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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 382 -
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Seite - 382 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15

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Lodrcm 382 Lodron gewärtigte. Als die Trienter dauon Kenntniß erhielten, bemächtigten sie sich des Bischofs, brachten ihn in Haft, und, Plünderung von den durch den Bischof herbeigerufenen italie» Nischen Söldnern befürchtend, gaben sie sofort Nachricht von dem Stande der Dinge an Herzog Friedrich. Dieser erschien nun mit einer ansehnlichen Streitmacht vor Trient, schloß es ein. bewirkte die Freilassung des Bischofs und stellte wirder den Frieden her Als bei dieser Gelegenheit Herzog Friedrich am 22. April 1407 den Gemeinden auf dem Nonn- und Salzberge ihre Freiheiten be» stätigie, fertigte Pet rusOt to uon L o d ro n die darüber ausgestellte Urkunde mit dem Beisätze: „?otruä 6s I^oäi-ono äei Frati«.". Der kärnthnische Historiker H. Hermann be- merkt aus diesem Anlasse: „Was dieses „von Gottes Gnaden" sagen wollte, läßt sich nur aus dem Zusammenhange der Umstände ahnen. Es war der Ausdruck de5 Gefühles, von den Banden der Lehenspfiicht befreit und Selbstgebieier zu werden." ^Vran» dis (Clemens Graf und Herr zu), Tirol unter Friedrich von Oesterreich (Wim i823. 80.) Urkundenbuch S. 243 und 276) - 17. Sebastian Graf L. sgest. 4. September 1643), ein Sohn des Grafen Hieronymus aus dessen Ehe mit Jul ie Zanctt i und ein Bruder des Grafen Franz, der sein unmittelbarer Nachfolger in der fürstbischöf« lichen Würde von Gurk wurde. Anfänglich Domherr zu Salzburg und Trient, wurde er im Jahre l639 zum Bischof von Gurk er» wählt und hatte während seiner nur 13jähri» gen Regierung die St. Niklaskirche zu Straß» bürg mit den Nebencapellen neu hergestellt, den Grund zum Alumnatsgebäude gelegt und mehrere Synode» abgehalten. ^L eardi (Pet.), Reihe aller bisherigen Erzbischöfe von Salz- burg u. s. w. «Gratz 1kl8. 8«.) S. 86.) — 18. Sigismund Graf L., der in der ersten Hälfte des 46. Jahrhunderts lebte, ist ein Sohn des Sebastian L. von der Georgi- schen Hauptlinie auS dessen Ehe mit einer Italienerin aus dem Hause Gr i f fanato. Er war ein Zeitgenosse des berühmten Helden Ludwig h'. d. S. 374. Nr. i ^ und Io< hannBaptist 's ls. d. S. 378. Nr. 7). Graf Sig ismund wurde in den Hofgeschäften Kaiser Ferdinand's I. mehrfach verwendet. So erhielt er im Jahre l545 die damals wichtige Sendung nach Mainz, als die Wahl eines Coadjutors im Zuge und zu leiten war und wieder als nach dem Tode des Churfürsten die neue Wahl des ersten deutschen Kirchenhauptes stattfand. Auch be< richten mehrere Geschichtschreiber, daß Graf Sig ismund von Kaiser Kar l V. die Be» sihungen des wegen seiner Theilnahme am schmalkaldischen Bunde in Acht verfallenen Fürsten Wolfgang uon Anhal t erhalten, sie aber Hegen eine gewisse Geldsumme an Heinr i ch oon Reuß > Plauen. Burggrafen uon Meissen, abgetreten habe. Wenn aber H. Hermann in seiner Monographie über die Lodrone in der „Carinthia" 1852, Nr. 8l—89, in der Anmerkung auf S. 349 auch das Zedle r'sche Lexikon als Quelle dieser Angabe aufführt, so begeht er einen Irrthum, da der ganze Artikel in diosem Lexikon über die Lodrone. Vo. XV l I I , Sp. j4>i—l48. nicht mit einer Silbe dieses Nmstandes ge» denkt. III. Wappen. In Roth ein rechtsgewendeter vor« wärtssehender gelöwter Leopard mit dreimal (in Form eines Liebesknotens) in einander» geschlungenem Schweife. Auf dem Schilde erhebt sich ein gekrönter Helm, aus dessen Krone der beschriebene Leopard bis an die Hüften hervorwächst. Die Helm decken sind roth und silbern. Anstatt derselben wird öfter ein hermelingefütteter rother Mantel gefühlt. Den Schild halten zwei wilde einwärts« sehende Männer, der rechte mit Zum Schlagen aufgehobener, der linke mit aufgestützter Keule. Darunter steht die Devise: „^ovti- tuäo". Lodron, Franz Karl Graf von (Fürstbischof von Brixen, geb. zu Innsbruck 17. November 1748, gest. 10. August 1828), ein Sohn des Grafen Joseph Nikolaus aus deffen Ehe mit Iosepha Gräfin Fugger-Glött. Beendete zu Innsbruck die philosophi- schen und theologischen Studien. Im Jahre 1749 ging er nach Rom, wo er in das dortige deutsch.ungarische Collegium eintrat und daselbst Scholastik, canonisches Recht und Polemik hörte. Im Jahre 1771 erhielt er die heil. Weihen, im Jahre 1773 ein Canonicat zu Brixen, wohin er im folgenden Jahre als wirk- licher geistlicher Rath von dem Fürst- bischofe in's Konsistorium berufen und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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