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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 184 -
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Seite - 184 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mayern 584 Mayern noch nebenbei bemerkt, daß der Park der Fürstin Paar in Hütteldorf. der freilich spater von der Gewalt der Franzosen- Herrschaft arge Verstümmelungen erfahren hatte, von Mayern ursprünglich an- gelegt und dann von der Fürstin selbst vollendet worden sei. Mayern, obwohl in Frankfurt a. M. gestorben, liegt in Mainz begraben. Mayern erscheint bald mit einem a. bald mit mit einem e (Mayern und Meyern) ge< schrieben. In den verschiedenen Quellen, welche Nachrichten über ihn und seinen Lebensgang enthalten. findet man abweckseld die eine oder andere Schreibung. — Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Georg Megerle von Mühl fe ld und Em Th. Hohler (Wien. 4".) I. sals Fortsetzung des Hor- mayr'schenXX.) Jahrg. (1829). Nr. 52. — Goedeke (Karl). Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung. Aus den Quellen (Hannover 1839. L. Ehlermann. 8".) Bd. I I , S. 1117. Nr. 993. — Zeitgenossen lLeip» zig, Brockhaus, Ler. 8".) I I I . Reihe. 2. Bd. (l83tt). S. 37. — NouvsIIe LioFra- -pliis FsuA'ais . . . z)udU6s uoui, la, äirs- otion äs kl. Is Dr. l l o 6 ls r (?iu-iä 1830 st L., I'ii-m. viäot, 8<>.) I'ams XXXV, p. 288. — Oesterreichs Pantheon. Gallcrie alleö Guten und Nützlichen im Vaterlande (Wien 183t. M. Chr. Adolph, "<>.) Bd. I I , S. «48. — 'Zeitung für die elegante Welt. Nedigirt von Dr. F. G. Kühne (Leipzig. 4".) Iahr> gang 1841. Nr. 47: „Tya«Na.Sore". — Unser Planet. Blätter für Unterhaltung, Literatur. Kunst und Theater (Leipzig. 4«.) Jahrg. 1837. Nr. 22: „Der deutsche M<y'>rn im Jahre 1802 über Griechenland und die Griechen".— Oesterreichische National« Encyklopädie von Gräffer undCz ikann (Wien. 8°.) Bd. I I I , S. 6l3. — Brock« haus' Converslltions«Lerikon, 10. Auflage, Bd, X, S. 45l. — Maijern'5 Charakteristik. Bäuerle'ö „Theater-Zeitung" brachte seiner Z<it eine von uielen deutschen Blättern nach« gedruckte Charakteristik Ma ye rn's. „Mayern". hrißt es in derselben, „der Verfasser des Dya» Na Sore, war einer der seltsamsten und zu» gleich edelsten Sonderlinge, welche oio neuere Zcit aufzuweisen hat. Orsterreichischcr Haupt« mann, reich die Brust mit Orden geziert, intimer Freund des Fürsten Schwarzen, berg, an dessen Todtenbette er noch stand, von allen Großen des Reiches ausgezeichnet und gesucht, blieb er bei alledem ein einfach schlichter Mann, dem nichts gleichgültiger war, als das Treiben und Wesen der vornehmen Welt. Auf seinen Anzug verwendete er so wenig Sorgfalt, daß er öfters mit zerrissenem Rock und Beinkleidern erschien, bis seine Ka» meraoen dem Zerstreuten Rock, Weste, Hosen anfertigen und diese an die Stelle der getra« genen legen ließen. M. ermangelte auch nicht, sich dieses neuen Anzuges zu bedienen, wurde aber nie die Veränderung gewahr. Als Pro< kesch ihn zuerst besuchte, fand erden moder« nen Diogenes in einem prächtigen Palaste einquartiert, wo man ihm fünf Zimmer ein- geräumt hatte. Aus diesen hatte M. sorgfäl- tig alle Möbles herausschaffen lassen. Pro« kesch wanderte zwischen den kahlen Wänden hin, bis er in der fünften Piecc, in der Ecke, eine Schütt? Stroh erblickte, und in der Mitte der Stube einen großen Tisch, auf den ein Stuhl gestellt war. Hinter dieser Vorrichtung sah er Mayern stehend schreiben, der, so wie er seinen Namen hörte, ihn freundlich bewill« kommte. mit einem Gesicht, das nach Pro» kesch Ausdruck deutlich sagte: „habe mich lieb!" Diese allgemeine Liebe, mit der größten Achtung verbunden, genoß er von Jedermann, der ihn kannte, in seltenem Maße, und ver- gebens sollen ihm in Fol^e dessen zu wieder« holten Malen bedeutende Posten nngetragen worden sein, er lrhnie dergleichen stets ab. Als ein komisches Beispiel, wie wenig er die cim meisten gesuchten Lurbern unserer Zrit. die Dukaten, zu aäiten verstand, möge eö die» mn. daß, nachdem er zwei Jahre lang seine Gage zu empfangen versäumt hatte, der Hof» kriegsratt) nach dem Hauptquartiere schrieb, um sich zu erkundigen, was es denn für ein Pewandtniß mit dem Hauptmanne Maycrn habe. der noch immer weder sein Traitement bezogen, noch irgend eine Nachricht deßhalb gegeben habe. Man theilte ihm dieß mit. „Mcin Gott", sagte er, „es ist eine solche Unbequemlichkeit für mick, die Quittungen auszustellen, daß ich mich nicht weiter darum bekümmern möchte. Wenn das nur Ieinano für mich besorgen und auch das Geld ver» wenden wollte, denn für mich brauche ich ja nichts." Einer seiner Freunde, der Gmf Johann P.(aar). bot sich hierauf an, Beidrs seinem Wunsche «miäß für ihn zu thun. Es geschah, Mayern selbst aber wußte für sich
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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