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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 196 -
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Seite - 196 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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May seder 196 May seder kaiserlichen Kammervirtuosen ernannt. Im näcksten Jahre rückte er in der Hofcapelle' in die Stelle des Directors an der ersten Violine vor. Viele Jahre wirkte er auch als Mitglied des Domchors zu St. Stephan. Seine Verdienste als Künst- ler und seine oftmalige unentgeltliche Mit» Wirkung bei den Bürgerspitals-Concerten wurden von Seite des Magistrats im Jahre 1811 durch Verleihung der großen goldenen Salvator»Medaille. im Jahre 1817 durch jene des Ehrenbürgerrechtes anerkannt. Endlich wurde der.73jährige Künstlergreis noch ein Jahr vor sei« nem Tode von Sr. Majestät dem Kaiser mit dem Ritterkreuze des Franz Ioseph-Ordens ausgezeichnet. Außer der Gesellschaft der Musikfreunde des öster« reichifchen Kaiserstaates (Wien), die ihn zu ihrem Ehrenmitgliede ernannte, ehr- ten ihn noch andere Gesellschaften und Vereine durch gleiche Anerkennung. M. war von Jugend an auf eigenen Erwerb angewiesen und gab durch eine Reihe von Jahren zahlreich besuchte Concerte, anfänglich allein, später im Vereine mit anderen ausgezeichneten Künstlern. Von seinen im Vereine mit anderen Künstlern gegebenen Productionen sind anzuführen die sogenannten „Ducaten-Concerte", für einen auserlesenen Kreis von Zuhörern, welche in der Fastenzeit, 1813, bei dem Kaufmanne Rohrer stattfanden und an denen sich mit M. noch Hummel und G i u l i a n i betheiligten. Als Hum« mel Md. IX, S. 419^ > im Jahre 1806 nach Stuttgart abging, trat Mosch e» les an seine Stelle. Später und bis in's Jahr 1837 gab M. in Gemeinschaft mit Joseph Merk Concerte. Von da an trat er nicht mehr öffentlich auf, und das Publicum hörte ihn nur mehr gelegenheitlich im Theater in den kleinen Opern- und Balletsolo's. Mit großer Vorliebe aber pflegte M., jedoch nur in Privatkreisen, das Streichquartett. So wirkte er mehrere Jahre an den Streichquartettabenden mit, welche der Musikfreund Zmeskal von Domano. veh in Wien veranstaltete, in deren einem M. auch Beethoven kennen lernte; ferner von 1817—1822 an den Quartettabenden des Herrn Vincenz Neul ing, der ein Schüler Mayse- der's war; spater an jenen des Hof- kriegsagenten Demb scher, die bis in das Jahr 1837 fortgesetzt wurden, und vom Sommer 1843 bis Mai 1836 an jenen, welche Constantin Fürst Czar« toryski gab und an denen mit M. noch die Künstler Borzaga, Doby» hal, Durst und Strebinger mit- wirkten. Zuletzt war er nur in einem kleinen Kreise, und zwar im Hause seines Schülers und Schwiegersohnes Köchert und bei dem Obersinanzrathe Franz Ritter von Hein t l zu hören-, wo er auch wenige Tage vor seinem Tode zum letzten Male gespielt hatte. Auch als Compositeur ist M. thätig gewesen, hat aber, was er schrieb, zunächst für seinen eigenen Vortrag geschrieben. Von seinen Kompositionen sind 63 Werke im Drucke erschienen, und zwar: 3 Violin-Concerte, 2 Concertino's, 6 Polonaisen, 4 Ron« deau's, 20 Hefte Variationen, theils mit Orchesterbegleitung, theils mit con» certirmdem Pianoforte, 7 Streichquar» tette, 3 Quintette, 4Claviertrio's, 3 So- naten, 3 Divertissements, 1 Phantasie für Pianoforte und Violine, 1 Trio für Violine, Harfe und Horn, 2 Potpourri's, 1 Heft Etüden für eine und 3 Duo's für zwei Violinen. Außer den vorgenannten Werken hat sich, wie sein Biograph Sonnle i thner berichtet, mehreres in seinem Nachlasse vorgefunden, darunter eine öfter aufgeführte Concert«Ouverture,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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