Seite - 176 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
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Mayerhofer 176 Mayerhofer
lung das fünfte Peterwardeiner Grenz-
Bataillon. welches der heldenmüthige
Haupt mann Michael Iovannovich
^Bd. X, S. 282^j commandirte, per«
sönlich gegen die linke Flanke der
durch zahlreiche Reiterei gedeckten feind-
lichen Angriffscolonne vor. Bei dem
Anrücken der Peterwardeiner begann der
Gegner sich zurückzuziehen, als aber gar
die hinter der Vertheidigungslinie ver-
deckt gestandenen Serben unter Führung
des Obersten Kniäanin ^Bo. XII.
S. 131^ gleichfalls, um am Kampfe
theilzunehmen, hervorbrachen, ging der
Rückzug des Gegners sofort in unge»
ordnete Flucht über. Die Serben ver-
folgten die Fliehenden, wehrten den in
den Weingärten Plänkelnden den Rück-
zug und hieben sie größtentheils nieder.
Die Stadt Pancsova war durch diesm
entscheidenden Sieg erhalten und das
Banat nunmehr von den Insurgenten
gänzlich geräumt. Im Einvernehmen
mit dem General Thodorovich und
dem Obersten Kniöanin, welcher" da-
mals die serbischen Hilfstruppen be-
fehligte, operirte M. auch gegen Werscheh.
welches nach einem hartnäckigen Wider«
stände am 21. Jänner genommen wurde.
Für den Sieg bei Pancsova erhielt M.,
der mittlerweile zum Generalmajor
befördert worden war, mit Allerh. Ent»
schließung vom 26. März, indem er
schon früher mit dem Orden der eisernen
Krone 2. Classe ausgezeichnet worden
war, das Ritterkreuz des Maria The-
refien-Ordens, dem im Jahre 1830 die
Erhebung in den Freiherrnstand folgte.
M., der als Brigadier bei der von dem
Banus Ie l lao i6 befehligten Südarme^
sich eingetheilt befand, machte nun noch
die weiteren Operationen während der
Dauer des Fsldzuges mit. Als mit
1. November 1849 die neue Eintheilung der Armee in Wirksamkeit trat, kam
General^ Majo^ Mayerhofer zuerst
als Militär'Districtscommandant nach
Temesvar, wurde dann provisorischer
Landeschef der Wojwodina und des
Banates, aus welcher Stellung ihn ein
kaiserlicher Armeebefehl voin 16. August
1831 abrief. M. wurde nun zur Ve»
fügung gestellt und durch den Feldmar-
schall - Lieutenant Grafen Coronini»
Cronberg ersetzt. Im Jahre 1834
soll M. noch mit einer Sendung nach
Berlin betraut worden sein. Im April
1836 mit Feld marsch all - Lieutenants-
Charakter in den Ruhestand übernom-
men, widmete M. nunmehr seine Muße
kirchlichen Zwecken, und wirkt bis auf
die neueste Zeit als Mitglieds, der „Ma-
ricmischen Kongregation" MWien, deren
Mitglieder als Asfiliirte des Jesuiten-
ordens aus dem Laienstande betrachtet
werden, und zwar in der Eigenschaft
eines Präfecten derselben. Neber die Art
seiner Thätigkeit gibt eine Correspondenz
ääo. Wien 4. Februar 1867, welche die
„Neue freie Presse" in Nr. 874 mittheilt,
ausführlicheren Bescheid. I n früheren
Jahren war M. auch auf schöngeistigem
Gebiete thätig und die Uebersetzung des
Shakespeare'fchen Lustspiels, welches
unter folgendem Titel im Drucke erscbim:
„NerUiebeMiih nmZonSt. VllnMlliaiu S linke-
5p eure. VebcrZetzt uan Ferdinand Mai; er-
hater" (Wien 1623, I . P. Sollinger,
8".). rührt von ihm her.
Die serbische Bewegung in Süduugarn.
Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischen
Revolution. Mit l Karte (Berlin l83l. Besser,
l>".). — Erlebnisse eines k. k. Ofsiciers im
österreichisch'serbischen Armeecorpö in den Jah-
ren 184« und 1849. Mit zwei lithographirtrn
Situationspläncn in Folio. Zweite unveräud.
Ausgabe (Prag 1862. Creoner, gr. 8«.). —
Strack (Joseph), Die Generale der österrei«
chischen Armee. Nach k. k. Feldacten und ande»
ren gedruckten Quellen (Wien lsül), Iys. Vcck
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon