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Mayrhofer 494 Mayrlechner
chischen Erbstaaten Nach den im Iustizfache
bestehenden ah. k. k. Gesetzen, Patenten und
Resolutionen" (ebd. 1793. 8°.); — „Leitfaden
zur Ausübung des richterlichen Amtes in
Rechtsstreitigkeiten, nach der allgemeinen Ge.
richtsordnung und im Iustizfache ergangenen
Patenten, Hofresolutionen und Decreten".
2 Bände (ebd. 1?93. L".); __ ^Leitfaden zur
Ausübung des adeligen richterlichen Amtes
nach den erstossmen Patenten, Hofresolutionm
und Decreten" (ebd. 1794.' 8».). — 3. Kar l
Mar ia Mayrhofer (geb. zu Wien im
Jahre 1801, gest. zu Laibach 18. Mai 1838),
gehört einer oberösterreichischen Familie an
und ist ein Vetter des im schönsten Mannes«
alter verstorbenen Kremsmünsterer Stiftsarz«
tes Dr. Kar l Wi lhelm M. ^ d. Folg.),
Nach in Wien beendeten mevicinischen Stu-
dien erlangte er ebenda den ärztlichen Doctor»
grad, und widmete sich der Praxis. Im Jahre
1832 kam er als praktischer Arzt nach Laibach,
wo er im Alter von erst 37 Jahren mit dem
Rufe eines ausgezeichneten Arztes starb. Srit
Jahren leidend, benutzte er die Muße, zu der
ihn bei Ausübung seines arztlichen Berufes
sein Leiden zwang, zu philosophisch'religiösen
Studien, deren Ergebniß nach seinem Tode
von einem seiner Freunde unter dem Titel:
„Das dreieinige Leben in Gott und jedem
Geschöpft". 2 Bände (Negensburg 1831. Manz,
8«.) herausgegeben wurde. — 4. Kar l Wi l -
helm Mayrhofer (geb. zu Egendorf zwi<
schen Nels und Kremsmünster in Oberöster-
reich 9. September 1806, gest. zu Kremsmün«
ster 6. November 1853). Ein Zögling des
Convictes zu Kremsmünster, beendete dann
in Wien die medicinischen Studien und er»
langte aus denselben im I . 1832 die Doctor«
würde. Im März 1833 ließ er sich in Stadt
Steyr nieder, wo seine Praxis bald so aus«
gedehnt war, daß man ihm des Rufes seiner
Geschicklichkeit wegen vor vielen Mitbewerbern
um die Stelle deS Stifts, und Convictsarzteö
zu Kremsmünster den Vorzug gab, und ihm
im Jahre 1839 diese Stelle verlieh. Er wirkte
daselbst bis zu seinem im Alter von 47 Jahren
erfolgten, durch einen Sturz aus dem Wagen
veranlaßten Tode. Er war ein glücklicher, be.
sonders als Homöopath gesuchter Arzt. Als
Fachschriftsteller thätig, hat er mehrere philo<
sophisch.medicinische Aufsätze und die Schrift:
„Die Einheit des Wissens und Glaubens;
im Lichte des Somnambulismus und Hell«
schens, dargelegt in der Geschichte einer Som-
nambule" (Wien 1850) veröffentlicht. Die letztgenannte Schrift bezieht sich auf die seiner
Zeit uielgenannte ekstatische Jungfrau Iuliana
Weißkircher zu Schleinbach in Niederöster.
reich, welche M., wie auch die Maria von
Mör l zu Kältern in Tirol, besucht und über
diesen Besuch in den „Katholischen Blattern"
1832 einen Bericht erstattet hat. Sein Vor»
trag in der Prouinzial-Versammlung des Ka»
tholikenvereins zu Wels — an dessen Grün<
düng er, nebenbei gesagt, Antheil hatte —
und ein von ihm über die Kranke in der
„WienerKirchenzeitung" veröffentlichter Artikel
haben auf eine Aenderung im Verfahren gegen
dieselbe wesentlichen Einfluß gehabt. M. wurde
in der Vollkraft seines Lebens aus seiner
ärztlichen und fachwissrnschaftlichen literarischen
Thätigkeit gerissen. sO e st e rr e i ch
is ch
er
Volks freund 1533.)
Mayrhoftr, stehe auch: Mayerhofer
von Grunbi'lhel, Ferdinand Freiherr
^S. 173) und Mayerhofer, Gottfried
Mayrlechner, Sebastian (gelehrter
B enedictiner, geb. zu Wels 17. Juli
1683. gest. 3. Februar 1739). Trat im
Jahre 1703. im Alter von 18 Jahren,
in dasBenedictinerstift zu Kremsmünster,
in welchem cr die theologischen Studien
vollendete und im Jahre 1711 die heil.
Weihen erlangte. Dem Lehramte sich
widmend, war er anfänglich Lehrer der
Grammatik, dann der Philosophie, bei
deren Vortragen er bedeutend von der
herkömmlichen Methode abwich, indem er
das Aristotelische und Sokratische System
zu verschmelzen suchte. Die Zahl seiner
Zuhörer war beträchtlicher als je zuvor.
I m Jahre 1713 wurde er Präfect des
Gymnasiums, welche Stelle er aber nur
bis 1717 versah. M. war auch als
Schriftsteller thätig und hat herausgege«
1741); —
s" (ebd. 1721); —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon