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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 187 -
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Seite - 187 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mayrhofer 187 Mayrhofer S. 201^ Ansichten endlich aber über Musik. Weiblichkeit, ethische und reli- giöse Symbolik, die in dessen „Rückblick auf meine siebenzigjährige Pilgerschaft" ausgesprochen sind, sagten ihm deßhalb so zu. weil sie mit seinen eigenen An» scbauungen und Ideen am meisten über« einstimmten. I m Jahre 1814, Mayr- hofer war damals 27 Jahre alt. lernte er den achtzehnjährigen Schubert kennen, und zwischen beiden entspann sich bald ein inniges geistiges Verhältniß, das eben in Mayrhofer 's Leben den Mittelpunct ausmachte und mehr als alle anderen Vorkommnisse den Dichter in ihm zur Reife brachte. Das unter Schubert's Kompositionen noch im Nachlasse befindliche und im Stiche noch nicht erschienene Gedicht Mayrho» fer's „Am See" vermittelte die Be° kanntscbaft beider. Einige Jahre später bezogen beide Freunde sogar eine Wohnung, in welcher sie mehrere Jahre. 1849—4824 . im schönsten Einklänge inniger Freundschaft verlebten. I n den Jahren 48l7 und 1818 verband sicb M. mit einigen Freunden, als Kr eil sBd. XI I I , S. 179^>. Kenner ^Bd.XI, S. 167^. Ot tenwald, Spaun u. A., zur Herausgabe einer Zeitschrift, welche für jüngere Leser berechnet, echt mensch, lichen und vaterlandischen Sinn wecken und fördern sollte, und von der unter dem Titel: „Beiträge zur Bildung für Jünglinge" (Wien, bei Härter) zwei Bände erschienen sind. Dabei trieb er fleißig das Studium der Classiker. Von einer Uebersetzung Herodot 's, welche in dieser Zeit begonnen worden, fanden sich im Nachlasse Fragmente vor. Auch Horaz war ihm lieb geworden, vor Allem aber fesselten die Stoiker seinen ihrem Ernste verwandten Geist. Zunächst an die Classiker reihte sich das Studium der Geschichte, in das ihn thätige Theil, nähme an den „Jahrbüchern der Lite» ratur" und an Hormayr's „Archiv" versenkte. I n den Staatsdienst tretend, wurde M. bei der Censurbehörde an» gestellt und übte als Regierungsconcipist und Bücherrevisor seine Pflicht mit angst» licber Gewissenhaftigkeit, und Bauern. feld-Rust icocampius in seinem „Buche von den Wienern" schildert ihn: „Kränklich war er und verdrießlich, filoh der heiteren Kreise Umgang, nur mit Studien beschäftigt, Abends labte ihn das Wisth- spiel. So mit ältern Herren saß er. mit Beamten, mit Philistern, selbst Beamter, Büchercenfor, und der strengste, wie es hieß". Im Jahre 1824 gab M. auf Drangen seiner Freunde im Subscrip» tionswege seine Poesien unter dem ein» fachen Titel „Gedichte" (Wien, Volke, 12b.) heraus, welche mit Ausnahme der Theilnahme einiger Freunde, nahezu un» beachtet geblieben sind. Ganz in seinem Berufe aufgehend und in einem wohl krankhaft gereizten und gesteigerten In» nenleben gingen die Jahre dem Dichter in unbehaglicher Eintönigkeit dahin; von seinem Jugendfreunde Schubert, der ihm überdieß um acht Jahre in daS Jenseits vorausgegangen, trennten ihn, wie M. selbst in seinen Aufzeichnungen schreibt, „der Strom der Verhältnisse und der Gesellschaft, Krankheit und geänderte Anschauung des Lebens". Nach Schubert's Tode (4828) betrat er an dem Tage, an welcbem für diesen das Rcquiem abgehalten wurde, wieder jenes Haus (Wipplingerstraße, Nc. 420 alt*), in welchem er in früheren Jahren den *) So gibt es Herr von Kreißte an. Nun aber finden wir in Wachter's „Häuser, schema" ein Nr. 420 wohl „Am Hof", aber nicht in der Wippliricirrstraße. das gegenwäi> tig nach der nmen Numerirung drei Nun>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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