt»
stamme, ist ein Sohn des Grafen Franz L.
aus dessen Ehe mit Dia na Gräsin Collalto.
Johann Baptist ist ein Zeitgenosse und Vet»
ter dcs berühmten Kriegshelden seines Hauses
Ludwig L. lS.374. Nr. 11) und wird, so
lange Ludwig lebte, wenig genannt, tritt
abcr nach drsscn Tode als Kriegsmann und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Leon-Lomeni, Band 15
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Leon-Lomeni
- Band
- 15
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1866
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 499
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon