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Mar 168 Mar
Radchky'Standbildes, den ErzguĂź seiner
Modelle erlebte der KĂĽnstler nicht mehr;
— „Dll5 Grabmal dr5 H. Vnt", im Prager
Dome; — „Na5 Grabmal" in der Kirche
zu Bubentsch; — „Nrr sauende Ueilllnil".
fĂĽr das Krach'sche Grabdenkmal auf
dem dritten Friedhofe-, — ein „SarknsilM
mit dem IiMinbr". zu St. Andrä in
Spanien, und mehrere andere Grabes»
Monumente auf den verschiedenen Fried-
bösen Prags. In seinem Nachlasse, von
welchem die Modolle die Witwe behielt,
wahrend die fertigen Arbeiten in das
Atelier «seines jüngeren Bruders Ema»
nuel gebracht wurden, befanden sich
folgende Statuen, Thon< und Gypsmo-
delle größerer und kleinerer Gattung:
von ersteren zwei „Grabdenkmale", mit
lebensgroĂźen Figuren, eines fĂĽr Haida,
das andere für Steinfcbönau; — „Rmser
Kar l IV., al5 Vtschicher des Mmbnurs" '> —
„OhriZtns unk dem Thräne"; — „Eine stehende
Lhli2!u53tlltm"; — „Nrr Präger Ztudrnt,
lle^s", als Denkmal der Tapferkeit, mit
der die Studenten im Jahre 1648
die Altstadt und Neustadt wider die
Schweden vertheidigten; — „Hie H.
Tnllmilla" ; — „Glaube, Haffnnug und Nrbe",
Figurengruppe; — von letzteren: „Bari-
ums nnd Vudmilla"; — „Nrr H. Vrnzrl zn
Merke"; — „Nai5er Uar l lV. ant der
Jagd",' — „Kaiser Rar! IV. ant dem
Ehrllilü sitzend"; — „Arze mqsl Ottükar";
— „Wa1ll5trin, Herzllg nun Friedland" ;
— „Damisch van Kasenberg"; — „ M -
diger uan Ztarhembe rg" ; — „GrzbiSchaf
— „Niklas Graf Salm";
N a r l" ; — „Erzherzag
Stephan"; — „Narschall Nadet^kq".
einmal in stehender Stellung, das andere-
mal zu Pferde; — „General Hentzi"; —
„Nlarschall, FürZt Schwär j rnbrrg"; —
dann mehrere groĂźe und kleine BĂĽsten.
Es ist, wie vorstehende Neberficht seiner bedeutenderen Werke erkennen laĂźt, eine
reicbe künstlerische Thätigkeit, welche der
in voller Manneskraft, im Alter von
31 Jahren, dahingeschiedene KĂĽnstler
entwickelt hat. Als Mensch im hohen
Grade achtungswerth, war er auch ein
liebevoller Lehrer, leider starben von
seinen SchĂĽlern, die seinem Namen Ehre
zu machen versprachen, zwei in jungen
Jahren, Joseph Parys im Jahre 1849
und Julius Melzer zu Rom im Jahre
1853. Aus seiner Ehe mit Anna
qebornen Scbuman aus Prag stammen
sieben Kinder, von denen drei in der
Kindheit gestorben. ein Sohn aber,
Gabr ie l ss. d. S. 163), auf einem
anderen Gebiete der Kunst, nämlich als
Maler. Ungewöhnliches zu leisten ver«
sprint.
GrĂĽn, I . (MĂĽller). Iosrph Mar. Eine
kleine Schilderung seines Lebens; verfaĂźt und
den Angebör'gen, den Fveunden und Kunst«
verwandten des nel-ewissren Meistc^ -Z gewid-
met (Prag 185.';. Johann Spunw. 4°). —
Präger Zeitung <sZS, Nr. j46- „Joseph
Mar". von A. W Nmbros — Mercy's
Anzeiger (Prasser Bliitt, kl. Fol.) <8ä3.
Nr. 265 — ssarintbia (.Aaaenfurter Unw.
baltum-lsbkitt. 4».) Jahrgang 1596, Nr. 4. —
Naqler (G. K. Dr.). Neues allgemeines
KĂĽnstler-Lerifon (MĂĽnchen l539. Fleischniann.
«".) Vd. V I I I , S 48,".. — Fr an kl <L 'A.
Dr.), Sonntagsbl^tter (Wien, 8«) I I I . Jahr«
gang (l844), S. 798. — Noch sind zwei Pr»
sonen des Namens Mar beinerkenswerth. u. z..-
1. Maximil ian Mar (geb. zu Winterbcrg
in Völnnen 27. Deceinb?r 1769, Todesjahr
unbekannt). Erbielt in seinem Geburtsorte
Unterricht ini Lesen. Sän-eiden. Singen, kam
dann nach Paffau, wo er an der Kathedral»
kirche eine Milsikstiftung genuĂź. und die phi-
losophischen Studien beendete. Dann beaab
er sich nach Praa. wo er Theologie körte.
Im Jahre 1732 trat er im Etifte Tepcl in
den Prämonstratenserorden, in welchen? er im
Jahre 1793 die h. N^ihrn erhielt und darauf
in die Seelsorge trat. Im Jahre 1813 lebte
er noch als Pfarrer zu Czihana. M. war ein
vortrefflicher Musicus. spielte neben der Vio»
line das Piano und die Viola d'amdur mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon