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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 374 -
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Seite - 374 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15

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374 Diplomat tn den Vordergrund. Er hatte zugleich mit seinem Vetter Ludwig gegen die Venetianrr und bei Pavia mit großer Tapferkeit grkämpft. dllrauf die Platze Mon. calieri und Csarmagnola mit Sturm genom» men und sl522) Aleffandria gegen die Fran< zosen mit Heldenluuch vertheidigt, insbesondere aber im schmalkaloischen und im böhmischen Kriege große Thätigkeit entfaltet. Graf I o« hann Baptist führte Unterhandlungen mit Moriz Herzog von Sachsen, um densel- ben für den Kaiser zu gewinnen und ihn seinem Stammverwandten, dem Churfürsten Johann Friedrich, dem Haupte der Liga, entgegenzustellen, der mit den norddeutschen Fürsten und den protestantischen Ständen von Böhmen und Schlesien Einverständnisse unterhielt und jeden Augenblick daran war, in Moriz ' Lande und Oesterreich einzufal« len. Der Graf versuchte den Herzog Moriz zu bestimmen, daß er eine Hilft von 2000 gerüsteten Pferden und 6000 Mann Fußvolk unverweilt sende. Alö spater bei Rochlitz. am 2. März 1347. der Churfürst Johann Friedrich die Kaiserlichen und die ihm von Moriz zugeführten Hilfstruppcn übersiel, hätte Moriz in diesem Kampfe bald sein ganzes Heer verloren, würden nicht Lodron und nuch ein berühmter Heerführer jener Tage. Colonna, herbeigeeilt sein und mit ihren vier Fähnlein den heranrückenden Gegner tapfer aufgehalten haben. Als dann in der Entscheidungsschlacht bei Mühlbern der Churfürst Johann Friedrich in kaiser, liche Gefangenschaft gerieth, erhielt Johann Baptist den Auftrag, mit einer starken Hee- resmacht aus dem bezwungenen Sachsen nach Böhmen zu rücken, wo er bei Nacht in Prag eintraf und das Schloß mit den Thoren und Basteien besetzte. Aus zeitgenössischen Meldun» gen und Berichten ist zu ersehen, daß Graf I o< hann Baptist sowohl bei Kaiser Kar l V. wie bei seinem Bt-udn- Ferdinand I. und dessen Sohn und Nachfolger im Königreiche Maximi l ian I I . in Ansehen stand und ihrcS besonderen Vertrauens gmoß. sBuchholz (Franz Bernhard Nitt. »,), Geschichte der Regierung Feldinand des Ersten (Wien l830 u. f.. 80) Bo. V I , S. l—3. S. 4«l, 4(!U u. 461. 489 u, 490. — Mor igg l lAlois). Leben und Heldentod deS Grafen Ludwig von Lodwn lIl'Nsbl'uck l863. 8") S. 6, 3l. 40. 73. 74. i37. l40, 234, 233, 236) — 8. Johann Nepomuk Graf I. (geb. zu Salzburg 17 Mai !7W. g?st. z« münster 3. Februar 1806), vom 1. Aste des Primogenitur«Majorates. Erhielt in der Taufe den Namen Anton, den er aber, als er im Jahre 1760 in den Benedictinerorden zu Kremsmünster, wo er auch von 1733 bis 1759 Zögling des dortigen adcligen Con« victs gewesen, eintrat und auch im Jahre 1764 die Ordensgelübde ablegte, mit dem Klosternamen Johann Nepomuk ver» tauschte. Im Kloster selbst wurde er im Lehr« amte verwendet und trug von 1?72 bis 1791 an der philosophischen Lehranstalt anfänglich Mathematik und Physik, später theoretische Philosophie vor,- von 1772 bis 1773 war er auch 8udrs3SQ5 an der Ritterakademie. Zuletzt bekleidete er die Stelle eines Iagd< und Forst» Meisters im Stifte. In späteren Jahren begab er sich nach Salzburg, wo er als fürstlich falzburgischer geheimer Rath lebte und im Alter von 66 Jahren starb. s^aa^maz/T' <<Ua- T'l'a'l^, lliLtorioa - okronoloFiag, Zsrle« H.d- katum st KsUFiosoruin HlouNätorii Oremi- lÄuenäw (8t?i'ik<2 1777 — 1732, ^Vimmsi', I"oj.) 9. 828. — Hagn (Theodorich). Das Wirken der Venedictmer'Abtei Kremömünster für Wissenschaft. Kunst und Iugendbildung. Ein Beitrag zur Literatur- und Culturge» schichte Oesterreichs (Linz i848, Quirln Has' linger. 8«.) S. 230, 275. 287, 3<i6. — Por- trat. Ein solches, in jugendlichen Jahren und in Oel ausgeführt, befindet sich im 2. Stock« werke der Sternwarte zu Kremsmünster unter Nr. 3l/Z — 9. Johann Nepomuk Grafs (geb. 1725. gest. 3. December 1?57), ein Sohn des Grafen Hieronymus Joseph aus deffen Ehe mit Anna Margaretha Gräsin Wolkenstein und ein Bruder des Maria TheresieN'Ritters Dominik Grafen 3. Graf Johann Nepomuk trat in jungen Jahren in die kais. Armee, wurde Hauptmann und fand, erst 32 Jahre alt, den Heldentod auf -dem Felde der Ehre bei Lcuthen am 6. De» Q'mber 1757. — 10. Kar l Mar i a Graf ls. d. bes. Lebensskizze S. 383). — 1l. Lud- wig (I.) Graf 3.. gefallen bei Esscg. im Kampfe gcgcn die Türken, in den ersten Tagen des Monats Oct-okcr, 1537). Ludwig ist cin Sohn Paris ' , in der Reihenfolge des I I I . dieses Namens, aus dessen Ehe mit einer Oläfin Brambato und nicht zu ucnuechseln mit einem zweiten Ludwig (II.), einem Sohnc Par is ' , in der Reihenfolge des V. dieses Namens, aus dessen Ehe mit Hiero» nyma <5alapina. Dieser Ludwig (I.) ist N'ohl einer dcr cdrlsten Feldhauptleute
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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