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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 167 -
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Seite - 167 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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467 Da? wenig auch die damaligen Verhältnisse auf einen goldenen Boden der Kunst schließen ließen. Thatsachlich verrieth Joseph auch in früher Iuqend ein nicht gewöhnliches Talent zur plastischen Kunst, obwohl er sich im Anbeginne fast mehr zur Malerkunst hinzuneigen schien. Im Atelier seines Vaters, in Bürgstein, und unter dessen umsicbtiger Leiwng bildete fick Joseph zuerst aus und machte sich überraschend bald die ersten dem Bildhauer unumgänglich nöthigen technischen Fertigkeiten eigen. Mit dem sckönen Talente verband der Junge Geduld, unermüdeten Eifer, sich auszu- bilden. und als er so weit vorbereitet erschien, um einen höheren Lehrmrs zu nehmen. schickte ihn der Vater nach Prag. wo er die Akademie patriotischer Kunstfreunde besuchte, und sich unter des damaligen Directors Bergler sBd. I, S. 309^ Zeitung immer mehr und mehr in seiner Kunst ausbildete und vervoll» kommnete. Dabei ließ er die intellectuelle Ausbildung nicht unbeachtet, läuterte seinen Geist durch fleißiges Lesen wissen» schaftlicher Bücher, namentlich aus dem Gebiete der Geschickte und Biographik, die ihn vor allen anderen anbogen. Schon richteten einige kleinere Arbeiten die Aufmerksamkeit auf den jungen vielver- sprechenden Künstler und die Bestellungen mehrten sich. Im Jahre ^840 vollendete er das Grabdenkmal des der Kunst (4840) zu früh entrissenen Akademie» Directors Kadlik Md. X, S. 346). im folgenden Jahre das Przemysl'Monu- ment, welches zu Staditz, dem Stamm- orte der PrzemrMden, auf jenem Felde aufgestellt ist, auf welchem der Sage nach Przemysl im Augenblicke der herzoglichen Berufung selbst den Pflug lenkte. Im folgenden Jahre unternahm Joseph seine Reise ^nach Rom, wo sein jüngerer Bruder Cm anuel. seines zehnjährigen Aufenthaltes in der Sieben« Hügelstadt wegen „der Romermax" ge< nannt, als Stipendiat der Klar'scken Stiftung bereits seit dem Jahre 4839 weilte. In Rom und Florenz mackte Joseph eindringliche Studien, jedoch währte sein Aufenthalt im 3ande der Kunst verhältnißmaßig nur kurze Zeit. er kehrte dann in sein Vaterland zurück, wo er in der Zeit von 13 Jahren bis zu seinem Tode eine Reihe von her« vorragenden Arbeiten vollendete. Von diesen sind besonders bemerke«swerth: „Nie RarlHstlltne" , sein Erstlingswerk, befindet sich im Neureutter'schen Hause; — „Nie Fannliengrntt der Grafen Rinsky", in Zlonitz; — „Nie Portale der neuen Rirche n Marirnbad". mit neun großen Statuen in Lebensgröße, alle von Maxen's Hand, geschmückt; — „Nie Ztatuetten bähmicher Agenten", für das Altstadter Rathhaus; — „Na5 Franzeng-Manument" am Quai. ein Denkmal aus 23 lebens» großen Figuren bestehend; — „Nie Stlltnrn des H. Norbert, P. Wenzel und FigniMd" auf der Steindrucke in Prag; — „Die Statue drz H. Joseph", — jene „Zllhanlieg de5 Ganters", ebenda; — die „Modelle ;n statnen der H. Anna" und einer ,Mei- «iuIoMa mit M i Gugeln" , zu eben demselben Zwecke; — „Nie Cabill5- M" , auf dem Giebel des Blinden- institutes auf der Prager Kleinseite; — „Ner lckhnnSche ^imr". auf der Bastei, zur Erinnerung an die in den Feldzügen der Jahre 4848 und 1849 in Italien und Ungarn gefallenen böhmischen Krie» ger; — „Nie Standbilder ^rr Treue, Gapfer- Keit, AntosifermF, Wachsamkeit nnd de5 Oe- ainZ", für das in Temesvär auf« gestellte Monument; - „Nie Nohrmia", allegorische Statue; — «Nie acht Nriegrr der Kaiserlichen Arme?" als Schildhalter des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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